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 | Thema: Wie viel Kavalier darf's sein? Sa 24 Apr 2010 - 21:09 | |
| das Eingangsposting lautete :Kavaliere halten der Dame ihres Herzens die Autotür auf, schenken ihr Blumen und küssen ihr die Hand zum Abschied. Traditionelle Formen der Höflichkeit sind wieder gefragt. News.de erklärt, wie der Spagat zwischen charmant und albern gelingt.
Die Zeiten für Kavaliere waren schon einfacher: Damals, in der Ära vor Alice Schwarzer, als man den Fräulein noch selbstverständlich aus dem Wagen und in den Mantel half und sie es mit einem Lächeln quittierten. Heute bekommt manch verhinderter Gentleman ein barsches «das kann ich selbst» entgegen gezischt. Andere Frauen dagegen schmelzen dahin. Zurück bleiben verunsicherte Männer, die sich fragen: Wie viel Kavalier darf es nun sein?
So viel wie möglich, sagen Experten unisono. «Im Prinzip ist alles immer noch gern gesehen», schildert Imme Vogelsang von Etikette Trainer International in Hamburg ihre Erfahrung. Schließlich zeige höfliches Verhalten nur, dass man Mitmenschen wertschätzt. Gerade bei jungen Menschen stellt Vogelsang in ihren Seminaren eine Rückbesinnung auf traditionelle Formen der Höflichkeit fest. Die Teilnehmer seien begierig, gute Manieren zu lernen. Und Flirttrainerin Nina Deißler aus Hamburg erzählt, die Teilnehmerinnen ihrer Seminare schätzten «alles, was auf eine gute Kinderstube schließen lässt».
Frauen mögen es also noch immer, umsorgt, verwöhnt und galant behandelt zu werden. Auch Frauen wie Lena Knappert, 27 Jahre alt, Doktorandin der Wirtschaftswissenschaften, selbstbewusst und selbstständig, ein Musterbeispiel der Emanzipation. Sie schätzt es, wenn ein Mann ihr die Tür aufhält oder Blumen schenkt, und sogar einen Handkuss zum Abschied verschmäht sie nicht. «Ich finde sämtliche höflichen Umgangsformen gut», sagt sie, «bis zu dem Punkt, an dem ich mich bevormundet fühle.»
Quelle: www.news.de _________________ Liebe Grüße Compumouse |
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