| | Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? | |
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Linda

 Anzahl der Beiträge: 816 Ort: Nordrhein-Westfalen Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Mi 12 Mai 2010 - 15:11 | |
| In dem von Michael Crichton 1978 verfilmten Medizinthriller "Coma" wurden, in einem medizinischen Institut außerhalb der Stadt, absichtlich ins Koma versetzte Patienten lange Zeit künstlich am Leben gehalten, um als Organbanken zu dienen. Damals war vieles in diesem Film noch reine Utopie.
Inzwischen kann die moderne Hightech-Medizin Komapatienten zwar nicht unbegrenzt, doch über viele Jahre vor dem endgültigen Tod bewahren. Ein Zeitungsartikel heute zu diesem Thema hat mich nachdenklich gemacht.
Abgesehen davon, dass die Frage der künstlichen Lebenserhaltung sehr umstritten ist, birgt die immer höher entwickelte Geräte-Medizin nicht auch ganz andere Gefahren?
Wäre es theoretisch möglich, dass in naher Zukunft Komapatienten in krimineller Weise als Organspender missbraucht werden könnten? |
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Compumouse Admin


 Anzahl der Beiträge: 20491 Alter: 55 Ort: Bayern Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Mi 12 Mai 2010 - 18:45 | |
| | Linda schrieb: | | Wäre es theoretisch möglich, dass in naher Zukunft Komapatienten in krimineller Weise als Organspender missbraucht werden könnten? | Theoretisch ist fast alles möglich. Allerdings glaube ich nicht, dass so etwas in Deutschland passieren könnte.
Dass Menschen durch Maschinen am Leben erhalten werden können, ist in meinen Augen ein Fluch und Segen zugleich. Wenn ein Mensch alt und sehr krank ist, dann sollte man ihn wirklich in Frieden einschlafen lassen. Bei ‚jüngeren’ Menschen denke ich mir, dass die Maschinen auch eine Chance sein könnten. Die Medizin macht ständig Fortschritte. Vielleicht könnte so ein Mensch gerettet werden?
Die Frage ist, ob er es auch will. Daher fände ich es gut, wenn jeder eine wasserdichte Patientenverfügung machen würde, die dann allerdings auch respektiert werden müsste. Ebenso sollte jeder Mensch einen Organspendeausweis haben, aus dem hervorgeht, ob seine Organe verwendet werde dürfen oder nicht. Dann käme der Gedanke an kriminellen Organraub vielleicht gar nicht erst auf._________________ Liebe Grüße Compumouse |
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digame

 Anzahl der Beiträge: 3115 Anmeldedatum: 18.11.08
 | Thema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Do 13 Mai 2010 - 9:16 | |
| Komapatienten als Organbank ... ein schrecklicher Gedanke! Theoretisch wäre es auch möglich, aus einer präparierten Stammzelle so eine Art eineiigen Zwilling nachzuzüchten - als eigene Organbank. Es ist nur eine Frage des Geldes und der Zeit. |
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piece

 Anzahl der Beiträge: 5436 Alter: 48 Ort: NDS Anmeldedatum: 29.12.08
 | Thema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Do 13 Mai 2010 - 9:39 | |
|  Alles was als ein guter Ansatz entwickelt wird kann auch zum Negativen genutzt werden, deshalb ist sowas durchaus denkbar für mich, wenn es auch ein schrecklicher Gedanke ist und ethisch verwerflich... Aber letztlich denke ich das alles durchaus machbar wäre.... Es gibt leider nichts was es nicht gibt.... Von jeher gab es immer böse Menschen die auf böse Gedanken kommen und diese auch zum Schaden anderer umsetzen ..... Das ist schlimm, aber leider Tatsache.... Wollen wir hoffen das es da ebenso an der Entwicklung von guten Sicherungssystemen gearbeitet wird die solches verhindern. |
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Gast Gast
 | Thema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Do 13 Mai 2010 - 10:58 | |
| erinnere mich an den film "fleisch" aus den 70zigern... halte alles für möglüsch,...denn die gier manscher menschen nach geld ist unersättlich... |
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Henes
 Anzahl der Beiträge: 1517 Alter: 62 Ort: Reinheim Anmeldedatum: 06.07.09
 | Thema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Do 13 Mai 2010 - 11:17 | |
| Leider gibt es das schon Indien Werden Leuten die Niere abgekauft Drum hab ich mich gegen Organ spenden entschieden Und die Angehörigen und den Bestatter zur nach schau Verpflichtet und dann ab unter Deutsche eiche Die Gemeinde bekommt auch nix von mir 380€ für eine halbe Stunde Leichen halle also nö  |
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Kasimir

 Anzahl der Beiträge: 453 Alter: 67 Ort: NRW mitten im Pott Anmeldedatum: 12.12.08
 | Thema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Do 13 Mai 2010 - 11:51 | |
| Die Frage...
"Wäre es theoretisch möglich, dass in naher Zukunft Komapatienten in krimineller Weise als Organspender missbraucht werden könnten?"
...kann man nicht verneinen, sondern nur hoffen das der Missbrauch nicht stattfindet.
Ich glaube an Murphys Gesetz
„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“
abgewandelt auf die Eingangsfrage bedeutet das für mich:
Alles, was man kriminell machen kann, wird auch gemacht. |
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digame

 Anzahl der Beiträge: 3115 Anmeldedatum: 18.11.08
 | Thema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Fr 14 Mai 2010 - 9:54 | |
| Wie es der Präsident der Deutschen Ärztekammer fordert, sollte man die gesundheitliche Versorgung der gesetzlich Versicherten auf das medizinisch Notwendige und Vertretbare beschränken. Nur so ließe sich die Kostenexplosion im Gesundheitswesen eindämmen. Immer teurere Apparate und Medikamente förderten nur die Gewinne der Hersteller. |
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Planesia2
Anzahl der Beiträge: 1095 Anmeldedatum: 23.11.08
 | Thema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Fr 14 Mai 2010 - 10:31 | |
| Nichts ist unmöööööööööglich.......
China ist übrigens dick drin im Organhandel...(dazu gab es im letzten Jahr auch schon Reportagen im TV mit "Testkäufen".) Die chin. Fa. sass in Frankfurt-Niederrad und die Sache sollte über 2-3 Länder abgewickelt werden. Ich weiss nicht mehr, wie die Sendung hiess, aber es war sowas wie Panorama, Report o.ä. |
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digame

 Anzahl der Beiträge: 3115 Anmeldedatum: 18.11.08
 | Thema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Fr 14 Mai 2010 - 10:46 | |
| Mich würde interessieren, was die lebenerhaltenden Maßnahmen für einen Komapatienten täglich kosten. |
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Gast Gast
 | Thema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Fr 14 Mai 2010 - 11:27 | |
| | digame schrieb: | | Mich würde interessieren, was die lebenerhaltenden Maßnahmen für einen Komapatienten täglich kosten. |
Warum? Heute etwas Euthanasie gefällig? Oder sollen diese "Kranken" gefälligst mit ihren Organen ihre Behandlung zahlen?
Achja, verbilligte Versicherungstarife für FDPler ..  |
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digame

 Anzahl der Beiträge: 3115 Anmeldedatum: 18.11.08
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Linda

 Anzahl der Beiträge: 816 Ort: Nordrhein-Westfalen Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Fr 14 Mai 2010 - 13:56 | |
| Die Überlebensrate nach Reanimationen ist in den letzten Jahren tatsächlich stark angestiegen. Tatsächlich übersteht das aber nur ein ganz geringer Prozentsatz aller Patienten, ohne irriversible Schädigung des Gehirns. Ein Großteil fällt danach ins Koma, bzw. Wachkoma. Die Pflege dieser Patienten ist sehr aufwendig und teuer.
Während man früher von Fall zu Fall entschieden hat, ob eine Reanimation wirklich sinnvoll und im Interesse des Patienten wäre (Alter, Stadium der Erkrankung, usw.), so wird heute jeder Mensch, egal welchen Alters und welcher Erkrankung wiederbelebt, es sei denn, er hat ausdrücklich verfügt, (z. B. Patientenverfügung), dass er solche Maßnahmen im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstands nicht mehr wünscht. So geschieht es also heute, das 90-jährige, die darum betteln sterben zu dürfen und die todkrank sind, mit aller Gewalt zurückgeholt werden ins Leben, um dann als Schwerstpflegefall noch monatelang dahinzuvegitieren.
Aber darum ging es mir eigentlich nicht vordergründig in meinem Beitrag. Ich habe mir überlegt, dass die Intensivstationen in den Krankenhäusern irgendwann ihre Kapazitäten erschöpft haben werden, weil die Zahl der Komapatienten durch immer häufigere "erfolgreiche" Reanimationen weiter steigt. Sie müssten also in speziellen Pflegeeinrichtungen untergebracht werden. Möglich, dass jetzt auch die Phantasie etwas mit mir durchgeht, aber hier wo die Patienten nicht fähig sind zu reden, könnte man mit ihnen Dinge tun, die niemand so schnell bemerken würde.
Andererseits wäre es auch möglich, die hohen Pflegekosten durch "freiwillige" (Einverständis der Angehörigen) Organspenden zu finanzieren. Schließlich ist Deutschland noch eines der ganz wenigen europäischen Länder, in denen Organe nur mit einer speziellen Einverständis des Spenders, bzw. der Angehörigen entnommen werden dürfen. In anderen Ländern ist man solange potentieller Organspender, bis man das schriftlich widerruft. Wer weiß, was unseren Politikern da noch alles einfällt und welche Ertragsmöglichkeiten sich daraus noch ergeben. Hightech-Medizin ist schließlich nicht billig. |
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Henes
 Anzahl der Beiträge: 1517 Alter: 62 Ort: Reinheim Anmeldedatum: 06.07.09
 | Thema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen? Fr 14 Mai 2010 - 18:04 | |
| Bei der Kopfpauschale wird das schon nicht so teuer werden Umso schneller werden sie entlassen und die angehörigen Müssen sie pflegen oder sie kommen ins alten und siechen heim Das in etwa 5000€ kosten wird Ach ja Digame was zahlst den für eine Niere oder Hertz Ich glaub die könne sich kleine Leute nicht leisten diese OPs Aber den Ausruf Euthanasie mit altteilen Verwertung ist da nicht mehr Weit heißt es nicht Hunde wollt ihr ewigleben Für mein Teil würde ich sagen nö wen ich bedenke was durch die Banken Noch passieren kann |
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digame

 Anzahl der Beiträge: 3115 Anmeldedatum: 18.11.08
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