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 Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?

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Linda



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BeitragThema: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Mi 12 Mai 2010 - 15:11

das Eingangsposting lautete :

In dem von Michael Crichton 1978 verfilmten Medizinthriller "Coma" wurden, in einem medizinischen
Institut außerhalb der Stadt, absichtlich ins Koma versetzte Patienten lange Zeit künstlich am Leben gehalten, um als Organbanken zu dienen.

Damals war vieles in diesem Film noch reine Utopie.

Inzwischen kann die moderne Hightech-Medizin Komapatienten zwar nicht unbegrenzt, doch über viele Jahre vor dem endgültigen Tod bewahren. Ein Zeitungsartikel heute zu diesem Thema hat mich nachdenklich gemacht.

Abgesehen davon, dass die Frage der künstlichen Lebenserhaltung sehr umstritten ist, birgt die immer höher entwickelte Geräte-Medizin nicht auch ganz andere Gefahren?

Wäre es theoretisch möglich, dass in naher Zukunft Komapatienten in krimineller Weise als Organspender missbraucht werden könnten?
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AutorNachricht
Linda



Weiblich
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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Mi 26 Mai 2010 - 7:53

Ja, Compumouse , dein erstes Posting hatte ich auch gelesen. Ich sah nur nach deinem zweiten Beitrag

Zitat:
Da kam es für mich so rüber, als wären die sehr viele Frühchen schwerstbehindert - und das kann ich eben nicht glauben.



die Notwendigkeit gegeben zu erklären, woher meine Informationen stammen. Das war gar nicht böse gemeint. Mir war schon klar, dass die meisten Menschen sich kaum vorstellen können, wie hoch die Risiken für solchen Frühstgeburten sind. Solche Zahlen werden auch nicht jeden Tag in der Presse veröffentlicht. Hin und wieder liest oder hört man, dass dieses oder jenes Kind die frühe Geburt ohne nennenswerte Beeinträchtigungen überstanden hat und die Familie ihr Baby überglücklich endlich aus dem Krankenhaus nach Hause holen kann, wo man lange Zeit um das Überleben des Kindes gebangt hatte. Solche guten Nachrichten bleiben in den Köpfen hängen und verstärken das subjektive Gefühl, dass das alles doch gar nicht so schlimm sein kann.

Der Fortschritt bleibt nicht stehen. Irgendwann wird es möglich sein, Frühgeburten auch schon vor der 24. Schwangerschaftswoche künstlich am Leben zu halten. Ob es der Forschung gelingt auch die Reifung der Säuglinge außerhalb des Mutterleibs diesem Umstand anzupassen, bleibt fraglich. Werden am Ende noch mehr Kinder mit noch schlimmeren Schädigungen leben müssen?
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digame



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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Mi 26 Mai 2010 - 8:07

Sterbehilfe (~ einer Untermenge der Euthanasie) ist eine der schwierigsten Entscheidungen vor die ein Mensch gestellt werden kann, denn es geht um Tod oder Leben. Sie ist nicht revidierbar. Der Tod ist endgültig.

Ganz ähnlich ist es mit der Todesstrafe. Wenn sich nach der Hinrichtung herausstellt, daß der vermeintliche Delinquent unschuldig war, so ist es zu spät.

Am einfachsten scheint Sterbehilfe noch zu sein, wenn sie auf einer freien Willensentscheidung des Sterbenwollenden beruht, aber hätte der sich nicht vielleicht später für das Leben entschieden? Oder hätte es vielleicht später einmal eine Heilungschance gegeben, wenn es sich um eine Krankheit handelte?

Sollen Menschen über den Tod anderer Menschen entscheiden ... oder nur Gott!? Menschen machen Fehler. Wo fängt es an und wo hört es auf? Kann man eine Trennungslinie ziehen? Das ist die entscheidende Frage.
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Linda



Weiblich
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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Mi 26 Mai 2010 - 8:11

... und diese Frage wäre sicher einen eigenen Thread wert, digame
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Beamy



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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Mi 26 Mai 2010 - 9:43

Dieser thread zeigt die problematik menschen über leben und tod zu entscheiden sehr gut auf. Lindas gedanken über die sinnhaftigkeit im sinne des „lebenswerten“ lebens kann ich durchaus nachvollziehen.
Das thema euthansie, nämlich Sterbehilfe, die von einem Menschen bewusst gewollte Unterstützung durch eine andere Person bei der Herbeiführung des eigenen Todes, ist für

MICH PERSÖNLICH UND AUSSCHLIESSLICH FÜR MEIN STERBEN KEIN TABUTHEMA!

Dem problem der zu frühen geburt steht dem problem des zu späten sterbens gegenüber.

Mir ist klar, dass diese aussage als sehr provokativ aufgefasst werden könnte, deshalb betone ich ,für mich persönlich wünschte ich mir aktive sterbehilfe, wenn ich unter umständen nicht mehr in der lage wäre, selbst ein ende zu setzen.
Zurzeit denke ich , gern ein paar wochen, mitunter auch monate meines lebens zu opfern, wenn es nicht mehr lebenswürdig für mich ist. über dieses thema nachzudenken ist kein verbrechen.
wohlgemerkt, aus voller gesundheit habe ich eine womöglich rigidere einstellung zum lebensende als aus schwerer krankheit heraus.
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WhiteCat



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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Mi 26 Mai 2010 - 11:28

digame schrieb:
Sollen Menschen über den Tod anderer Menschen entscheiden ... oder nur Gott!? ...


Spielen die Menschen nicht schon Gott indem sie die Medizin immer weiter entwickeln und so dazu beitragen, das man auch bei schwersten Verletzungen / Krankheiten noch am Leben gehalten werden kann (egal ob das der Betreffende noch als Leben bezeichnen würde)?
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digame



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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Do 27 Mai 2010 - 13:28

Dieser Dein Thread, Linda, umfaßt alles ... auch alle zusätzlichen Gedanken, die auftauchen. Warum sollte ich also einen weiteren Thread dazu aufmachen. Ich war noch nie dafür, ein komplexes Thema in einzelne Threads zu zerreißen - und werde nie dafür sein.

Natürlich ist die übermäßige, überbordende Überlebenshilfe mit der Sterbehilfe untrennbar verbunden, WhiteCat. Es sind lediglich verschiedene Blickwinkel auf das gleiche Problem.

Mir scheint, Mediziner betrachten das eher als eine Art sportlichen Wettbewerbs, wer ein "lebendes" Kind nach der geringsten Anzahl Schwangerschaftswochen zur Welt bringen kann. Ihr "Erfolg" schlägt sich in Beiträgen in Fachzeitschriften nieder und in besseren beruflichen Chancen. Wie schon erwähnt, kümmern sie die psychosozialen Folgen nicht. Sie betreffen sie ja auch nicht. Uns machen sie betroffen. Die eigentlich Betroffenen sind aber die Angehörigen dieser schwerstbehinderten Kinder.
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digame



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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Do 27 Mai 2010 - 13:32

Vor wem duckst Du Dich, Beamy? Dein Beitrag scheint mir eine einzige Entschuldigung für die Äußerung Deiner Meinung zu sein ... einer Meinung, die übrigens von den allermeisten geteilt wird. Nicht umsonst wird hier immer wieder über Patientenverfügungen geredet.

Es geht auch nicht nur darum, ob das Leben noch lebenswürdig ist, sondern ob es überhaupt noch menschenwürdig ist! M.E. sind beispielsweise "leben"serhaltende Maßnahmen für Komapatienten über Jahre hinaus menschenunwürdig! Diese Menschen ohne Bewußtsein sind nur noch Sachen - Zellbündel - und werden wie Sachen behandelt. Ich möchte keinen meiner Liebsten so hilflos über Jahre hinweg in fremden Händen wissen.

Mein Bruder ist an Nierenkrebs gestorben. Ja, der Bruder, der immer sagte: "Ich habe die Lösung. Wo ist das Problem?" Als man die Krankheit diagnostizierte, hatte er schon viele Metastasen im Körper. Sein Sterben hat zwei Jahre gedauert.

GsD war der behandelnde Oberarzt ein guter Freund von uns. Er hat nicht nur für eine ausreichende Schmerztherapie gesorgt - was in deutschen Landen durchaus noch nicht üblich ist - sondern auch sein Sterben begleitet. Als es genug war und völlig aussichtslos, hat er die lebenserhaltenden Maßnahmen und sein "Herumdoktern" in Absprache mit uns eingestellt.

Er hat mit uns, den engsten Angehörigen, vor dem Tod meines Bruders stundenlang an seinem Bett ausgeharrt. Es war eine Silvesternacht, die ich nie vergessen werde - genauso wie mein Bruder immer in mir weiterleben wird.
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Sunny
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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Do 27 Mai 2010 - 15:04

Also ich bin auch nicht dafür das dieser Thread auseinandergerissen wird.
Es würde ganz einfach der Spass fehlen wie einige Meinungsführer plötzlich
zurückrudern und auf "Nebenspielplätze" flüchten wenn man ein bisschen zu
sehr ins Fleisch der vorgetragenen Argumentation piekst.

Mir tut schon ein bisschen leid das sich einige mit viel Engagement in eine
mehr als seltsame Diskussion stürzen, dennoch überwiegt insgesamt mein
Vergnügen über das Gehabe der Interessenträger.

Gerührt hat mich aber, grad weil es so ein völlig neuer Wesenszug ist, die
Familiengeschichte Digames. Drum lasse ich diese auch einfach unkommentiert,
jedoch intensiv gelesen habend, so stehen.

_________________
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Beamy



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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Do 27 Mai 2010 - 22:39

Ich ducke mich vor niemanden, habe aber verständnis, dass für viele menschen aktive sterbehilfe , zu der ich mich bekenne, ein mulmiges gefühl hervorruft. eine patientenverfügung beinhaltet lediglich, keine verlängerung des lebens vorzunehmen, wenn dieses nicht menschenwürdig ist.
im übrigen möchte ich mit dem irrglauben aufräumen, dass ärzte den hippokratischen eid leisten! dieser ist auch nicht rechtsverbindlich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Eid_des_Hippokrates
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Beamy



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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Fr 28 Mai 2010 - 5:09

Mediziner geben anlässlich ihrer Promotion das Bekenntnis zur
Genfer Deklaration des Weltärztebundes ab

Die Genfer Deklaration (häufig auch als Genfer Gelöbnis bezeichnet) wurde im September 1948 auf der 2. Generalversammlung des Weltärztebundes in Genf, Schweiz verabschiedet. Sie soll eine zeitgemäße Version des Eids des Hippokrates darstellen und wurde mehrfach revidiert (1968, 1983, 1994, 2005 und 2006).

Gelöbnis

Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich feierlich:
mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen.
Ich werde meinen Lehrern die schuldige Achtung und Dankbarkeit erweisen.
Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben.
Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.
Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren.
Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten.
Meine Kolleginnen und Kollegen sollen meine Schwestern und Brüder sein.
Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse, sexuelle Orientierung oder soziale Stellung.
Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.
Dies alles verspreche ich feierlich frei und auf meine Ehre
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piece



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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Fr 28 Mai 2010 - 5:13

.....dies sollten sie immer mal wieder wiederholen müssen ......
Vor Jahren Gesagtes gerät auch schnell in Vergessenheit bei 24 Stunden Schichten und Dauerstress......
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WhiteCat



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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Fr 28 Mai 2010 - 5:49

Wie in allen Berufszweigen - gibt es unterschiedlich gute Leute. Ich habe ja jahrelang in einer Universitätsklinik gearbeitet und ich muss sagen, das ich dort Ärzte kennengelernt habe, die sehr gut waren, und sich auch nach Jahren diesen Eid nicht noch einmal hätten ansehen müssen. Andererseits gab es auch Ärzte, die niemals auf die Idee hätten kommen dürfen diesen Beruf zu ergreifen. Das Kriterium "man sieht in einem weißen Arztkittel halt sehr gut aus" (O-Ton eines Arzt im Praktikums) spielt aber leider eine nicht unwesentlich Rolle.
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Planesia2



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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Fr 28 Mai 2010 - 11:01

Aerzte sind auch nur Menschen und ihnen unterlaufen folglich auch Fehler. Sei es, das sie etwas uebersehen, sei es, dass sie sich nicht fortgebildet haben oder einfach schlicht nicht zu den "Besten" gehoeren.
Ich frage mich schon seit Jahren, wann endlich ein Computer benutzt wird, um die Diagnose zu stellen und bei der Medikation unterstuetzend zu wirken...
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WhiteCat



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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Fr 28 Mai 2010 - 11:33

Na vielleicht weil ein Computer auch nur ein Mensch ist - von Menschen programmiert wird, und die machen ja bekanntlich die Fehler.

Nee - aber mal im Ernst. Computer können bei der Entscheidungsfindung helfen, also wenn alle Untersuchungsergebnisse vorliegen. Dann sind sie ggf. besser in der Lage Befunde zu finden an die ein Arzt nicht sofort denken würde. Aber der Heilungsprozess des Patienten ist auch von der menschlichen Seite des behandelnden abhängig (vielleicht auch weil ein Mensch Patientenauskünfte auch hinterfragen kann, die Fragen zum besseren Verständnis umstellen / umformulieren kann) - da fehlt einfach noch viel zu. Außerdem gibt es immer noch immer die Meinung, das Homöopathie hauptsächlich durch das Zuhören des Arztes hilft und nicht durch die Kügelchen - dieses würde dann dem Einsatz des Computers vollkommen widersprechen.
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digame



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BeitragThema: Re: Hightech-Medizin - Fluch oder Segen?   Fr 28 Mai 2010 - 12:46

Bei zugelassenen "praktischen" Ärzten wird Dein Gelöbnis, Beamy, in kürzester Zeit im Kopf ersetzt durch krankenkassenärztliche Vorgaben und Abrechnungsmethoden. Das bißchen Luft, das diesen Ärzten noch bleibt, brauchen sie für die Geschenke der Pharmavertreter.

Deren Proben, mit denen sie überschwemmt werden, müssen sie möglichst schnell weiterverschenken, da ihnen ausreichender Lagerplatz fehlt. Wie sollten sie noch zum Lesen der Beipackzettel kommen, auf denen die immer vielfältigeren Nebenwirkungen beschrieben sind.

Da wird dann schon mal schnell ein Breitbandallestotschlagantibiotikum hingeworfen bei unklaren Symptomen, das ab und an auch zum Abriß der einen oder anderen Achillessehne führt. Na und!? Das kann man wieder flicken.
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