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 Aus aktuellem Anlass: Ein Fußballgedicht

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BeitragThema: Aus aktuellem Anlass: Ein Fußballgedicht   Aus aktuellem Anlass: Ein Fußballgedicht Icon_minitimeDo 8 Jul 2010 - 19:02

Fußballgedicht v. Heinz Erhardt
Fußball

Vierundvierzig Beine rasen
durch die Gegend ohne Ziel,
und weil sie so rasen müssen,
nennt man das ein Rasenspiel.


Rechts und links stehn zwei Gestelle,
je ein Spieler steht davor.
Hält den Ball er, ist ein Held er,
hält er nicht, schreit man: "Du Toooor !"

Fußball spielt man meistens immer
mit der unteren Figur.
Mit dem Kopf, obwohl's erlaubt ist,
spielt man ihn ganz selten nur.

Heinz Erhardt
zwinkern


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BeitragThema: Re: Aus aktuellem Anlass: Ein Fußballgedicht   Aus aktuellem Anlass: Ein Fußballgedicht Icon_minitimeDo 8 Jul 2010 - 19:07

zwinkern und noch eins:
44 Fußballbeine rasen hin und rasen her
denn das Spielfeld ist begrenzt
und das machts besonders schwer.
Manchmal bleiben sie auch stehen oder treten nach dem Ball,
Das kann jeder selbst bestimmen, das ändert sich von Fall zu Fall.
Einer ist meist schwarz gekleidet, hat ein Ding auf dem er pfeift
Und die Spieler sind beleidigt, wenn er in die Tasche greift.
Denn dort drin da hat er Karten, rot und gelb recht gut gemischt
Die zeigt er dann dem Spieler, der nach seinem Gegner drischt.
Plötzlich müllerts vor dem Kasten und das Volk schreit Uwe wie mir scheint
Da schießt der Müller knapp daneben, denn er war ja nicht gemeint.
70 Tausend auf den Rängen spielen in Gedanken mit
mancher ist gar so begeistert, und gibt dem Vordermann nen Tritt.
Jeder Spieler wird bar bezahlt auf Pfennig und auf Heller
Und legt man ein paar Scheine drauf, dann laufen sie schon schneller!
Jedes Spiel hat auch ein Ende denn die Spieler werden matt.
Morgen stehts dann in der Zeitung, wer das Match gewonnen hat.
Am Ende der Meisterschaft, weiß man wer am meisten schafft.
Wer der Meiste ist der Welt, der kriegt auch das meiste Geld.
Für Geld da kann man vieles kaufen,
auch Leute, die dem Ball nachlaufen.


Fredl Fesl



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BeitragThema: Re: Aus aktuellem Anlass: Ein Fußballgedicht   Aus aktuellem Anlass: Ein Fußballgedicht Icon_minitimeDo 8 Jul 2010 - 19:30

Fußball
Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Wo sind die Beine von Schulze?
Wem gehört denn das Knie?
Wirr wie lebendige Sulze
mengt sich die Anatomie.

Ist das ein Kopf aus Australien?
Oder ein Gesäß aus Berlin?
Jeder versuchte Repressalien,
Jeder lässt keinen entfliehn.

Hat sich der Schiedsrichter bemeistert,
lange parteilos zu sein,
aber nun ruft er begeistert;
"Schulze, stell ihm ein Bein!"

Kannst du dich über ihn werfen,
just wie im Koi, dann tu`s!




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BeitragThema: Re: Aus aktuellem Anlass: Ein Fußballgedicht   Aus aktuellem Anlass: Ein Fußballgedicht Icon_minitimeDo 8 Jul 2010 - 19:30

Der Fußball-Fan und die WM

Der echte Fan zeigt meistens Flagge,
Fühlt sich identisch mit dem Team,
Damit die Mannschaft dann auch packe
Den Sieg für Deutschland und … für ihn!!

Ist dann der stolze Sieg errungen,
Schwelgt jeder Fan im "Wir"-Gefühl.
Wir haben diesen Sieg errungen,
Wir sind die Größten, sind am Ziel!

Jeder Stammtisch, jede Theke
Schmückt stolz sich mit des Titels Zier.
Überall und allerwege
Hört man nur das Wörtchen "wir".

Drum frage ich im Namen Vieler:
Sind denn die Champions wirklich wir??
Letztlich ham doch nur die Spieler
Mitgekämpft bei dem Turnier.

War'n denn auch andere beteiligt,
Die nun laut tönen: "Wir, wir, wir?"
Hat denn der Sieg das "Wir" geheiligt
Als Schlagzeile auf "Bild"-Papier?

Was aber bei 'ner Niederlage?
Wenn Sieg und Titel sind dahin?
Dann macht - das scheint ganz ohne Frage -
Das "Wir" urplötzlich keinen Sinn.

Dann wechseln viele schnell das Lager,
Und aus ist's mit dem "Wir"-Gefühl:
Aus "wir" mach "ihr", nämlich Versager
Und Flaschen in 'nem Trauerspiel.

Kaum jemand sagt: "Wir" ham verloren,
Fast jeder tönt: "Ihr wart so schlecht!"
Als hätt' das Schicksal sich verschworen
Und sich am "Wir"-Gefühl gerächt!

Das "Wir" gilt nur im Siegesfalle,
Bei Niederlagen sagt man "Ihr".
So machen es vielleicht nicht alle,
Doch die am Stammtisch und beim Bier.

Erich Ott, Osterburken

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