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 Roma

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Sunny
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BeitragThema: Roma   Fr 17 Sep 2010 - 12:38

das Eingangsposting lautete :



Berlin - Frankreichs Präsident Sarkozy hat mit Äußerungen, wonach auch Deutschland in den nächsten Wochen Roma-Lager räumen lassen will, für Verwirrung gesorgt.

"Frau Merkel hat mir ihre Absicht signalisiert, in den nächsten Wochen (Roma-)Lager räumen zu lassen. Dann werden wir sehen, welche Ruhe im politischen Leben in Deutschland herrschen wird", sagte Sarkozy auf einem EU-Gipfel in Brüssel. Regierungssprecher Seibert erklärte, die Bundeskanzlerin habe sich nicht zu Roma-Lagern in Deutschland oder gar zu deren Räumung geäußert. Auch EU-Diplomaten wiesen Sarkozys Darstellung zurück.

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Planesia2



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BeitragThema: Re: Roma   Di 21 Sep 2010 - 9:50

helpless Brumm schrieb:
hmm, bewusst haeb ich mich weitgehend aus des dissis ueber tuerken, migranten und sarrazin herausgehalten.
aus meiner sicht und machmeiner erfahrung ist es nicht ganz einfach mit deutschen diese themen zu behandeln.

statt aber die romatisch abge-/verklaerten zigeuner hoch zusingen ( alexandra) mal nur so nebenbei:

die meisten romas in frankreich sind buerger der EU ! also freie wahl des wohn-bzw aufenthaltortes.
wenn sie straffaellig werden-- gesetze wie jeder andere buerger. wenn sie keine wohnung haben.. siehe oben.

mit bzw nach welchem gesetz wird nun abgeschoben? wenn aber ein bedeutendes EU land dies gesetzlich verankern will--- wo ist dann die grenze? wieso gibt es in de so ein riesenwirbel, wenn man fehler der migrations politik aufzeigt-- andere dafuer einfach sich ueber alle abkommen hinwegsetzen?

romas sind neben marrokanern etc die "tuerken" spaniens. keiner kaeme hier auf die idee, sie abzuschieben.

euer " vorzeigeauslaender"

:gitarre:


romas sind neben marrokanern etc die "tuerken" spaniens. keiner kaeme hier auf die idee, sie abzuschieben.

Das ist richtig. In E gibt es "spanische" Gitanos und seit ein paar Jahren rumänische Roma.

Die span. Gitanos sind mehr oder weniger "eingebürgert" Rolling Eyes (sie machen sich teilweise unbeliebt, weil sie in leerstehende Häuser eindringen und von dort nicht mehr wegzubringen sind). Es gibt aber auch "Siedlungen", die nur aus ein paar Brettern, Wellblech und Zeltplane bestehen. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie zum Teil mit einem Stand auf dem Wochenmarkt. Ich habe jahrelang mit 2 Romafamilien in einem Haus gelebt. Die haben sich benommen, wie alle Anderen Mitbürger auch, aber ich habe eben auch etliche andere "Exemplare" kennen gelernt. Vor diesen hat man z.T. sogar Angst und es werden Richtlinien und Gesetze nicht vollzogen, weil man Schiss vor der Reaktion dieser Leute hat. Z. Tl. werden Anordnungen getroffen, die sich gegen die Gitanos richten, am Ende aber ALLE betreffen.

Was die rum. Roma betrifft, so tun die meisten in E das, was sie in D auch tun: Betteln. Inzwischen gibt es in E ein Gesetz, das das Betteln mit Kindern verbietet.

Wenn man in Ungarn durch ein Dorf fährt, sieht man sofort, wo die" Zigan" wohnen: Dort sind die Häuser runter gekommen und ungepflegt und oft liegt im Hof eine Menge Unrat und Schrott. Viele leben von der Sozialhilfe, und wenn Arbeit angeboten wird, dann haben sie keine Eile, diese (wenn überhaupt) anzunehmen. Die meisten Ungarn verdienen mit ihrer Arbeit nur wenig Geld und es macht sie natürlich verdrossen, wenn die Zigan Sozialhilfe kassieren (und extra staatl. Unterstützung bekommen, die andere "normale" Ungarn nicht bekommen),
Das (und andere Dinge) hat in Ungarn und auch in anderen Ostblockländern dazu geführt, dass diese Volksgruppe alles Andere als beliebt ist.
Ich schreibe jetzt hier nur Dinge, die ich selbst erlebt habe, aber ich glaube, das genügt für einen Überblick
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Aqualis



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BeitragThema: Re: Roma   Di 21 Sep 2010 - 19:32

Bei geschätzten maximal 120.000 Sinti und Roma in De beträgt deren Anteil an der deutschen Gesamtbevölkerung ca. 0,146%.
Okay, sie mögen nicht so reinlich sein wie sich das Liesbeth Küchenrolle vorstellt, die diese krümelfreie Ordnungsliebe zu ihrem Lebensgrundgesetz empor stilisiert hat, aber so richtig gefährlich scheinen sie nicht zu sein, denn, wie Diagame bereits anmerkte, rauschen die ihnen gern unterstellten Missetaten so gar nicht durch den deutschen Blätterwald. Die Wohl- und leider mehrheitlichen Schandtaten unserer ca. 120.000 Politiker aller Chargen hingegen füllen täglich jedes noch so kleine Käseblatt reichlich.

Hätte die Sargurke aus Französien nicht einige Zigeunerlager in den Himmel fahren lassen, würden sie auch weiterhin unbeachtet und relativ unschädlich vor sich hin leben.
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helpless Brumm



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BeitragThema: Re: Roma   Di 21 Sep 2010 - 22:10

ah, es geht um %? wieviel % vergewaltigen kinder? okok, das war polemisch.

mir geht es um was anderes.
da wurde mal auf dem weg zur globalisierung die eu festgezurrt mit ihren gesetzen. beim geringsten wind kann also ein staat der eu einseitig bestimmen, welche bevoelkerungsgruppe es loswerden will. so viel vertrauen kann man also einem gebilde wie der eu schenken. wo sind die grenzen? welche gruppe ( meist eine schwache)
wird in welchem land aus "not" ueber den jordan gehen?
mal uebtrieben: warum nicht die raucher? oder alle linkshaender? die steuerhinterzieher-- ups, da duerften zuviele politiker dabei sein. uebertreibung? ja sicher, aber das ganze zeigt auch wie wenig alles bisherige wert ist.

sehe eigentlich nur ich die perversitaet?
da zahlen die buerger billionen fuer die armen banken. danach fuer die verarmten laender. aufgrund dieser gelder zahlte griechenland als erste -- na??=-- jawoll. die bankschulden. allen voran goldmann.

der wahn des wirtschaftswachstums ist auch so etwas. 20 jahre 3-6% steigerung. rechnet mal aus wieviel waren dann nach 20 jahren hergestellt werden. die muessen ja irgendwo hin. jaja. und wofuer hat griechenland als 2. das geld der buerger ueberwiesen? jawoll, nach deutschland und frankreich-- fuer waffenkaeufe.

es geht nicht um die romas oder meine nachbarn. es geht um das willkuerliche haendling der politik. und der verkauf dieser handlungen an die massen.

so, es langt, geht waehlen, aber sagt nicht eure meinung.

:gitarre:
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Compumouse
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BeitragThema: Re: Roma   Mi 22 Sep 2010 - 8:44

Ein Leben am Rand der Gesellschaft

Die Debatte um die Abschiebung von Roma hat in Frankreich zuletzt für Empörung gesorgt. In Deutschland gilt seit 1. September ein Abkommen für die Rückführung von Roma aus dem Kosovo in ihre Heimat. Hilfsorganisationen beklagen sich über die Situation der Roma in Bayern.

Etwa 12.000 Sinti und Roma leben in Bayern. Die Sinti, die die Mehrheit darstellen, leben häufig seit vielen Jahren im Freistaat, dennoch gibt es immer noch Probleme, sagt Erich Schneeberger, Landesvorsitzender des Verbandes deutscher Sinti und Roma. Im Beruf befürchteten viele Diskriminierung, wenn sie offen zu ihrer Herkunft stünden. Dieses Phänomen, der sogenannte Antiziganismus, sei noch verbreitet. Die Folge: "Manche bekennen sich, andere sind dagegen nicht so selbstbewusst." Schneeberger sind Mobbingfälle bekannt. Sein Wunsch: die Gleichberechtigung in allen Bereichen des öffentlichen Lebens.

Angehörige der Roma in Bayern leben häufig in prekären Verhältnissen. Schwerpunkt ist München, wo viele bulgarische und rumänische Roma im Bahnhofsviertel nach Arbeit suchen. Hilfsorganisationen sprechen von rund 500 betroffenen Personen. Sie sind der bulgarischen und rumänischen Provinz entflohen, denn "in ihrer Heimat kämpfen diese Menschen um das nackte Überleben", sagt Wolfgang Dräxler von der Caritas. Die Frauen schlagen sich mit gelegentlichen Putzjobs durch, die Männer verdingen sich als Tagelöhner auf dem Bau. Eine Wohnung zu finden ist unmöglich, sagt Alexander Thal vom Flüchtlingsrat. Er nimmt die Probleme der Menschen ernst: "Wir wollen die Situation stabilisieren". Doch dafür fehlen finanzielle Mittel. Was er sich wünscht: Eine Anlaufstelle, die den Leuten eine Rückzugsmöglichkeit gewährt und Deutschkurse anbietet. Doch dafür fehlen finanzielle Mittel, die Zuständigkeiten sind unklar. "Die Kommunen und das Bundesamt für Migration schieben das Thema hin und her", beklagt Dräxler.
Rückführungsabkommen in Kraft getreten

Während für die Roma aus Bulgarien und Rumänien Reisefreiheit gilt, sind Roma, die aus dem Kosovo nach Deutschland geflüchtet sind, ausreisepflichtig. Grund: das Rückführungsabkommen zwischen Deutschland und dem Kosovo, das am 1. September 2010 in Kraft getreten ist. In Bayern betrifft diese Vereinbarung derzeit 49 Roma. Vier wurden bislang abgeschoben.

Laut einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung habe sich die gesellschaftliche Ausgrenzung der Roma in Europa seit Jahrhunderten verfestigt. Gewaltsame Übergriffe seien die Folge dieser Marginalisierung. Die geringe Schulbildung der Roma führe dazu, dass qualifizierte Jobs für sie unerreichbar seien. In Südosteuropa sei ein Leben am Rande der Gesellschaft laut Untersuchung besonders hart. Davon sind auch die ausreisepflichtigen Kosovo-Roma betroffen. "Im Kosovo erwartet sie ein Leben auf dem Müll", warnt Dräxler.

Quelle

Es war mir tatsächlich neu, dass es in Bayern doch so viele Sinti und Roma gibt.

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BeitragThema: Re: Roma   Mi 22 Sep 2010 - 11:35

helpless Brumm schrieb:
der wahn des wirtschaftswachstums ist auch so etwas. 20 jahre 3-6% steigerung. rechnet mal aus wieviel waren dann nach 20 jahren hergestellt werden.


Also wenn ich die Qualität einzelner Wirtschaftsgüter betrachte sehe ich da überhaupt kein Problem.
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Planesia2



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BeitragThema: Re: Roma   Do 23 Sep 2010 - 10:06

Compumouse schrieb:
Ein Leben am Rand der Gesellschaft

Die Debatte um die Abschiebung von Roma hat in Frankreich zuletzt für Empörung gesorgt. In Deutschland gilt seit 1. September ein Abkommen für die Rückführung von Roma aus dem Kosovo in ihre Heimat. Hilfsorganisationen beklagen sich über die Situation der Roma in Bayern.

Etwa 12.000 Sinti und Roma leben in Bayern. Die Sinti, die die Mehrheit darstellen, leben häufig seit vielen Jahren im Freistaat, dennoch gibt es immer noch Probleme, sagt Erich Schneeberger, Landesvorsitzender des Verbandes deutscher Sinti und Roma. Im Beruf befürchteten viele Diskriminierung, wenn sie offen zu ihrer Herkunft stünden. Dieses Phänomen, der sogenannte Antiziganismus, sei noch verbreitet. Die Folge: "Manche bekennen sich, andere sind dagegen nicht so selbstbewusst." Schneeberger sind Mobbingfälle bekannt. Sein Wunsch: die Gleichberechtigung in allen Bereichen des öffentlichen Lebens.
Gemobbt wird fast überall aus den verschiedensten Gründen - insofern sind die Sinti/Roma keine Ausnahme

Angehörige der Roma in Bayern leben häufig in prekären Verhältnissen. Schwerpunkt ist München, wo viele bulgarische und rumänische Roma im Bahnhofsviertel nach Arbeit suchen. Hilfsorganisationen sprechen von rund 500 betroffenen Personen. Sie sind der bulgarischen und rumänischen Provinz entflohen, denn "in ihrer Heimat kämpfen diese Menschen um das nackte Überleben", sagt Wolfgang Dräxler von der Caritas. Die Frauen schlagen sich mit gelegentlichen Putzjobs durch, die Männer verdingen sich als Tagelöhner auf dem Bau.
Das müssen Andere auch - sogar Deutsche
Eine Wohnung zu finden ist unmöglich, sagt Alexander Thal vom Flüchtlingsrat.
Deutsche in der o.g. Situation hätten die gleichen Probleme
Er nimmt die Probleme der Menschen ernst: "Wir wollen die Situation stabilisieren". Doch dafür fehlen finanzielle Mittel. Was er sich wünscht: Eine Anlaufstelle, die den Leuten eine Rückzugsmöglichkeit gewährt und Deutschkurse anbietet.
Wenn man eine Fremdsprache lernen will, muss man nicht unbedingt in Kurse gehen. Kinder gehen auch nicht in Kurse um ihre Muttersprache zu lernen. (Ich habe auch 3 Fremdsprachen ohne Kurse gelernt)

Doch dafür fehlen finanzielle Mittel, die Zuständigkeiten sind unklar. "Die Kommunen und das Bundesamt für Migration schieben das Thema hin und her", beklagt Dräxler.
Rückführungsabkommen in Kraft getreten

Während für die Roma aus Bulgarien und Rumänien Reisefreiheit gilt, sind Roma, die aus dem Kosovo nach Deutschland geflüchtet sind, ausreisepflichtig. Grund: das Rückführungsabkommen zwischen Deutschland und dem Kosovo, das am 1. September 2010 in Kraft getreten ist. In Bayern betrifft diese Vereinbarung derzeit 49 Roma. Vier wurden bislang abgeschoben. Dann ist das halt (ein blödes) Gesetz und kann evtl. angefochten werden

Laut einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung habe sich die gesellschaftliche Ausgrenzung der Roma in Europa seit Jahrhunderten verfestigt. Gewaltsame Übergriffe seien die Folge dieser Marginalisierung. Die geringe Schulbildung der Roma führe dazu, dass qualifizierte Jobs für sie unerreichbar seien.
Klar, und die Leute dieser Bevölkerungsgruppen sind ach so unschuldig daran? Vielleicht habe ich das hier schon einmal geschrieben, ich weiss es nicht, deshalb schreibe ich es (noch einmal): In der Schulklasse meiner Tochter gab es auch "Giatanas". Sie fielen dadurch auf, dass sie dem Unterricht oft wochenlang fern blieben. Angeblich mussten sie die Geschwister hüten oder bei irgend etwas helfen. Oft hatten sie auch keine Lust, was sie selbst zugegeben haben. Schulbücher hatten sie keine. Sie verliessen sich darauf, mit den MitschülerInnen die Bücher teilen zu können. Wurden sie befragt, warum sie keine Schulbücher hatten, hiess es, sie hätten kein Geld. Daraufhin hat das Rathaus diesen Familien Geld für Schulbücher gegeben - danach hatten diese SchülerInnen aber immer noch keine Schulbücher. Im nächsten Jahr hat das Rathaus dann kein Geld mehr für Schulbücher gegeben, sondern die Schulbücher direkt verteilt. Ergebnis: Sie haben ihre Schulbücher verkauft und sassen immer noch Ohne im Unterricht. Soviel zum Bildungsdefizit der Sinti/Roma/Gitanos/Zigan etc....

In Südosteuropa sei ein Leben am Rande der Gesellschaft laut Untersuchung besonders hart. Davon sind auch die ausreisepflichtigen Kosovo-Roma betroffen. "Im Kosovo erwartet sie ein Leben auf dem Müll", warnt Dräxler.
Das trifft bei Weitem nicht auf Alle zu. "Integrierte" haben nicht solche Probleme. Und noch was: Diese Vorurteile haben sich andere Leute sicher nicht ausgedacht - die Gründe dafür waren garantiert einmal real

Quelle

Es war mir tatsächlich neu, dass es in Bayern doch so viele Sinti und Roma gibt.
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BeitragThema: Re: Roma   Do 23 Sep 2010 - 10:52

Warum spricht man so verschüchtert von der Vergangenheit? Es ist doch
sicher nicht fremdenfeindlich wenn man zur Kenntnis nimmt das es viele
in der integrationsfernen mobilen Minderheit gibt die ein gestörtes
Verhältnis zum fremden Eigentum haben.

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BeitragThema: Re: Roma   Do 23 Sep 2010 - 11:00

Planesia2 schrieb:
Compumouse schrieb:
Ein Leben am Rand der Gesellschaft

Die Debatte um die Abschiebung von Roma hat in Frankreich zuletzt für Empörung gesorgt. In Deutschland gilt seit 1. September ein Abkommen für die Rückführung von Roma aus dem Kosovo in ihre Heimat. Hilfsorganisationen beklagen sich über die Situation der Roma in Bayern.

Etwa 12.000 Sinti und Roma leben in Bayern. Die Sinti, die die Mehrheit darstellen, leben häufig seit vielen Jahren im Freistaat, dennoch gibt es immer noch Probleme, sagt Erich Schneeberger, Landesvorsitzender des Verbandes deutscher Sinti und Roma. Im Beruf befürchteten viele Diskriminierung, wenn sie offen zu ihrer Herkunft stünden. Dieses Phänomen, der sogenannte Antiziganismus, sei noch verbreitet. Die Folge: "Manche bekennen sich, andere sind dagegen nicht so selbstbewusst." Schneeberger sind Mobbingfälle bekannt. Sein Wunsch: die Gleichberechtigung in allen Bereichen des öffentlichen Lebens.
Gemobbt wird fast überall aus den verschiedensten Gründen - insofern sind die Sinti/Roma keine Ausnahme

Angehörige der Roma in Bayern leben häufig in prekären Verhältnissen. Schwerpunkt ist München, wo viele bulgarische und rumänische Roma im Bahnhofsviertel nach Arbeit suchen. Hilfsorganisationen sprechen von rund 500 betroffenen Personen. Sie sind der bulgarischen und rumänischen Provinz entflohen, denn "in ihrer Heimat kämpfen diese Menschen um das nackte Überleben", sagt Wolfgang Dräxler von der Caritas. Die Frauen schlagen sich mit gelegentlichen Putzjobs durch, die Männer verdingen sich als Tagelöhner auf dem Bau.
Das müssen Andere auch - sogar Deutsche
Eine Wohnung zu finden ist unmöglich, sagt Alexander Thal vom Flüchtlingsrat.
Deutsche in der o.g. Situation hätten die gleichen Probleme
Er nimmt die Probleme der Menschen ernst: "Wir wollen die Situation stabilisieren". Doch dafür fehlen finanzielle Mittel. Was er sich wünscht: Eine Anlaufstelle, die den Leuten eine Rückzugsmöglichkeit gewährt und Deutschkurse anbietet.
Wenn man eine Fremdsprache lernen will, muss man nicht unbedingt in Kurse gehen. Kinder gehen auch nicht in Kurse um ihre Muttersprache zu lernen. (Ich habe auch 3 Fremdsprachen ohne Kurse gelernt)

Doch dafür fehlen finanzielle Mittel, die Zuständigkeiten sind unklar. "Die Kommunen und das Bundesamt für Migration schieben das Thema hin und her", beklagt Dräxler.
Rückführungsabkommen in Kraft getreten

Während für die Roma aus Bulgarien und Rumänien Reisefreiheit gilt, sind Roma, die aus dem Kosovo nach Deutschland geflüchtet sind, ausreisepflichtig. Grund: das Rückführungsabkommen zwischen Deutschland und dem Kosovo, das am 1. September 2010 in Kraft getreten ist. In Bayern betrifft diese Vereinbarung derzeit 49 Roma. Vier wurden bislang abgeschoben. Dann ist das halt (ein blödes) Gesetz und kann evtl. angefochten werden

Laut einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung habe sich die gesellschaftliche Ausgrenzung der Roma in Europa seit Jahrhunderten verfestigt. Gewaltsame Übergriffe seien die Folge dieser Marginalisierung. Die geringe Schulbildung der Roma führe dazu, dass qualifizierte Jobs für sie unerreichbar seien.
Klar, und die Leute dieser Bevölkerungsgruppen sind ach so unschuldig daran? Vielleicht habe ich das hier schon einmal geschrieben, ich weiss es nicht, deshalb schreibe ich es (noch einmal): In der Schulklasse meiner Tochter gab es auch "Giatanas". Sie fielen dadurch auf, dass sie dem Unterricht oft wochenlang fern blieben. Angeblich mussten sie die Geschwister hüten oder bei irgend etwas helfen. Oft hatten sie auch keine Lust, was sie selbst zugegeben haben. Schulbücher hatten sie keine. Sie verliessen sich darauf, mit den MitschülerInnen die Bücher teilen zu können. Wurden sie befragt, warum sie keine Schulbücher hatten, hiess es, sie hätten kein Geld. Daraufhin hat das Rathaus diesen Familien Geld für Schulbücher gegeben - danach hatten diese SchülerInnen aber immer noch keine Schulbücher. Im nächsten Jahr hat das Rathaus dann kein Geld mehr für Schulbücher gegeben, sondern die Schulbücher direkt verteilt. Ergebnis: Sie haben ihre Schulbücher verkauft und sassen immer noch Ohne im Unterricht. Soviel zum Bildungsdefizit der Sinti/Roma/Gitanos/Zigan etc....

In Südosteuropa sei ein Leben am Rande der Gesellschaft laut Untersuchung besonders hart. Davon sind auch die ausreisepflichtigen Kosovo-Roma betroffen. "Im Kosovo erwartet sie ein Leben auf dem Müll", warnt Dräxler.
Das trifft bei Weitem nicht auf Alle zu. "Integrierte" haben nicht solche Probleme. Und noch was: Diese Vorurteile haben sich andere Leute sicher nicht ausgedacht - die Gründe dafür waren garantiert einmal real

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BeitragThema: Re: Roma   Fr 24 Sep 2010 - 12:31

DAS Thema hatte ich gar nicht angesprochen....
Diese Volksgruppen haben jeweils ihren eigenen "Ehrenkodex" und der sieht offensichtlich anders aus, als die üblichen Landesgesetze.

Eine eher amüsante Begebenheit: Ein Bekannter von mir (ehemaliger Boxer) hatte sich in Spanien mitten im Gitanosgebiet ein Häuschen gekauft. Anfangs gab es Schwierigkeiten, aber irgendwann bekam einer der "Häuptlinge" mal von meinem Bekannten "eins auf die 12". Von da ab herrschte Ruhe und respektvoler Umgang und wenn mein Bekanter mal längere Zeit wegfuhr, passten die Gitanos auf sein Häuschen auf...
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digame



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BeitragThema: Re: Roma   Fr 24 Sep 2010 - 23:08

Vor Jahren erhandelte ich einmal von einer jungen Rumänin in der Budapester Markthalle zwei wunderschöne Tischdecken - schwere Baumwolle, reich und trotzdem dezent bestickt - zu einem Spottpreis. Das Mädchen tat mir anschließend leid, aber Handeln ist nun mal mein Hobby. Ob sie Zigeunerin war, weiß ich nicht.

Die beiden Tischdecken sind trotz häufigen Gebrauchs auch heute noch wie neu.

In meiner Jugend rauchte ich auch eine Zeit lang Gitanes.
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