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 Das Auswärtige Amt und der Holocaust

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Planesia2



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BeitragThema: Das Auswärtige Amt und der Holocaust   So 24 Okt 2010 - 9:30

Deutsche Diplomaten waren tief in Holocaust verstrickt

Das Auswärtige Amt hat nach Recherchen von Historikern maßgeblich an der Ermordung der europäischen Juden während des Zweiten Weltkriegs mitgewirkt. Das berichteten der "Spiegel" und die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" übereinstimmend unter Berufung auf einen vom ehemaligen Außenminister Joschka Fischer (Grüne) in Auftrag gegebene Studie. "Das Auswärtige Amt war eine verbrecherische Organisation", sagte der Kommissionsleiter, der Marburger Historiker Eckart Conze, dem "Spiegel".
weiter:
http://de.news.yahoo.com/2/20101023/tpl-deutsche-diplomaten-waren-tief-in-ho-ee974b3.html
http://www.sueddeutsche.de/politik/das-auswaertige-amt-und-der-holocaust-grund-der-dienstreise-liquidation-von-juden-1.1015311

Da gibt es an Aufarbeitung noch viel zu tun....
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Aqualis



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BeitragThema: Re: Das Auswärtige Amt und der Holocaust   So 24 Okt 2010 - 11:23

Am 30.01.1933 wird Adolf Hitler, der Kopf der Judenmörderbande, von Hindenburg als Reichskanzler vereidigt. Ist damit das Amt des Kanzlers automatisch und für immer das Amt eines Verbrechers? Waren bzw. sind die Nachkriegskanzler von Adenauer bis Merkel in Wahrheit die Köpfe einer Verbrecherorganisation namens Bundestag? Oder was will uns die Überschrift des 'sensationellen' Artikels verticken? Korrekt hätte der Artikel damit beginnen müssen, dass es sich um das Außenministerium des Naziregimes handelt und nicht, wie irrtümlich bei derartiger Formulierung angenommen werden muss, um das heutige Außenministerium.
Im Übrigen: Glaubt denn, außer dem Autor des Artikels, ernsthaft jemand daran, dass es in einer mörderischen Diktatur ein Ministerium gegeben haben könnte, welches nicht linientreu die Maximen des Diktators zu verwirklichen trachtete? Okay, irgend etwas soll ja in der Zeitung stehen, aber es muss ja nicht gleich aus einer ollen Kamelle ein reißerischer Altweibersommerlochstopfartikel zusammengeschustert werden.
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Compumouse
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BeitragThema: Re: Das Auswärtige Amt und der Holocaust   So 24 Okt 2010 - 11:27

Ich denke mal, dass von denen eh schon lange keiner mehr lebt. Was interessiert das dann noch? Zur Rechenschaft kann sowieso keiner mehr gezogen werden. Ich bin auch der Meinung, dass endlich mal Schluss damit sein muss, das immer wieder hoch aufzuhängen. Ich persönlich brauche sicher keine Aufarbeitung.

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BeitragThema: Re: Das Auswärtige Amt und der Holocaust   So 24 Okt 2010 - 12:33

seh ich ganz genauso!
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Planesia2



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BeitragThema: Re: Das Auswärtige Amt und der Holocaust   Di 26 Okt 2010 - 12:37

Sehe ich im Prinzip auch so: diesen ganzen Nazikram habe ich satt bis oben hin, zumal ich nach Kriegsende geboren bin, aber:
Ich finde es nicht gut, dass Leute, die entsprechend Dreck am Stecken haben auch noch dicke Pensionen beziehen/bezogen oder einen offiziellen Nachruf bekommen, und zwar ganz besonders dann nicht, wenn man heute Stasi-Mitarbeiter zur Rechenschaft zieht für Dinge, die sie während des DDR-Regimes getan haben. (Abgesehen davon gibt es noch genügend Leute, die unter diesen Verbrechern gelitten haben - auch wenn sie jetzt schon sehr alt sind. Ich denke, die haben das Recht auf eine Antwort bzw. Aufklärung.)

In dem Fall sollte doch "gleiches Recht für Alle" gelten. Abgesehen davon ist es besser, D arbeitet solche Dinge selbst auf, als dass sie vom Ausland ausgegraben werden und D dann unter Druck gesetzt wird.

Hier ein Interview, wie es zu den Nachforschungen kam:

Das ist jetzt der Nachruf, den sie wollten
In seiner Zeit als Außenminister setzte Joschka Fischer eine Historikerkommission ein, um die Geschichte seines Hauses aufarbeiten zu lassen. Im Gespräch mit Frank Schirrmacher begündet er diesen Schritt und zeigt sich entsetzt über das Ergebnis.

Wie ist es zur historischen Aufarbeitung gekommen? Sie haben diese Kommission durchgesetzt.
Marga Henseler war letztendlich der Auslösefaktor, vergessen Sie die alte Dame nicht. Sie hat einen Brief geschrieben, der das Ganze ins Rollen brachte. Und dieser Brief erreichte mich nicht. Marga Henseler war selber in Gestapo-Haft in Brüssel, muss Todesängste gehabt haben, wurde auch bedroht: „Du kommst nach Ravensbrück“, all diese Dinge. Und als sie den Nachruf auf Nüßlein las . . .
. . . der als Generalstaatsanwalt in Prag für 900 Todesurteile verantwortlich war . . .

. . . hat sie mir einen empörten Brief geschrieben. „Wie können Sie denn nur . . .“ Und: „Wissen Sie nicht, dass . . .“ Der kam nicht an, sondern wurde von der Bürokratie beantwortet.

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