Hallo ihr Lieben...Unlängst wurde ich schwer gescholten weil ich frevelhafterweise die hiesigen
Dreibettzimmer als "AOK"-Säle tituliert habe. Ich habe dazu, geprägt von den
aktuellen Ereignissen (die keineswegs Einzelfälle sind), diesen Thread eröffnet
damit aus deiner Sicht Ereignisse und Situationen geschildert werden können.1.) ZweibettzimmerAn meinem Aufnahmetag kam ich nicht gleich auf meine Zielstation sondern in
die Aufnahmestation. Noch mit Glück, es war ein Zweibettzimmer. Toilette auf
dem Zimmer, zwei Waschgelegenheiten und eine Dusche.
Leider war mein "Zimmerpartner" ein sehr betagter Mann, ausgeprägte Demenz
und ohne fremde Hilfe nicht bewegungsfähig. Er hat viel geschlafen, aber mit
einer Geräuschkulisse die ein rasches Ableben vermuten ließ.
2.) DreibettzimmerNoch am gleichen Tag wurde ich auf meine Wunschstation verlegt, allerdings in
ein Dreibettzimmer. Eine Waschgelegenheit, Toilette/Dusche auf dem Flur, die
Betten so eng stehend das kaum das Nachtschränkchen dazwischen passt. Und
hier verschärfe ich meine Wortwahl, das war ein AOK-Auffanglager!
Der zweite im Zimmer war ja noch genehm, dann wurde aber ein alter Mann aus
dem osteuropäishen Raum dazugelegt der neben den üblichen Demenzerscheinungen
auch gern vergaß wo die Toilette ist. Er urinierte und kotete wo es grad (nicht) passte,
vorzugsweise zur Essenszeit. Wenn er die Toilette fand dann wurde sie für Nachfolger
unbenutzbar hinterlassen. Grundsätzlich hinterließ er einen penetranten Körpergeruch,
man konnte auch nicht genau erkennen ob seine Zehen schon abfaulten oder "nur"
sehr schmutzig waren.
Das sind keine Einzelfälle, das ist Alltag in den Krankenhäusern. Sie müssen diese Leute
aufnehmen, Als Patient habe ich schon erst recht keine Wahl, wen ich auf dem Zimmer
haben möchte.
Aber um mir genau das zu gönnen, eben nicht mit sterbenden oder dem geschilderten
Typen in einem Raum liegen zu müssen zahle ich gerne zu meiner "GKV" aus der eigenen
Tasche dazu und gönne mir dann das:
3.) EinzelzimmerHier konnte ich dann die Nacht in Ruhe und ohne Störgeräusche und -gerüche verbringen.


