Da ich leidenschaftliche Kinogängerin bin war es meinem Mann an unserem Hochzeitstag ein An liegen mit mir ins Kino zu gehen.
Wir hatten extra die 17 Uhr Vorstellung gewählt, in der Annahme da ists ruhig, nix da!
Das war rappelvoll und völlig ausverkauft das Kino, denn der Regisseur des Films war anwesend und hat vor dem FIlm interessante Geschichten vom Set erzählt und wieso er was wie gedreht hat.
Das fand ich sehr interessant. Mal ein ganz anderer Start, vor allem fiel dadurch die lange Werbpause komplett aus!
Titel: Die Buddenbrooks (D 2008)
Regie: Heinrich Breloer
Darsteller: Arnim Müller- Stahl, August Diehl, Mark Waschke, Jessica SChwarz, Iris Berben u.A.
Genere: Familiendrama
Im Netz unter:
http://www.buddenbrooks-derfilm.de/ Zum Inhalt...
Nun ja wer kennt die Geschichte nicht?
Sie wurde zahlreich gelesen, im Theater aufgeführt und natürlich auch schon einmal verfilmt damals in schwarz- weiß.
Lübeck Mitte des 19 Jahrhunderts.
Die Welt steht kurz vor der Industriellen Revolution, Die Erfindung der Dampfmaschiene verändnert die Welt und somit leitet auch dies über kurz oder lang den Niedergang der Familie Buddenbrook ein, die hier im Grunde von Thomas Mann als Beispiel steht für soviele Familien in verschiedenen Städten dieser Welt.
Konsul Buddenbrook, seine Frau Betsy und seine drei Kinder, Thomas, Christian und Antonia leben in der aufstrebenden Wirtschaftsmetroploe als eine
wohlhabende Patrizierfamilie die seit Generationen im Getreidehandel tätig ist.
Die Firma steht über jedem Privaten.
Privat und Geschäft ist untrennbar miteinander verwoben.
Darin besteht aber auch Gefahr.
Tochter Tony lässt ihre unstandesgemäße Liebe zeihn und wird "gewinnbringend" verheitatet, was sich jedoch als Flopp erweist,
denn Herr Grünlich erweist sich als Betrüger und Mitgiftjäger. Auch eine weitere Verbindung endet in der Trennung.
Der älteste Sohn Thomas übernimmt die Geschäfte als das Oberhaupt Jean Buddenbrook stirbt.
Er reibt sich für die Firma komplett auf und versucht den Stand und das Geschäft im Sinne der Buddenbrooks zu erhalten, was ihn innerlich jedoch komplett erschöpft.
Seine Frau Gerda lebt nur für ihre Musik, für die Thomas keine Zeit hat , da er sich um die Firma kümmern muß.
Der gemeinsame Sohn Hanno hat seinen Unmut auszuhalten, da er eher nach der Mutter schlägt und eher musisches, denn kaufmännisches Interesse hegt.
Christian der Jüngste der Buddenbrooks kommt mit dem Druck der Familie nciht zurecht und flüchtet sich in die Theaterszenerie und bringt sein Geld als Lebemann durch.
In dem Film wird natürlich nicht das komplette Buch so abverfilmt, aber die Momente die wirklich wichtig sind, um das Lebensgefühl der damaligen Zeit zu erfassen und die die Momente der Schwäche aufzeigen, an denen letztlich die ganze Familie scheitert werden sehr gut dargestellt und schauspielerisch hervorragend umgesetzt.
Die Ausstattung des Films ist hervorragend und auch die "Bildgewalt".
Mir hat das sehr gefallen und ich fand den Film sehr schön und berührend.
Er kommt natürlich im Kino auch sehr gut rüber auf der großen Leinwand, schon die Ballszenerien und Lübeck im Morgennebel.
Wirklich sehr schöne Bilder!
Sehr sehenswert und mal so angenhem "unamerikanisch"
Wunderschöne Klassikerverfilmung.
Zu empfehlen!
LG PC