Ich habe heute Mittag in planet e einen Bericht über Asbest gesehen und er hat mich echt schockiert. Dass Asbest gefährlich und inzwischen verboten ist war mir klar, nicht jedoch wie viele Opfer der Asbest fordert. Hier ein Auszug aus dem Bericht:
Asbest ist kein Fluch der Vergangenheit. Die Faser tötet in der Gegenwart. Heute. Jeden Tag. Es ist ein stiller, qualvoller Tod, den in Deutschland rund 1300 Menschen jährlich erleiden. Durch die krebsauslösenden, winzigen Mineralfasern sterben mehr Menschen als durch Berufsunfälle. Das heimtückische daran: Der Tod tritt erst als Spätfolge nach Jahrzehnten ein. Europaweit erwartet die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), dass bis zum Jahr 2030 eine halbe Million Menschen Opfer von Asbest geworden sein werden.
Einst als „Wunderwerkstoff“ gepriesen, weil besonders fest und zudem hitzebeständig, wurde Asbest massenhaft eingesetzt. Es steckt in tausenden Produkten. In Leitungen, Wänden, Dächern und sogar in Elektrogeräten. Mit dem Verbot im Jahr 1993 galten die Probleme von amtswegen als gelöst. Ein Trugschluss. Denn die Fasern halten praktisch ewig und tauchen mit ihrer verheerenden Wirkung immer wieder auf. Oft auch im Zusammenhang mit Sanierungen. Das bedeutet etliche Milliarden Euro Sanierungskosten und das bei leeren Kassen in vielen Kommunen. Wer das Geld nicht hat, ignoriert oft die Gefahr. Können wir uns das erlauben?
Auch wenn Asbest in Deutschland im Jahr 1993 verboten wurde, muss wegen der langen Zeit, bis eine Erkrankung ausbricht, weiterhin mit schweren Erkrankungen und Todesfällen gerechnet werden. Hinzu kommt, das auch nach dem Asbestverbot weiterhin zahlreiche Personen mit der gefährlichen Faser in Kontakt gekommen sind. Etwa Heimwerker, die asbesthaltige Bodenbeläge oder Fliesenkleber aus ihren vier Wänden entfernt haben. Gerade hier lauern besondere Gefahren. Denn kaum ein Heimwerker weiß, welche Baustoffe belastet sind. Und noch viel weniger, wie man sich vor ihnen schützt. So wird es noch jahrzehntelang Asbest-Opfer geben. Nicht wenige von ihnen völlig ahnungslos, woher die tödlichen Erkrankungen kommen.
Ich erinnere mich... In den 70igern hatten wir eine sehr kleine Küche und Herd und Kühlschrank standen direkt nebeneinander. Damit die Hitze vom Herd nicht auf den Kühlschrank überging kam einfach eine Asbestplatte dazwischen. Ich möchte nicht wissen, in wie vielen Häusern und Wohnungen sich heute immer noch Asbest befindet.
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Liebe Grüße
Compumouse