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 Der Fall Mollath

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BeitragThema: Der Fall Mollath   Mo 17 Jun 2013 - 22:19

Ich weiß nicht, ob ihr diesen Fall im TV oder in der Presse verfolgt habt, aber mich beschäftigt das schon einige Zeit. Da wird ein Mann in die Psychiatrie eingewiesen, weil er 2003 - zwar mit wirren Thesen und Papieren- aber dennoch in Teilen zutreffend auf ein Schwarzgeldsystem der Hypovereinsbank hinweist. Auch seine Frau soll daran beteiligt sein. Man glaubt ihm nicht, er gilt deshalb als wahnsinnig und gefährlich. Seine Frau soll er gewürgt, 129 Autoreifen angestochen haben. Geldverschiebungen der Bank sind inzwischen bewiesen. Ein Gericht stellt die Gewalttaten Mollaths fest, aber Kritiker überzeugen die Beweise nicht.

Der Fall Mollath bringt die bayerische Justizministerin in Bedrängnis und vor den Untersuchungsausschuss des Landtages. Die Opposition wirft Merk vor, mehrfach die Unwahrheit gesagt zu haben; die weist die Vorwürfe zurück – und gibt Mollath eine Mitschuld.

Gustl Mollath soll unter Wahnvorstellungen leiden und seine Ex-Frau misshandelt haben. Deshalb ist er seit sieben Jahren in der Psychiatrie. Alles ein Komplott? Mit Hilfe eines tatkräftigen Anwalts, seiner Webseite und vieler Medienberichte hat es der 56-jährige Nürnberger zu großer Bekanntheit gebracht. Glaubt man Mollath, so ist er Opfer eines „entgleisten Justiz- und Regierungssystems“, das Schwarzgeldgeschäfte in der Schweiz verdecken und ihn deshalb mundtot machen wollte.

Tatsächlich gibt es an seiner Festsetzung inzwischen erhebliche Zweifel. Die bayerische Justizministerin Beate Merk hatte sich 2012 zunächst monatelang vor die Justiz gestellt – und dann Ende November in einer abrupten Kehrtwende einen Wiederaufnahmeantrag der Staatsanwaltschaft angeordnet. Nun saß Merk im Zeugenstuhl im Untersuchungsausschuss des Landtags.

Von den Vertretern der Oppositionsparteien wurde die Justizministerin geradezu mit Detailfragen „gegrillt“, manche redeten sich in Rage. Neue Erkenntnisse waren dennoch rar. Bei vielen der angebrachten Punkte berief sich Merk auf ihre Nicht-Zuständigkeit und rückte auch ansonsten kaum von ihren Positionen ab.


Weiterlesen und Quelle

Auf mich wirkt dieser Mann so normal. Aber sieht man Menschen psychische Störungen an? Irgendwie glaube ich ihm und ich finde es schlimm, dass nach der ersten Anhörung der nächste Termin erst 2014 ist.

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Mo 17 Jun 2013 - 22:25

Ein von Unbekannten gefälschter Gerichtsbeschluss hat heute beinahe zur Entlassung von Gustl Mollath aus der Psychiatrie geführt. Im Glauben an die Echtheit des Dokuments habe er Mollath am Montagmorgen eröffnet, sofort ein freier Mann zu sein, sagte der stellvertretende Leiter der Forensischen Klinik Bayreuth, Michael Zappe.

Er bestätigte damit eine Mitteilung von Mollaths Anwalt Gerhard Strate. Nach dem gefälschten Gerichtsbeschluss hätte Mollath noch am Montag entlassen werden müssen.

Zappe berichtete weiter, ihm seien jedoch einige Passagen in dem Fax "ungewöhnlich" erschienen. Daher habe er sich telefonisch beim Landgericht Regensburg rückversichert. "Dort hat man mir dann mitgeteilt, dass der Gerichtsbeschluss eine Fälschung ist", sagte Zappe.

Er habe daraufhin Mollath zu seinem Bedauern mitteilen müssen, dass er vorerst weiter in der Klinik bleiben müsse. Zwischen der Ankündigung von Mollaths Entlassung und dem Widerruf habe eine gute halbe Stunde gelegen.

Quelle

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Di 18 Jun 2013 - 5:11

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bishervon diesem Fall nur irgendwo  ganz am Rande mal etwas gelesen oder gehört hatte. Muss mich mal einlesen. Was ich gerade im Moment gar nicht verstehe ist, wie kann man denn einen Gerichtsbeschluß fälschen? Also, ich meine, wenn da jemand dem Mollath helfen will, kann eine solche Aktion letztlich doch nur nach Hinten losgehen. Wie man sieht, ist es ja auch schnell herausgekommen.

Diese vermeintliche Hilfe (ich denke mal, so war die Fälschung des Beschlusses gedacht) ist ja für  Mollath nun ganz schrecklich! Da denkt er erst, er kommt frei und ein paar Augenblicke später ist die Hoffnung dahin. Wenn er dabei psychopatisch wird, ist's dann kein Wunder.

Im übrigen: In dubio pro reo. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass der Molath unschudig ist. Aber gegen Banker anstinken ... oh je... das wird sicher ein Kampf wie David gegen Goliath.

Aber dies nur mein erster impulsiver Gedanke. Wie gesagt: ich muss mich erstmal einlesen in diese "Geschichte" ...

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Di 18 Jun 2013 - 20:01

Meine Meinung: Mollath wußte zuviel und mußte mundtot gemacht werden.

Dass sein Fall nochmal an die Öffentlichkeit kommt, hatte das "Sytem" nicht vorgesehen.


Sehenswert:

Der Kommentar des damaligen beisitzenden Schöffen:

https://www.youtube.com/watch?v=MVsPnreD94k

Mollath selber:

https://www.youtube.com/watch?v=Ib3SxLnzncM

und die m.E. sehenswerte Dokumentation:

https://www.youtube.com/watch?v=8z99MO8uv2U


Zuletzt von Klaus am Di 18 Jun 2013 - 22:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Di 18 Jun 2013 - 20:09

gut Danke Klaus, die Links werde ich mir am Wochenende ansehen, wenn ich mehr Zeit habe, denn der Fall interessiert mich wirklich.

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Mi 19 Jun 2013 - 18:44

http://www.donaukurier.de/lokales/hilpoltstein/Roth-Der-Mann-der-zu-viel-wusste;art596,2771501

Es gibt auch das Buch zur Affäre Mollath.

Zugegeben, wundern würde es mich nicht, wenn Gustl Mollath die Wahrheit gesagt hätte. 
Ohne psychiatrisches Gutachten, sondern nur nach einem Gerichtsurteil, konnte er diskret in der psychiatrischen Versenkung unsicht- und unhörbar gemacht werden. Das liest sich wie eine Posse aus feudalen Zeiten oder aus Zeiten stalinistischem Diktatorennarzissmus. Kommt aber offensichtlich auch in Demokratien vor, in denen dem Volk die Parlamentskontrolle entzogen wurde und wo das Parlament sich dann realitätsfern als bevollmächtigte Obrigkeit wähnt und gern auch mal an den eigenen Taschenfüllvorteil denkt.
Solche 'Affären' funzen allerdings immer nur in 'geschlossenen' Systemen. Aber GsD sind wir noch nicht zu einer Einparteidiktatur verkommen und deshalb findet sich immer ein oppositionelles Wühlmäuschen, welches die Leiche im Affärenkeller der Regierungspartei aufspürt.
Ich lebe gern in Bayern und wähle die Partei, bei der ich das Gefühl habe, dass ich auch in den nächsten Jahrzehnten gern in Bayern leben kann und werde. Und das ist nun einmal die CSU. Nicht weil dieser Verein mir wahnsinnig sympathisch ist, sondern schlicht und ergreifend, weil es mir unter deren Regentschaft sehr gut in Bayern geht. Trotzdem kot...bricht mich das widerliche Gekungel, Gemauschel und intrigante Geschacher gerade dieser Partei maßlos an.

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Do 20 Jun 2013 - 0:12

Unter "Affären" verstehe ich ganz andere Dinge.

Man darf das ruhig als Skandal bezeichnen und kein kleiner.
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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Do 20 Jun 2013 - 5:41

Da gibt es dann noch die Partei der Nichtwähler. Für diejenigen, die sich wie Aqualis, von ihrer "Stammpartei" angeko angebrochen fühlen:

http://www.parteidernichtwaehler.de/

und: solche und ähnliche Skandale sind ja bekanntlich leider nicht nur in der Politik zu beklagen.
Gemauschelt, vertuscht, betrogen wird überall. Da gibt es z.B. die große, wunderbare Societe Generale, die ihren Trader solange wissentlich Börsengeschäfte machen läßt wie es Gewinn bringt. Als er sich verkalkuliert, haben die großen Bosse nichts gewußt, sind empört und der Mann wandert in den Knast ...

Jerome Kerviell: "Nur ein Rad im Getriebe"

http://www.amazon.de/Nur-ein-Rad-Getriebe-Memoiren/dp/3898796183

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   So 23 Jun 2013 - 11:50

Wie ich gestern in den Nachrichten gehört habe, beschäftigt sich nun auch das Bundesverfassungsgericht mit dem Fall Mollath und fordert eine Stellungnahme. Ob dies das ganze Verfahren beschleunigen wird?

Immerhin sitzt Mollath bereits seit fast 7 Jahren in der Psychiatrie. Im Januar 2012 hat sein Anwalt Verfassungsbeschwerde eingereicht und es dauerte über ein Jahr bis es überhaupt zu einer Anhörung kam. Innerhalb der nächsten 2 Monate will das Gericht prüfen, ob es den Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens annimmt. Man kann sich vorstellen, wie lange es dann noch dauert, bis es zu einer erneuten Verhandlung kommt.

Wenn man sich mal die Chronologie dieses Falles durchliest, dann ist das eher ein erbitterter Rosenkrieg zwischen dem Ehepaar und ein Kampf gegen eine Bank. Für mich gibt es da sehr viele Ungereimtheiten. So z. B., dass Mollath seine Frau 90 Minuten gegen ihren Willen festgehalten haben soll, obwohl er nachweislich zu diesem Zeitpunkt für eine Friedensbewegung unterwegs war. Dazu gibt es sogar YouTube-Videos. Dann attestiert eine Arztpraxis der Frau Verletzungen, die Mollath ihr ein Dreivierteljahr vorher zugefügt haben soll.

Mollath sollte wegen der Schwarzgeldgeschäfte der Hypo-Vereinsbank mundtot gemacht werden. Nachdem er einige Briefe an die HBV geschrieben hat, gab es eine interne Revision. Abschließend hieß es in dem Bericht "Alle nachprüfbaren Behauptungen haben sich als zutreffend erwiesen". Ein Freund der Familie gab eine eidesstattliche Erklärung ab, dass Mollaths damalige Frau u. a. gesagt haben soll: "Wenn Gustl meine Bank und mich anzeigt, mache ich ihn fertig." Da der Bekannte das Paar im Laufe der Streitigkeiten aus den Augen verloren hat, bekam er von dem Prozess nichts mit und meldete sich erst im November 2011 bei der Staatsanwaltschaft.

Egal was Mollath in all den Jahren zu seiner Verteidigung vorbrachte, es wurde nicht auf den Wahrheitsgehalt geprüft und die Ermittlungen wurden nicht wieder aufgenommen. Er wurde zwar vom Vorwurf der Körperverletzung und Sachbeschädigung frei gesprochen, dafür landete er in der Psychiatrie. Erst nachdem sich im November 2012 die Presse und das Fernsehen für den Fall interessierte, kam Bewegung in den Fall. Da wurde dann aus der lapidaren Aussage der HBV "Alle nachprüfbaren Behauptungen Mollaths wären zutreffend" folgendes:

"Die Prüfer der Bank hatten zig Belege und Hinweise auf Schwarzgeldgeschäfte, Geldwäsche, illegalen Aktienhandel, Beihilfe zur Steuerhinterziehung und andere Kapitaldelikte gefunden. Sie waren auf ein Netzwerk innerhalb der Nürnberger HVB gestoßen, das solche Geschäfte jahrelang betrieben hatte, auch zum Schaden der Bank selbst."  

Bleibt nur zu hoffen, dass das Verfahren schnell aufgenommen wird und Mollath einen fairen Prozess bekommt.

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   So 23 Jun 2013 - 20:23

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wozu Banken und verschmähte Frauen fähig sind. geek

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   So 23 Jun 2013 - 20:59

Aqualis schrieb:
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wozu Banken und verschmähte Frauen fähig sind. geek
...und nicht zu vergessen, die Justiz.

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Mo 24 Jun 2013 - 5:17

ich muss gestehen, dass ich mich immer noch nicht eingelesen habe. Frage mich aber, wieso nicht auch hier die Zeitungen davon voll waren, sonst hätte ich bestimmt schon mal was mitbekommen ... oder ist das wieder so ein Ding im Stile von "wir berichten mal nicht. Je weniger Aufstehen desto besser" für die Bank(en)?

Jedenfalls - nach dem, was Du berichtest, Mousie, hoffe ich auch, dass Mollath  einen fairen Prozess bekommt und wir später nicht einen weiteren Justizirrtum beklagen müssen ...

LG

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Mo 24 Jun 2013 - 18:05

Compumouse schrieb:
Aqualis schrieb:
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wozu Banken und verschmähte Frauen fähig sind. geek

...und nicht zu vergessen, die Justiz.

Mollath hat in einem Interview gesagt, die Justiz und die Psychiatrie seien schlimmer als seine Frau.

Im Jahr 2007, als Mollath in der Forensik in Straubing eingesperrt war, hat das Amtsgericht Straubing
ein Gutachten von Dr. Hans Simmerl in Auftrag gegeben. Dieser ist zu dem Schluss gekommen, dass Mollath
geistig und psychisch gesund ist. Daraufhin hat das Amtsgericht die Papiere für die Entlassung Mollaths
fertig gemacht.

Die bayerische Justizministerin Beate Merk persönlich hat daraufhin den bekannten Gutachter Prof. Dr
Hans-Ludwig Kröber von der Charite Berlin beauftragt, Mollath nochmal zu begutachten. Mollath hat
dies abgelehnt, was die (Bezeichnung Beate Merk) "creme de la creme aller Gutachter" jedoch nicht
davon abhielt, Mollath anhand der Aktenlage weiterhin Gemeingefährlichkeit zu attestieren und er dann
weiterhin eingesperrt blieb.

Im März in einer bayer. Talkshow hat diese Merk noch persönlich emotional die Gefährlichkeit Mollaths
geschildert. Im Landtagsuntersuchungsausschuss vor zwei Wochen hat sie dann das erste Mal geheuchelt,
das Schicksal von Mollath würde sie nicht kalt lassen und nachdem sich jetzt das Bundesverfassungsgericht
eingeschaltet hat, heuchelt sie sogar, die Zeit die Mollath schon eingesperrt sei, sei unverhältnismäßig.

Persönliche Fehler sieht sie keine.

Am Mittwoch ist Mollath Thema im Bundestag.
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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Mo 24 Jun 2013 - 18:50

Zu ertragen ist das nur noch mit Galgenhumor:


https://www.youtube.com/watch?v=0ng5_OUYp9I
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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Mo 24 Jun 2013 - 20:15

"quer" fand ich schon immer klasse, die bringen es auf den Punkt gut

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Mo 24 Jun 2013 - 21:05

ja, "quer" ist echt klasse!
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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Do 27 Jun 2013 - 17:36

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Sa 29 Jun 2013 - 9:25

Habe den Artikel nun gelesen und kann nur sagen... Stirn_klatsch .

Um die Menschenrechte im Ausland kümmern sich die Politiker. Wenn es aber um einen Bayern geht, dann ist nur der Bayerische Landtag zuständig Question ???

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Do 25 Jul 2013 - 5:30

Wiederaufnahme abgelehnt

Gustl Mollath sitzt seit sieben Jahren zwangsweise in der Psychiatrie - und noch immer ist für ihn kein Ende in Sicht.
Ein Gericht lehnte die Wiederaufnahmeanträge in dem Fall ab.
Mollaths Anwalt ist empört: Das Urteil sei nichts weiter als "Selbstverteidigung der Justiz".

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Di 6 Aug 2013 - 16:24



Gustl Mollath kommt unverzüglich frei.

Das OLG ordnete die Wiederaufnahme an und korrigierte damit eine Entscheidung des Landgerichts Regensburg.

Mit der Anordnung der Wiederaufnahme sei das Urteil gegen Mollath aus dem Jahr 2006 nicht mehr rechtskräftig.
Damit entfalle auch die Grundlage für dessen Unterbringung.


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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Di 6 Aug 2013 - 19:25

Ich habe es heute Mittag im Radio gehört und ich freue mich riesig für Gustl Mollath gut .
Nach dem Urteil aus Regensburg sah es ja nicht danach aus, als käme er bald frei.
Nun hoffe ich, dass er einen fairen Prozess bekommt.

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Di 6 Aug 2013 - 22:24

Es freut mich auch riesig, dass er endlich freigekommen ist!
Das dass noch ein bayerisches Gericht veranlasst hat, damit habe ich
allerdings nicht mehr gerechnet.

Aber wäre dies durch das Bundesverfassungsgericht veranlasst worden,
wäre das eine Riesenwatschen für die bayer. Justiz gewesen und die
Landtagswahlen stehen ja auch vor der Türe.
Nun hoffe ich, dass er auch vollständig rehabilitiert wird.

"Doch bei allem Respekt: Man darf, man muss fragen, ob Mollath auch ohne die gewaltige öffentliche Aufmerksamkeit nun am Dienstag, nach sieben Jahren in der Psychiatrie, freigekommen wäre. Die Antwort: Mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht. Schon deswegen nicht, weil es ohne die Verve der Öffentlichkeit zu einem Wiederaufnahmeverfahren gar nicht gekommen wäre. Das ist der Grund, warum der Fall Mollath auch nach seiner jüngsten, erfreulichen Wende so beklommen macht: Denn man siehet die im Lichte - die im Dunkeln sieht man nicht."

http://www.sueddeutsche.de/bayern/gustl-mollath-darf-psychiatrie-verlassen-die-im-dunkeln-sieht-man-nicht-1.1740528
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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Mi 7 Aug 2013 - 6:41

Ich habs gestern auch in den Radio-Nachrichten gehört und hoffe sehr, dass der Mann nun einen wirklich fairen Prozeß bekommt. Wenn ich mir vorstelle, unschuldig jahrelang in einer Psychiatrie zu sitzen... ich denke, da hätte ich dann genau deswegen einen Psychoknacks bekommen ...

Klaus hat Recht: auch ich glaube, dass nur wegen des öffentlichen Drucks der Fall neu aufgerollt wurde und ich sehe (wieder einmal) meine These bestätigt, dass Proteste noch immer was bewirken können. Das freut mich!

Good luck, Herr Mollath!

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Mi 7 Aug 2013 - 19:41

Bestimmt war es der Druck der Mousefalle lachen 

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BeitragThema: Re: Der Fall Mollath   Fr 30 Aug 2013 - 22:42

Der Fall Mollath hat ziemliche Wellen geschlagen und er hatte Glueck, dass er gute Freunde hat, die sich fuer ihn eingesetzt haben, sonst waere er wahrscheinlich immer noch "unterVerschluss".
Dabei ist Mollath kein Einzelfall. Vor ein paar Jahren gab es z.B. ein paar Finanzbeamte, die ihre Arbeit zu gruendlich machten. Nachdem sie einer Anweisung ihres Chefs, gewisse Dinge nicht zu genau zu ueberpruefen nicht nachkamen, wurden sie als Querulanten und geistig nicht normal bezeichnet und vom Dienst suspendirt. An einer Einweisung kamen sie gerade noch vorbei.

Oder der Fall Hoffmann. Er deckte Unregelmaessigkeiten im Zusammenhang mit Solarenergie auf. Der Richter betitelte ihn als Querulant und gab ihm den Rat, den Mund zu halten, andernfalls kaeme er in die geschlossene Anstalt.Er ist daher aus D gefluechtet.

Das sind die Faelle, die mir ad hoc einfallen- sicherlich gibt es noch mehr. Frau Hannemann, die Jobcentermitarbeiterin in HH wird auch als "Querulantin" bezeichnet. Bin mal gespannt, ob man es wagt, sie in die Anstalt einweisen zu lassen

Uebrigens wurden dieses Jahr Erleichterungen zur Zwangseinweisung (auch gegen den Willen der Betroffenen)beschlossen. Die Beratungen fanden nach Mitternacht und nur mit einer Handvoll Leute statt - und an so ein zustande gekommenes Gesetz soll sich dann die Nation halten?! ärger 
Nein, ich denke, das Gesetz wurde speziell fuer unliebsame Zeitgenossen gemacht...
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