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 Rente ab 63

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Compumouse
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BeitragThema: Rente ab 63   Sa 24 Mai 2014 - 10:14

Das Rentenpaket kommt. Ab dem 1. Juli gibt es die Rente mit 63 und mehr Geld für Mütter im Ruhestand. Wer 63 Jahre alt ist und mindestens 45 Jahre Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann ab dem 1. Juli abschlagsfrei in Rente gehen.

Das nenne ich doch mal ein vernünftiges neues Gesetz. Für mich bedeutet das, dass ich nur noch 5 Jahre (+ ein paar Monate) arbeiten muss. Irgendwie ist das absehbar zwinkern .


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Aqualis

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BeitragThema: Re: Rente ab 63   Sa 24 Mai 2014 - 12:58

Für mich bedeutet die Rente mit 63 (Mütterrente...ähm...ja, wie soll ich es sagen...fällt trotz fleißigen Zeugens wohl eher flach, selbst wenn ich im Conchita Wurst Outfit bei der RV erscheinen würde),
dass ich theoretisch zwar in weniger als 12 Monaten dem aktiven Arbeitsleben abschlagsfrei 'Valet' sagen könnte, praktisch allerdings wird es nicht dazu kommen.
Im Gegenteil!
Die Liebste muss noch über 12Jahre ins Amt wackeln, bevor sie sich mit mir tagtäglich die Mittagssonne auf dem heimischen Balkon auf den Pelz brennen lassen kann. 12Jahre in der Hütte hocken und warten, dass die Liebste endlich heimkommt...da verblöde ich noch restlos oder kratze vor Langeweile vorzeitig ab, selbst wenn ich noch für ein paar Stunden in der Woche ehrenamtlich in der Kommune herumwerkeln würde. Also schaue ich lieber nach, was der Gesetzgeber vorschreibt, wenn ein (theoretischer) Regelaltersrentner länger in Vollzeit arbeiten will/kann, zumal mein Chef lebhaft daran interessiert ist, dass ich solange in der Firma arbeite bis er ebenfalls Rentner ist (also in knapp 10 Jahren). Somit ist der Flexrenten-Passus für mich interessanter, da ich zwar gern länger als bis 65,5Jahre arbeiten würde, allerdings nicht für ein herzliches Dankeschön und jede Menge Fahrtkosten, auf denen ich dann sitzen bleibe. Es sollte sich dann schon auch materiell für mich lohnen und nicht nur für den Finanzminister.
Wenn es mir also (natürlich mit Abschlägen!!!-da ich ja mehr als zwei Jahre keine Rentenversicherungsbeiträge an die Rentenkasse abführe, wenn ich bereits mit 63 statt mit 65,5 Jahren in Rente gehe und somit die Rente mit 63 knapper ausfällt als die mit 65,5Jahren-logisch) möglich ist vorher in Rente zu gehen, dann muss es mir doch auch ermöglicht werden, später in Rente zu gehen. Die Flexrente ist somit ein erster zaghafter Schritt in eine für mich günstigere Regelung. Tarifrechtlich sah es ja so aus, dass der Rentner (wenn er Arbeitnehmer ist) pünktlich in Rente zu gehen hat und es dem Arbeitgeber nicht gestattet war, den alten Knacker weiter auszubeuten. Schließlich wollen/sollen ja auch jüngere Studierte ihrem Dauerpraktikantendasein ein Ende bereiten und endlich in der Welt der Ausbeutung Fuß fassen dürfen.
Jetzt schaut es so aus, dass der Arbeitgeber seinem Alteisen völlig legal einen befristeten Arbeitsvertrag vor den Latz knallen darf und der Tattergreis kann dann entweder höhnisch lachend abwinken oder freudig erregt seinem Ausbeuter die Füße küssen. Pech allerdings für den, der dem Alten später mal die Rente bezahlen muss, denn der muss weiter in der Dauerpraktikantenschleife zum Nulltarif herumwursteln und darauf warten, dass der Alte endlich in den Arbeitssielen zusammenklappt oder sich nach kurzer Zeit doch endlich aus dem Arbeitsleben Staub macht.
Okay, bei uns als mikroskopisch kleiner Firma mit gerade mal 5 Arbeitshanseln (inklusive Chef) hält sich der Einwanderungsdrang und die Erfordernis auf Neumitglieder in extrem engen Grenzen und wenn ich dereinst die letzte Firmenölung erhalte, stellt der Chef eh keinen Nachfolger ein sondern packt sich und seinen verbliebenen Mitarbeitern kurzerhand meinen Arbeits-Rucksack auf die Schultern. Das ist zwar nicht ganz einfach, da wir als Serviceunternehmen der Lasertechnik weltweit und meist allein unterwegs sind, wobei ich der einzige Mitarbeiter bin, der beinahe ausschließlich im Innendienst beschäftigt ist und somit den von den jeweiligen Kunden mitgebrachten -Schrott- wieder einsatzfähig machen muss.
Fazit: Der Rentenkassenüberschuss wird abgeschmolzen, sodass die Rentenversicherungsbeiträge früher oder später erhöht werden müssen und die jährlichen Rentenerhöhungen werden extrem mickrig ausfallen, sodass auf lange Sicht das ganze Prozedere ein Nullsummenspiel ist. Wirklich revolutionär wäre es, wenn die Rente als allgemeinverbindliches Solidarpaket geschnürt würde, in das jeder volljährige deutsche Staatsbürger einzuzahlen hat, egal ob Unternehmer, Arbeitnehmer oder Beamter und diese Gelder ausschließlich für die Renten verwendet werden dürfen, zumal diese keine Steuergelder sind. Und jeder Einzahler kann selbst entscheiden, wann er in Rente geht -sofern er eine gewissen Mindestbeitragszeit (z.B.20 Erwerbsjahre) absolviert hat. Geht er früh in Rente gibt es halt nur eine kleine Rente ohne jedwede Aufstockung. Geht er später in Rente gibt es halt für die restlichen Lebensjahre eine höhere Rente.

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BeitragThema: Re: Rente ab 63   Sa 24 Mai 2014 - 17:28

Das ist das Los wenn man so eine junge Liebste hat  zwinkern .

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BeitragThema: Re: Rente ab 63   Mo 26 Mai 2014 - 18:10

Nach tiefgründiger Überlegung und stundenlangem Abwägen bin ich zu der Einsicht gelangt, dass es besser für mein Wohlbefinden ist 12Jahre tagtäglich auf eine junge knusprige (nicht knusprig vertrocknete!!!) Frau zu warten, als tagtäglich ,24Stunden lang, von einer alten Fregat...ähm... keuschen Matrone umschwirrt zu werden. Insofern sehe mich meinem Los recht gelöst entgegen: Es hätte weitaus schlimmer kommen können, hihi.

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BeitragThema: Re: Rente ab 63   Di 27 Mai 2014 - 21:30

Was mir auf den ersten Blick verlockend erschien, ist auf den zweiten Blick schon wieder relativiert. Zwar hab ich 45 Jahre voll und könnte mit 63 abschlagsfrei mein Leben ohne den Job geniessen. Geht aber gar nicht ohne so ein paar Widerhaken: Zwar bin ich genügsam und brauche nicht so viel Geld; trotzdem würde ich gern auch als Rentnerin meine stehenden Kosten wie Miete, Wasser, Elektrisch und Versicherungen zahlen können. Könnte ich auch - allerdings ohne, dass ich dann noch essen, Tee trinken und rauchen könnte. Da gibts ein Rentenloch - trotz privater Vorsorge.

Gehe ich also mit 63 in Rente, darf ich nur max. 450 Euronen hinzuverdienen. Langt nicht, denn auch die Rente muss ich versteuern und Krankenkasse ist auch fällig. Also arbeite ich bis 65 und paar Monate (zum regulären Renteneintritt); darf dann unbegrenzt hinzuverdienen; werde dadurch unendlich reich und falle dann tot um. Vielleicht falle ich sogar schon vorher tot um. Mit 64 oder so. Dann brauche ich gar nichts hinzuverdienen und alles bleibt beim Alten. Oder ich wandere nach Kanada aus, heirate einen alten Indianer, mit dem ich ein Spielkasino betreibe; kassiere nebenbei meine Rente, die ich dann für eine Dauerkarte meines Lieblings-Fußballvereins verprasse, um jedes Jahr in meiner Lieblingskurve zu stehen und falle vor Aufregung tot um.

Ähm, was ich eigentlich sagen wollte: dieses neue Gesetz ist eine Farce, die letztendlich nix bringt...

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