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 Wenn das Gedächtnis Streiche spielt

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Paulina1910

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BeitragThema: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Mi 20 Aug 2014 - 20:14

Ich habe neulich einen höchst interessanten Bericht im TV gesehen. Leider weiß ich nicht mehr wo. Phönix, Arte, 1Plus oder so ... Jaja, das Gedächtnis  zwinkern 

Bei der Suche danach bin ich aber wenigstens auf einen Artikel im Kölner Stadtanzeiger gestossen, der den Inhalt der Reportage annähernd wiedergibt:

http://www.ksta.de/gesundheit/erinnerungen-wenn-das-gedaechtnis-streiche-spielt,15938564,12737984.html

Da mir selbst vor ein paar Tagen mein Gehirn einen Streich spielte und immer noch spielt, würde mich mal interessieren, ob Ihr s oetwas auch selbst schon mal bei Euch oder anderen registriert habt.

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Do 21 Aug 2014 - 7:20

Ich überlege gerade, ob ich das bei mir feststellen kann, dass meine Erinnerungen manipuliert sind? Wenn ich es wüsste, wären die Bilder vermutlich nicht richtig manipuliert worden. Allerdings ist es schon so, dass man aus "schlechten Zeiten" eigentlich nur die positiven Dinge wirklich in Erinnerung behält. Ich denke da jetzt z. B. an meine erste Ehe. Ich muss schon ganz tief graben, um mich zu erinnern, was wirklich schlecht war und was der Grund für die Scheidung war.

Wie in dem Artikel beschrieben, erinnere ich mich aber auch noch an ganz viele banale Begebenheiten aus meiner frühesten Kindheit. Ein kleines Beispiel: Ich sehe mich heute noch als knapp 4jähriges Mädchen. Wir standen an den Gleisen wo so Loren fuhren, die damals Torf transportierten. Einer der Arbeiter sagte, dass wir Kinder eine Runde mitfahren dürfen und alle stiegen ein nur ich nicht, da ich dachte Mama würde sonst schimpfen. Als ich es dann zuhause erzählte, sagte Mama "ja wärst du doch mitgefahren". Irgendwie hat es mich sehr geärgert, dass ich nicht mitgefahren bin, denn diese Gelegenheit ergab sich nie wieder.

Solche und viele andere kleine Begebenheiten sind mir noch sehr gut im Gedächtnis. Dagegen habe ich oft Probleme, mich zu erinnern was letzte Woche an einem bestimmten Tag war.

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Fr 22 Aug 2014 - 8:04

Gehirn,,,,,,mein Lieblingsbereich,,die Neurologie / Psychologie.  gut 

Was Mouse beschreibt hat oft mit Verdrängung / Erfahrung zu tun. Unser Gehirn entscheidet in Sekunden , was in welchen Gehirnteil gespeichert bzw verdrängt wird oder garnz raus ,, fliegt " ,weil als unwichtig ,,erledigt usw abgetan. Negative Dinge verdrängen wir gern , lernen oft erst viel später daraus oder auch manchmal leide rgar nicht ,,,,dann machen wir immer wieder die selben Fehler. Jeder kennt solche Sprüche wie,,, immer passiert mir das,, immer gerate ich an die Falschen .

Das sich Erinnerungen verändern , liegt an unserer Wahrnehmung. Wir haben 5 Wahrnehmungsbereiche. Sehen , Hören , Riechen , Schmecken und Fühlen. Wobei das Fühlen bei vielen Menschen gänzlich verloren gegangen ist  zwinkern  
Unser Gehirn nimmt über diese Bereiche alles auf,, Ereignisse, Erlebnisse usw. ,,,entscheidet dann wie oben schon erwähnt nach Wichtigkeit. was wir uns merken wollen, bleibt sehr lange hängen. Das hat auch mit Interesse zu tun.

Unser Kurzzeitgedächtnis entscheidet dann wiederum was weitergeleitet wird ins Langzeitgedächtnis. Warum sich Mouse bzw wir uns
bestimmte Dinge aus der Kindheit merken, liegt meiner Meinung nach daran, das wir auch schon als Kind entscheiden , da natürlich meistens unbewusst , was im unseren Gehirn bleiben soll. Bei dem was du erlebt hast , hast du ja auch Emotionen erlebt,, vielleicht waren gerade die prägend.

Das unsere Merkfähigkeit uns manchmal einen Streich spielt , kann auch am Drumherum liegen. Stress, Hektik, 100 Dinge mit einmal tun,,mit Gedanken schon wieder beim nächsten Tun sein , Ernährung, Bewegungsmangel usw...können unsere Gedächtnisleistung einschränken.

Und zu guter Letzt leider auch Alzheimer. Aber das hat mit dem Thema Gedächtnis allgemein nix zu tun.

Warum sich Erinnerung oft verändern liegt an unserer Wahrnehmung und der späteren Einordnung im Gehirn. War die Situation für emotional, schmerzhaft, positiv , stressig ,,sowas spielt alles eine Rolle. Ein Polizist hat mir das mal an Zeugenaussagen erklärt und warum es oft wichtig ist mehrere Zeugen zu finden. Auch da spielen Vorlieben zu Farben , Aussehen usw eine Rolle. Jeder merkt sich etwas anderes. Tathergänge bzw Unfallhergänge klären sich meist erst viel viel später richtig. Unser Gehirn ordnet immer wieder neu ein, versucht realistischer zu erinnern oder was auch oft passiert , erinnert sich so, wie wir es manchmal gern hätten.

Was Pauline meint ,wenn Jemand uns Dinge einreden möchte ,es auch schafft, ist wie du sagst , Manipulation unseres Unterbewusstseins. Im positiven Sinne , in Form von Traumatherapie oder Hypnose , ist das auch erlaubt. Negative Manipulation erfahren wir leider schon von Kind an . Nicht immer meinen es Menschen gut mit uns und nutzen unsere Gutgläubigkeit aus indem sie uns Dinge schön reden , uns etwas verkaufen wollen oder uns bestimmte Verhaltensweisen ,,antrainieren " wollen. Verkäufer aller Art , Politik und die Werbebranche wissen genau wie sie unsere Sinne und somit unsere Gehirn manipulieren können. In unzähligen Seminaren habe ich viel über Gehirn , Manipulation und Anwendung von NLP ( neuro für Gehirn, loguistisch für Sprache und Programmieren für Umformen ) gelernt und selbst praktiziert. Ich nutze es natürlich nur im positiven Sinne und immer zum Besten meiner Patienten. Letztendlich entscheidet eh jeder selbst was für ihn das Beste ist . Dafür nutze ich selbst immer mehr mein Gefühl , meine Intuition , meinen gesunden Menschenverstand. Frauen kaufen oft mit Emotionen,,manchmal auch Dinge die wir gar nicht brauchen. Smile
Wir selbst entscheiden also wer uns wie manipulieren kann , was wir uns wie lange merken wollen und es im Gehirn verankern.

Gedächtnislücken haben also nicht immer gleich mit Alzheimer zu tun . Unser Gehirn braucht immer Abwechslung, damit es gut funktioniert. Keine Reizüberflutung ,,jedoch immer mal neue Impulse.  zwinkern 

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Fr 22 Aug 2014 - 13:42

...Wir selbst entscheiden also wer uns wie manipulieren kann , was wir uns wie lange merken wollen und es im Gehirn verankern.


Schön wäre es. MSN-Lachen 

Leider bin ich aus eigenen Erfahrungen gegenteiliger Meinung.
Z.B. Fremdsprachen. Ich würde mich, gerade wenn ich in anderssprachigen Ländern gastiere, liebend gern mit deren nativer Bevölkerung in ihrer Muttersprache unterhalten. Dies scheitert jedoch regelmäßig an meinen rudimentär ausgeprägten Fremdsprachenkenntnissen. Ich bekomme die Vokabeln einfach nicht dauerhaft gespeichert, obwohl ich genau dies sehnlichst wünschte und will.
Gedichte (selbst aus der Schulzeit), Namen, Gesichter, selbst wortwörtliche Wiedergabe von vor Jahren gesprochenen Sätze: Kein Problem, obwohl das eher (für mich) unwichtige Randnotizen sind.
Fazit: Mein Gedächtnis wird vermutlich vom Unterbewusstsein dirigiert und kümmert sich einen feuchten Kehricht darum, was ich gern in ein paar Jahren aus dem Gedächtnis abrufen würde.

Ich frage mich manchmal, warum ich Dinge weiß, die eigentlich völliger Nonsens (Ballastwissen) sind, während wichtige Dinge einfach aus meinem Gedächtnis verschwinden oder in der Gedächtnis-Asservatenkammer landen, wo ich sie erst nach langem, intensivem Forschen (wenn überhaupt) wieder hervorkramen kann. Z.B. Gesichter. Mir begegnet ein Mensch. Ich sehe sein Gesicht, weiß dass ich die Person kenne, aber leider nicht woher ich sie kenne. Das macht doch keinen Sinn. Das ist genau so sinnlos wie sich zu merken, dass eine gelbe, längliche und gekrümmte Frucht Banane genannt wird, aber sich nicht zu merken, dass man die Banane schälen und anschließend essen kann. Ich glaube ich muss mal ein ernstes Wörtchen mit meinem Gedächtnis wechseln. Nächstens liegt die Liebste neben mir im Bett und erkenne zwar ihr Gesicht, weiß aber nicht mehr warum sie mich so erwartungsvoll anschaut. zunge 
Das Kurzzeitgedächtnis ist auch so ein Thema.
Einen Augenblick bereits an den nächsten Augenblick gedacht und schon ist der Kugelschreiber im Nirvana der Gedächtnislücke verschwunden. Ist doch peinlich, wenn man eine halbe Stunde nach etwas sucht, was man ja eben noch in der Hand gehalten hat. Wo habe ich das Teil nur hingelegt??????? Leise Zweifel an der eigenen Hirnleistung tauchen auf. Man, man, man du wirst alt und verblödest langsam wispert die innere Stimme, während die öffentliche Stimme den irritierten Kollegen verkündet, dass man ganz einfach ein wenig Bewegung braucht und deshalb durch das Arbeitsareal kriecht.

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Fr 22 Aug 2014 - 21:18

lachen Aqua

Also mit den Fremdsprachen habe ich auch so meine Probleme ,,,vielleicht sagt uns das Gehirn,,,oooch nööö,,brauche ich ja nur für den Urlaub  zwinkern 

Kinder lernen Fremdsprachen komischer Weise schneller,,,mmhhh.

Wenn ich von einem Zimmer ins Nächste gehe u auch plötzlich nicht mehr weiß,was ich da wollte, gehe ich den selben Weg zurück und wieder von vorn ins nächste Zimmer. Meistens fällt es mir bzw meinem Gehirn wieder ein  ja 

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Sa 23 Aug 2014 - 19:20

Danke für die guten Erklärungen, Lovey Rose Unser Gerhirn spielt uns aber offensichtlich auch Streiche, ohne dass uns jemand versucht, zu manipulieren oder zu beeinflussen und legt Erinnerungen einfach falsch ab, obwohl man selbst denkt, die Erinnerung, die da ist, ist richtig. Das merkst Du erstmal nicht. Erst nachdem Du definitiv eines Besseren belehrt wirst, merkst Du, dass Dein Gehirn da wohl irgendetwas durcheinander gebracht hat.

Ich selbst habe gerade vor einiger Zeit so eine Erfahrung gemacht. Und obwohl ich immer noch glaube, dass meine Erinnerung richtig ist, ist sie es offensichtlich nicht. Obwohl die Tatsachen und das Wissen meiner Freude mich hätten überzeugen müssen, hält mein Gehirn an dieser Erinnerung bis heute fest und zweifelt.

Meine Geschichte:

Hier in Hamburg gibt es ein seit Jahrzehnten recht bekanntes Lokal namens "die Ritze" mit einer sehr markanten Flügeltür am Eingang und einem Boxring im Keller, der früher nur unter vorgehaltener Hand von Leuten aus dem "Milleur" besucht wurde. Der Laden und sein Standort sind mir als echte Hamburger Deern, die sich gut auskennt in ihrer Stadt, natürlich wohl bekannt.

Neulich steige ich also U-Bahn Reeperbahn aus, um meinen Sohn zu besuchen; hole noch schnell einen Kaffee bei Pizza Hut und sehe plötzlich direkt nebenan den Eingang der Ritze. "Huch" denke ich; "seit wann ist denn die Ritze an der Reeperbahn. Wann sind die denn umgezogen. Ist ja gänzlich an mir vorbeigegangen." Ich wussste aus meiner Erinnerung nämlich, dass der Laden früher in der Davidstraße war. Bin da schließlich oft genug vorbeigegangen ...

Ich frage also meinen Sohn; der guckt mich an und sagt: "die sind nicht umgezogen. Der Laden war immer an der Reeperbahn." Ich lach mich halbtot; erwähne, dass er das gar nicht wissen kann; schließlich bin ich fast doppelt so alt wie er und speise ihn mit meinem "Wissen" um die alte, ehemalige Adresse. *Schnipp*

Ein paar Tage später sitze ich mit ungefähr 15 Leuten alles alteingesessene Hamburger!!!) bei Kumpel Michi beim Grillen und ich stelle meine Frage erneut. Alle 15 gucken mich an und behaupten, die Ritze wäre schon immer an der Reeperbahn gewesen und niemals irgenwo anders. Ich lasse mich davon nicht überzeugen und erzähle noch von persönlichen Erlebnissen rund um die Ritze. Wir googlen; finden aber nirgendwo den Hinweis auf meine These. Ich hätte also aufgrund der Tatsachen überzeugt sein müssen, mich zu irren.

*Schnipp*

Mein Gehirn suggeriert mir immer noch die andere "Tatsache"; trotz aller gegenteiligen Beweise. Was also, frage ich mich, bringt mein Gehirn auf diese offensichtlich falsche Spur der Erinnerung? " schlichte Verwechslung" ist ausgeschlossen; es gibt kein Lokal mit ähnlicher Vita. Das ist doch verrückt, oder?

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Sa 23 Aug 2014 - 20:54

Boahh,,das ist wirklich krass. Selbst ich weiß, das ,, Ritze " auf der Reeperbahn ist,einmal schn davor gestanden ,als ich bei euch zum Seminar war  zwinkern 

Es gibt ja auch das Phänomän der optischen Täuschung aber die bezieht sich eher auf unsere Wahrnehmung bzw unseren Seh - Sinn  lachen 

Hast du vielleicht dieses Wisen übermittelt bekommen oder warst als Kind der Meinung du bist in der Davidstraße ??  zwinkern scratch1 

Jetzt wo du dich ja sicher persönlich vor Ort genau überzeugen konntest , kommst schon mal ins Grübeln  lachen Pfeif 

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Mo 25 Aug 2014 - 13:00

Ich hatte ne Führung über die Reeperbahn,
und die sagte,
die Ritze sei schon immer da gewesen wo sie ist.... weissnicht

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Mo 25 Aug 2014 - 17:38

Tja... Question thinking weissnicht

Diese falsche Erinnerung treibt mich echt um. Keine Ahnung, wieso mein Hirn da so falsch liegt ...weinen

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Di 26 Aug 2014 - 7:07

Paulina Rose , kann mir ganz gut vorstellen wie man da grübelt thinking .

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Mi 27 Aug 2014 - 16:31

In der "Ritze" habe ich so manches Bier getrunken.
Sie, die Lokalität, liegt etwas im Hintergrund, man muss einen Gang lang gehen.
Somit suggeriert es, dass die Kneipe nicht zur Reeperbahn gehört.

Da ich die Davidstr. auch sehr gut kenne, fällt mir kein vergleichbarer Laden in der Straße ein.
Die "Ritze" ist ein Unikum.

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Mi 10 Sep 2014 - 13:59

eigentlich war ich immer recht "stolz" auf mein gedaechtniss. speziell situationen und menschen. meine ersten bewussten erinnerungen plazieren sich in mein 2. lebensjahr.

seit meiner neuen medikamentation passiert immer haeufiger:

ich unterhalte mich eine weile mit baerin/freund/freundin/etc. nach ca. 10 min habe ich keine ahnung mehr ueber was wir sprachen, was sie gesagt hat, geschweige denn, was ich gesagt habe.

jetzt grueble ich, ob das nicht auch ein riesenvorteil ist. Ideae

:gitarre:
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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Do 11 Sep 2014 - 6:53

Manchmal kann es ein Vorteil sein, Helpless Brumm smile .

Mir geht es ja oft so, dass ich überlege "habe ich das gerade erzählt, oder wollte ich das erzählen" thinking

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Do 11 Sep 2014 - 10:58

Jepp - manchmal kann es gnädig sein, wenn man nicht mehr weiß, was man gesagt/getan hat oder was andere gesagt/getan haben.
Interessant wird es aber dann, wenn man jeden Tag gleich morgens nach dem Aufstehen neue Leute kennenlernt. Stirn_klatsch

Mein Hauptproblem ist, das ich Handlungsabläufen nicht über längere Zeit folgen kann. Je konzentrierter ich bin, desto eher schalte
ich geistig ab. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Konzentration auf Abläufe besteht oder rein geistig ist. Ich versuche mal anhand von
Beispielen zu erklären, wie das vor sich geht.

Maßgebend für den Punkt, wo bei mir nichts mehr geht, ist zum einen die Tagesform und zum anderen der Grad der Aufmerksamkeit,
die mir abverlangt wird.

Beispiel:
Ich gehe mit den Hunden im Wald spazieren. Nach 2 Stunden muss ich damit rechnen, das ich nicht mehr weiß, wo ich mich befinde
und auch nicht, wie ich dahingekommen bin. Nach ein paar Sekunden realisiere ich dann visuell, wo ich bin und wo ich herkam. An
dem Punkt gehe ich dann meistens um, da ich keine Lust habe, irgendwann mal von einer Polizeihundertschaft gesucht zu werden.

Ein anderes Beispiel:
Ich schaue gerne bestimmte Serien. Sie dauern bei den privaten ca. eine Stunde. Zieht man die Werbepausen ab, bleiben etwa 40
Minuten. Irgendwann kann ich dem Handlungsstrang nicht mehr folgen. Ich sitze zwar nach wie vor im Sessel und schaue auf den
Fernseher, registriere aber nicht mehr, was da geschieht. Jemand, der mit mir im Raum ist, würde es erst bemerken, wenn die
Sendung aus ist und ich weiter aufs Gerät schaue, obwohl da mittlerweile ein Dokumentarfilm über das Balzverhalten der ostkirgi
sischen Koppelschafe bei Neumond auf einer Almwiese läuft (was mich natürlich brennend interessiert).
PS: Viele Serien werden nach Mitternacht wiederholt. Ich schaue sie mir dann oft ein zweites Mal an, damit ich sie einmal gesehen
habe. fragt man mich aber am nächsten Tag danach, ist i.d.R. das meiste wieder weg.

Diese (sicher oft auch belanglosen) Dinge nerven mich seit ein paar Jahren. Für jemanden, der wie ich eigentlich nach Perfektion strebt,
ist es schwer, sich mit der Tatsache zu arrangieren, das es so ist, wie es ist. Egal, was ich dagegen unternommen habe- geholfen hat
mir bisher nichts. Keine Medikamente, kein Gehirntraining und auch keine Therapien. Was bleibt, ist, das man loslässt von dem, was
man früher mal konnte und sich damit abfindet, was einem geblieben ist. Beruflich habe ich davon gelebt, das mein Gehirn in der Lage
war, einige tausend Ersatzteilnummern abzurufen, wenn jemand nach einem bestimmten Teil fragte. Heute muss ich mir meine eigene
Telefonnummer und die Postleitzahl aufschreiben, damit ich sie nicht vergesse.

Ich bin (nicht nur deswegen) seit Jahren in neurologischer und therapeutischer Behandlung. Meine Ängste, die ich anfangs hatte, gingen
in die Richtung, das bei mir irgendwas in Richtung Alzheimer/Demenz ablaufen könnte. Dem ist wohl nicht so. Man hat mir erklärt, das
bei mir die Synapsenspalten zu groß bzw. unterbrochen wären und meine Hirnzellen dann Probleme hätten, miteinander zu kommunizieren.
Aber - soll mich das jetzt beruhigen???
Es bleibt mir nur das kölsche Grundgesetz:
Artikel 2: Et kütt wie et kütt.
Artikel 1: Et es wie et es.
Artikel 4: Wat fott es, es fott.
Artikel 5: Et bliev nix wie et wor.
Artikel 7: Wat wells de maache?
Artikel 11: Do laachs de disch kapott.

In dem Sinne
Liebe Grüße

Liedermacher

PS Dieses Posting habe ich um 8.10 Uhr begonnen.

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Do 11 Sep 2014 - 19:37

... und täglich grüsst das Murmeltier ...

Ich kann Deinen Beispielen gut folgen, Liedermacher. Auch mir werden immer öfter Gedächtnislücken/-schwierigkeiten bewusst, die mich echt zum gruseln bringen ... und dann frage ich mich dauernd, wieso ich vermeintlich wichtige Dinge vergesse, während andere Dinge, die ich real als unwichtig einstufte, ins Gehirn gemeisselt scheinen ...

Ich habe in solchen Momenten wirklich Panik - das Beispiel mit der Ritze gehört auch dazu ...

Es kütt wie es kütt? Ich weiß nicht genau, ob ich das so locker sehen kann. Hab eher Angst vor diesen unerklärlichen Dingen, die das Hirn so mit uns treibt ...

LG, Lina

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Do 11 Sep 2014 - 21:34

Justament in diesem Augenblick wollte ich etwas total Geistreiches schreiben...hab's leider wieder vergessen. Da hilft nur der uralte Selbstdiagnosetrick: Ich zeichne auf ein leeres Blatt Papier ein analoges Uhr-Zifferblatt dessen Zeiger 13:36Uhr anzeigen. Gelingt mir das innerhalb von 15Sekunden schmunzle ich über meine Vergesslichkeit und winke Herrn Alzheimer aus gebührlicher Entfernung mit einem Vogelbauer zu, mit dem ich soeben die Treppe wischen wollte. "Ein wenig Geduld müssen sie schon noch mit mir haben, Herr Professor Demenzeimer." zunge

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Fr 12 Sep 2014 - 14:17

Paulina schrieb:
       Es kütt wie es kütt? Ich weiß nicht genau, ob ich das so locker sehen kann.

Locker habe ich es auch nie gesehen, Paulina. Eher im Gegenteil. Es hat bei mir einige Jahre gebraucht,
ehe ich es- so wie es ist- akzeptiert habe. Ich habe meine Situation immer mit meiner von früher
verglichen. Quasi mich selber als Masstab genommen. Das man sich so selber unter Druck setzt, brauche
ich wohl nicht zu erwähnen. Das Zauberwort heißt Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT).
Vereinfacht gesagt: Es ist nicht mehr so, wie es früher einmal war, aber trotzdem bist du in der Lage,
dem Leben genügend Positives abzugewinnen.

Das hilft mir sicher nicht, das ich das "Problem" lösen kann, aber ich lerne so, mit dem Problem zu leben.
Trotzdem räume ich ein, das insgeheim trotzdem immer noch die Hoffnung da ist, das es wieder besser wird.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt - und das kann mir auch kein Therapeut dieser Welt nehmen. zwinkern

Liebe Grüße

Liedermacher

PS Lina: das Phänomen, was du mit der Ritze hast, hatte ich schon vor ca. 20 Jahren. Es ging um den Standort
eines Kaufhauses. In der Tageszeitung war ein Artikel über "unsere Stadt nach dem Krieg" und da wurde dieses
Kaufhaus auch mit der damaligen Adresse erwähnt. Ich rief den Redakteur an und sagte ihm, das er sich bei seinen
Rechergen wohl total vertan hätte und das das Kaufhaus an einem anderen Ort war. Daraufhin schickte er mir ein
Foto, worauf ich selber sehen konnte, das ich im Irrtum war. Später erfuhr ich sogar, das da, wo ich das Kaufhaus
wähnte, nach dem Krieg überhaupt nichts war außer zerbombte Wohnhäuser. Ich hätte vorher jede Wette darauf
angenommen, das ich im Recht bin- diese hätte ich wohl verloren... zwinkern

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Sa 13 Sep 2014 - 20:12

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt - und das kann mir auch kein Therapeut dieser Welt nehmen. zwinkern

... und das ist auch richtig und gut so, Liedermacher! Trotzdem werde ich mal genau beobachten, welche Erfahrungen ich noch so mit meinem Gedächtnis mache in Zukunft, denn die Geschichte mit der Ritze hat mich doch arg verunsichert. Und das "Deine Kaufhausgschichte" z. B. so präzise zu meinem Erlebnis passt, gibt mir wirklich zu denken ...

Leider bin ich bisher ja eher immer der Typ gewesen, der bei irgendwelchen Gesundheitsstörungen nach dem Motto: "ist von allein gekommen; geht auch von alleine" gelebt hat, aber diesem Phänomen will ich nun doch mal ein wenig genaueres Augenmerk widmen ...; auch deshalb, weil "meine Leute" mich bisher immer als "Gedächtniskanone" bezeichnet haben. Ich galt (und gelte noch) bei denen immer als erste Anlaufstelle, wenn es um vergangene (auch lange zurückliegende Gespräche; Begebenheiten; Ergeignisse ging. Aber sie wissen gar nicht, dass ich mich inzwischen gar nicht mehr an alles erinnere...

Naja ... in der allergrößten Not hätten wir ja hier noch unseren Aqualis, der uns dann sicher mit dem einen oder anderen Scherz durch unsere Gedächtnislücken schifft...

Ich jedenfalls finde das Thema nicht so witzig. Ich glaube, ich würde eher Blindheit oder Taubheit ertragen können als das Unvermögen, sich zu erinnern ... Erinnerungen machen doch schließlich unser Leben aus, oder?

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Sa 13 Sep 2014 - 21:52

Paulina1910 schrieb:
Ich glaube, ich würde eher Blindheit oder Taubheit ertragen können als das Unvermögen, sich zu erinnern ... Erinnerungen machen doch schließlich unser Leben aus, oder?
Da grübele ich... ich glaube nicht, dass ich lieber Blindheit oder Taubheit ertragen könnte. Wenn ich mich nicht mehr erinnere, weiß ich ja auch nicht, an was ich mich nicht mehr erinnere. Ich denke da jetzt an Alzheimer. So lange es nur kleine Begebenheiten sind, an die wir uns nicht erinnern oder die wir verwechseln, sehe ich das nicht so dramatisch. Aber blind oder taub wolle ich nicht sein. Hmmm, aber meine Erinnerung will ich auch behalten... Verzwickt...

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Di 23 Sep 2014 - 15:35

Mein Kurzzeitgedächtnis war schon immer ganz gut, leider könnte man auch sagen.
Weil es schlecht für die Schule war, musste immer lange büffeln um es auch nachhaltig zu behalten.
Bei manchen braucht man auch nur ein oder zwei Worte und der Text fällt einen wieder ein.
Auch den Schlüssel den ich in der Küche abgelegt habe, ist aus dem Gedächtnis gestrichen.
Oder die Lesebrille auf dem Kopf.
Bin nur froh dass ich mich noch nicht auf die Brille gesetzt habe, weil ich vergaß dass ich sie "nur kurz" auf dem Stuhl deponiert habe.
Anders herum kommt man oft an Orten vorbei, wo man denkt, hier war ich doch schon einmal. Obwohl man in dieser Gegend definitiv noch nie war.
Manchmal frage ich mich was von meinen Gedanken einmal übrig bleibt.  scratch1
Wahrscheinlich nichts.
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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Di 7 Okt 2014 - 19:03

Etwas möchte ich zu diesem Thema doch noch schreiben.

Eine Zeitlang habe ich Schulkinder und Behinderte Menschen gefahren.
Darunter auch Kinder die Blind sind und welche die nur einen gewissen Teil an Sehkraft haben.
Es ist ein Unterschied ob man Blind wird oder von Geburt an Blind ist...Das nur nebenbei und weis wohl jeder.

Ein Junge hat immer an die Autoscheibe geklopft und gerufen er sehe die Autos die da fahren.
Ich weis nicht was er gesehen hat, denn dort waren keine Autos. Er saß immer an der rechten Seite im Bus wo nur selten parkende Autos standen. Meistens waren dort Häuser oder Bäume.
Ich denke sein Gehirn hat ihm was erzählt um besser mit seinem Schicksal fertig zu werden.

Ein Mädchen, es war eine Inderin die wohl in Deutschland geboren wurde, da sie perfekt deutsch spricht, hatte Angst vor Wind.
Das hab ich bemerkt als sie beide Arme beim aussteigen hoch riss und schützend vors Gesicht hielt.
Es war damals ein bisschen stürmisch.
Sie wollte keinen schritt gehen und hielt nur die Arme über kreuzt vor ihr Gesicht.

Was sollte ich tun, ihr das Wetter erklären?
Von Wolken, Wind und Regen?
Was hätte sie verstanden, in dieser Situation?

Ich nahm ihre Hand und pustete in ihre Handfläche.

Das ist nur der Wind, es ist nichts anderes als Luft die um dich herum ist und sich bewegt. So wie du sie dir mit der Hand oder einem Stück Papier zufächeln kannst. Luft die du einatmest. Luft die auch ich nicht sehen kann. Luft die wenn sie sich bewegt Wind heißt.

Dabei zeigte ich ihr wie sie mit ihrer Hand sich Luft zufächeln kann.

Als ich ihre Hand nahm um sie an ihre Haustür zu bringen, hielt sie immer noch einen Arm vor ihr Gesicht. Aber sie sagte, der Wind ist nicht böse nichtwahr?

Warum ist mir das alles so in Erinnerung geblieben?

Ich weis es nicht und es sind auch nur kurze Momente die mich beeindruckt haben.
Die Fahrten die ich gemacht habe, mit diesen Kindern sind auch sehr oft sehr lustig gewesen. Wir haben viel gelacht, durcheinander gequatscht und gesungen.
Und manchmal haben die Kinder auch nur geschlafen, sodass ich sie am Zielort wecken musste.

Ich denke das Gehirn findet viele Wege und wir werden Heutzutage immer älter.
Eine Herausforderung für unser Gehirn.
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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Di 7 Okt 2014 - 21:02

Während meiner Ausbildung habe ich auch ein Praktikum in der Werkstatt für Behinderte absolviert und mir geht es wie dir. Ich habe mir ganz viel davon gemerkt, obwohl es nun schon fast 10 Jahre her ist. Vieles hat wohl mein Gehirn sehr beeindruckt. Die Menschen, wie sie mit sich , ihrem Schicksal und vor allem mit uns ,, Normalos " umgehen , hat mich und mein Leben bis heute nachhaltig verändert . Wenn es meine Zeit erlaubt, schau ich auf meiner Hausbesuchsrunde in ,, meiner Gruppe " vorbei und ich bin immer wieder beeindruckt, das sie mich noch heute erkennen und oft sagen,,weißt du noch ......an manches können sie sich sogar besser erinnern als ich,,weil sie je nach Grad ihrer Behinderung anders denken und fühlen. Wir beeindrucken sie wahrscheinlich sensibler und tiefgründiger. Leider auch negativ,denn Niemand sollte denken das Behinderte ,egal ob geistig oder körperlich , nicht fühlen und schnell vergessen.

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Mi 8 Okt 2014 - 6:59

Ich frage mich auch immer, warum das Gehirn bestimmte Dinge immer wieder abrufen kann und warum anderes ganz weg ist.

Man könnte meinen, es sind die Dinge, die uns sehr beeindruckt haben - so wie bei Kati Rose und Lovely Rose die Arbeit mit behinderten Menschen.

Aber das alleine kann es nicht sein, denn mein Gehirn hat während meines Urlaubs ganz subtile Dinge abgerufen.

So habe ich immer wieder ein Bild von mir vor Augen gehabt, als wir vor 38 Jahren im ehemaligen Jugoslawien in Urlaub waren.

Ich habe mich gesehen wie ich damals war und hatte sogar das weiße rückenfreie Kleid mit Stickerei genau vor Augen.

Das Kleid war weder etwas besonderes noch hat es mich stark beeindruckt, dennoch hatte ich das Bild ständig vor Augen.

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Mi 8 Okt 2014 - 11:03

Dann hatte dich wahrscheinlich die Situation besonders beeindruckt....

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BeitragThema: Re: Wenn das Gedächtnis Streiche spielt   Mi 8 Okt 2014 - 18:59

gut könnte so sein wie Onyxia schreibt. Im Urlaub habe ich das Buch ,, Glück kommt selten allein " Eckardt v Hirschhausen gelesen. Vieles kannte ich,,anderes war sehr lehrreich. Ua beschrieb er sehr genau ,das wir meistens von unserem Unterbewusstsein gesteuert werden und wir uns auch deshalb an viele Dinge später noch erinnern bzw unser Unterbwusstsein es ins Langzeitgedächtnis abgespeichert hat

Vielleicht hast du Dich , liebe Mouse Smiley_Rose in der Situation damals gut gefühlt, denn die Sinnesmodalität ,, Fühlen " wird von unserem Unterbewusstsein bzw unserem Gehirn , oft unterschätzt . Dabei spielt sie eine nicht unwesentliche Rolle in unserem Leben

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