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 Aida auf Reisen

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Aida



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BeitragThema: Aida auf Reisen   So 25 Jan 2009 - 17:35

Aida trifft auf die AIDA , geschrieben Anfang Dezember 2005


Tja, Compumouse meinte, ich solle mal ein bisschen etwas über meine Reisen auf der AIDA schreiben. Nach 5 Jahren „Sucht“ ist es gar nicht so einfach, einen Anfang zu finden, denn das soll ja kein Bericht über ein Schiff werden, sondern auch ein wenig von mir erzählen.

Ich war noch ein Küken, als mein Mann mich auf klassische Kreuzfahrten mitnahm. Ich war sofort genau so begeistert wie er, auf diese Art zu reisen: An den Seetagen das Meer erleben, an Land täglich neue Länder oder Inseln erkunden und das Hotelzimmer immer dabei haben.

Dann wurde mein Mann krank, an Reisen konnte ich mehrere Jahre gar nicht denken. Aber das war nicht schlimm. Er hatte mir so viel von der Welt gezeigt, ich hatte meine Erinnerungen.

Als ich zwei Jahre allein war, starb auch der Mann einer Bekannten, und sie wollte endlich mal etwas Besonderes machen, eine Kreuzfahrt. Da kam nur das Clubschiff AIDA für mich in Frage. Das war eine neue Art von Kreuzfahrt und ich hoffte, da nicht von den Erinnerungen an die früheren Reisen eingeholt zu werden. Ich war froh, meine erste große Reise nicht ganz alleine antreten zu müssen.

Wir entschieden uns für zwei Wochen Karibik, mein Lieblingsreiseziel. Die kleinen Antillen sind zum Teil vulkanischen Ursprungs und bieten neben traumhaften Stränden eine üppige Vegetation im Landesinneren. Aber auch die flachen und kargeren Inseln haben ihren Reiz. Die Menschen strahlen trotz relativ einfacher Lebensbedingungen eine unglaubliche Fröhlichkeit und Freundlichkeit aus.

Nach fast 10 Stunden Flug waren wir endlich in der Wärme. Die Busse warteten ein paar Meter neben dem Flugzeug. Es ging direkt zum Schiff, das Gepäck kam mit extra Bussen nach. Und dann stand ich endlich zum ersten Mal vor dem lächelnden Kussmund und dem strahlenden Auge. Erst mal die Kabine besichtigen und dann ging es auf zum Schiffsrundgang und dem ersten Cocktail an der Poolbar. Nach dem Auspacken und Abendessen war ich zum Auslaufen an Deck. Als Enya’s Sail Away erklang, hatten fast alle Tränen in den Augen. Das Abenteuer hatte begonnen.

Ich glaube, über das Schiff und das Leben an Bord brauche ich nicht viel zu erzählen – es gibt ja inzwischen massenweise Berichte darüber. Man kann sich an Bord nur wohl fühlen. Die Kabinen sind freundlich, das Sportangebot ist enorm, die Qualität des Essens ist super und bei der riesigen Auswahl in den Buffetrestaurants hat man immer wieder die Qual der Wahl. Die Animation ist absolut unaufdringlich, man kann mitmachen oder auch seine absolute Ruhe genießen. Etwas sehr Positives finde ich, dass es in den Restaurants keine feste Tischordnung gibt. So lernt man bei jeder Mahlzeit neue Leute kennen. Es sei denn, es finden sich ein paar Personen zusammen, die regelmäßig gemeinsam essen wollen. Ich bin inzwischen schon sehr oft alleine gefahren und habe nie Probleme gehabt, mit netten Menschen an Bord oder bei Ausflügen in Kontakt zu kommen. Seit ich mein Notebook habe, bin ich auch in einem AIDA-Forum, und da hat es sich eingebürgert, dass sich die Mitglieder, die zum selben Zeitpunkt an Bord sind, am ersten oder zweiten Tag treffen. So sind schon viele Freundschaften entstanden.

Da ich ein Sonnenkind bin, genieße ich an Seetagen die Wärme an Deck und suche mir einen Platz, von dem aus ich freien Blick aufs Meer habe. Für mich sind diese Tage immer viel zu kurz.

Aber die Landtage verfliegen genau so schnell. Gegen halb sieben bin ich draußen, um die Einfahrt in den Hafen zu erleben. Um diese Zeit ist es noch relativ ruhig an Deck. Wenn ich dann zum Frühstück gehe, gibt es in den Restaurants jede Menge Platz, da die meisten Passagiere bereits auf dem Weg zum Treffpunkt für ihre Ausflüge sind.

Die meisten Inseln oder Städte erkunde ich auf eigene Faust. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. In der Karibik hat es sich öfter ergeben, dass sich am Hafenausgang Leute fanden, die dieselbe Inseltour machen oder auch nur an einen Strand gebracht werden wollten. Dann haben wir uns zusammengetan, sind billiger gefahren und hatten viel Spaß.

Einige meiner an Bord gebuchten, organisierten Ausflüge waren aber auch Highlights:

Auf St. Lucia bin ich zum ersten Mal in einem kleinen Helikopter geflogen. Der Pilot hatte Spaß daran, uns zu zeigen, was seine Maschine kann. Erst einmal hat er uns über den Pitons, 2 Vulkankegeln mit Schwefelquellen, ordentlich durchgeschaukelt. Danach flog er über den Regenwald und auf eine Bergwand zu. Wir wurden alle leichenblaß – es sah aus, als würden wir gleich gegen den Berg knallen. Im letzten Moment drehte er lachend ab. Als Versöhnung flog er dann ein paar Runden über den Hafen, damit wir Fotos von unserem Schiff machen konnten.

Der Rundflug über Antigua war total harmlos dagegen. Wir bekamen wunderschöne Buchten und Strände zu sehen. Wer English Harbour kennt, kann sich vorstellen, wie traumhaft das von oben aussieht.

Dominica ist wohl die Insel mit der üppigsten Vegetation. Es gibt da eine Seilbahn durch den Regenwald. Die Gondeln sind sehr schmal, zwei Personen sitzen eng aneinander. Die Trasse ist kaum breiter als die Gondeln. Während der Bergtour fährt man knapp über dem Boden, die Palmwedel streifen einem manchmal über die Arme. Das ist Natur pur, und der „Regen“wald macht seinem Namen auch Ehre. Die Talfahrt findet in den Wipfeln der Bäume statt und man bekommt herrliche Ausblicke auf die See.

Unübertroffen ist aber bisher mein Schwimmen mit den Delfinen auf Tortola. Es gibt da ein großes, eingegrenztes Naturbecken, in dem die Delfine leben. Dann gibt es zwei kleinere Becken, in denen die Tiere trainiert werden. Wir waren je 8 Personen mit 2 Delfinen (meine hießen Calypso und Poseidon)in einem Becken, nachdem wir einen Einführungsfilm mit Anweisungen zum Umgang mit den Delfinen gesehen hatten. Die beiden Delfine genossen es, von uns gestreichelt zu werden und uns ihre Sprünge vorzuführen. Sie fühlen sich wunderbar an, das Fell ist wie Seide. Dann gab es für jeden von uns 4 Übungen: Zum Eingewöhnen Shakehands (Hände und Flossen) und Küsschen !!! Wir hatten Schwimmwesten an, und so konnten wir problemlos im tiefen Wasser stehen bzw. auf dem Bauch liegen. Stehend musste man die Arme ausbreiten, die Delfine kamen links und rechts von hinten auf mich zu, ich bekam genau die Rückenflossen zu packen und sie zogen mich durch das Becken. Dann lag ich auf dem Bauch, Calypso und Poseidon stießen mit ihrer Stirn gegen meine Fußsohlen und legten ein solches Tempo vor, dass ich (bedingt durch die Schwimmweste) fast senkrecht aus dem Wasser emporkam. Das war ein Gefühl ! Möchte ich unbedingt alles noch einmal erleben.

Als ich bei meiner ersten Reise mit „Time to say goodbye“, das im ganzen Schiff und Hafen erklang, von Bord ging, war mir zwar klar, dass ich wiederkommen würde, aber dass ich inzwischen 199 Tage an Bord verbracht habe, hätte ich mir damals nicht träumen lassen. Da wusste ich allerdings auch noch nicht, dass ich beim nächsten Mal einen lieben Menschen wiedersehen würde, mit dem mich jetzt eine wunderbare Freundschaft verbindet.
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Compumouse
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 25 Jan 2009 - 17:55

Sehr schön Aida Rose, ich hoffe, du kopierst uns deine anderen Reisen auch noch hier her. Ich lese die Berichte immer wieder gerne Knuddel.

_________________
Liebe Grüße
Compumouse
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 25 Jan 2009 - 18:29

Ja, das wäre schön, Aida Rose , wenn Deine anderen Berichte auch hier einziehen würden! Ich habe sie immer gerne gelesen und auch gern die schönen Bilder angeschaut! So kann man dann in Gedanken verreisen MSN-Lachen
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Aida



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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 25 Jan 2009 - 18:31

Reisebericht AIDAvita Karibik 2006

Teil 1

Freitag, 3. März

Für den Morgen ist Schneefall angesagt, aber als ich um 6 Uhr aufstehe, ist trockenes Wetter und auf der Fahrt nach Düsseldorf kommt sogar die Sonne heraus. Schon vor dem Check-in treffe ich Matthias, den ich bereits von anderen Reisen kenne, und seine Schwester Melanie. Wir haben uns viel zu erzählen, und so vergeht die Zeit bis zum Abflug sehr schnell. Die 10 Stunden bis La Romana in der Dominikanischen Republik ziehen sich zwar, aber meine Sitznachbarin wird beim Essen sehr gesprächig und es stellt sich heraus, daß sie ganz in meiner Nähe das älteste Juweliergeschäft der Stadt besitzt. Endlich kommen wir an, es geht vom Flugzeug über das Flugfeld direkt in die Transferbusse, die uns zur AIDAvita bringen. Die Koffer finden wir später vor den Kabinen wieder.

Ich habe eine sehr schöne Kabine mit Balkon und werde mit einer Flasche Champagner begrüßt. Da kann ich nicht widerstehen - sie wird sofort geöffnet und ein Glas daraus erst mal zum Umschalten genossen. Danach drehe ich eine Runde durchs Schiff. Mittlerweile ist mein Koffer angekommen und wird ausgepackt. Rechtzeitig zum Auslaufen bin ich fertig und betrachte alles mit einem weiteren Gläschen von meinem Balkon aus. Das erste Ablegen verursacht immer Gänsehaut pur, wenn das Typhon drei mal ertönt und die Aida sich langsam in Bewegung setzt.

Abendessen mit Melanie und Matthias im Calypso-Restaurant. Die Auswahl am Buffet ist wie gewohnt reichlich und von hervorragender Qualität. Danach geht es auf Deck 10 zur Poolparty. Leider finden wir keinen von den anderen über 30 Aida-fans, einige lernen wir am nächsten Tag per Zufall kennen. Als ich ins Bett komme, ist es nach deutscher Zeit fast 5 Uhr morgens, und ich schlafe wie ein Stein. Endlich mal wieder mit Wellenrauschen einschlafen!


Samstag, 4. März

Am nächsten Morgen bin ich um 9 Uhr an Deck, um die ersten Sonnenstrahlen zu genießen, bevor um 10 Uhr 20 die wöchentliche Seenotrettungsübung stattfindet. Bald danach gibt es einen Brunch auf dem Pooldeck, die Animation wird vorgestellt und es werden Spielchen gemacht. Den Rest des Tages verbringe ich faul an Deck und auf meinem Balkon. Abends gibt es im Theater die Welcome-Show mit Vorstellung der Schiffsleitung.


Sonntag, 5. März

Grenada begrüßt uns mit herrlichstem Wetter, als wir kurz nach 7 Uhr in St. George's anlegen. Ich habe die Zeitumstellung noch nicht so ganz verkraftet und ein wenig Angst vor der Sonne, so daß Melanie und Matthias allein an den Strand fahren und ich durch das Städtchen und hinauf zur Festung bummle. Nachmittags faulenzen alle an Deck.


Montag, 6. März

Wir ankern vor der Isla Margarita. Die Gäste werden mit den Rettungsbooten an Land gebracht, was immer eine gute Gelegenheit bietet, schöne Fotos vom Schiff zu machen. Die See ist ruhig, Schönwetterwolken segeln über den Himmel. Wir fahren nach dem Mittagessen an Land, bummeln durch die Verkaufsstände, schlendern über den Strand und beenden den Aufenthalt mit einem geeisten "Margarita" bei landestypischer Musik in einer Strandbar.

Inzwischen hat sich beim Essen ein Stammtisch gebildet. Jeder hat immer etwas Neues vom Tag zu berichten und es werden Pläne für die nächsten Ausflüge geschmiedet.


Dienstag, 7. März

Heute könnte ich eigentlich länger schlafen, da wir erst um 11 Uhr in Kralendijk auf Bonaire ankommen sollen. Aber mittlerweile bin ich beim Frühstück am "Familientisch" (Kapitän, Hotelmanager und Chefkoch) aufgenommen, und da werde ich um 8 Uhr erwartet. Ist auch gut so, denn wir fahren ein ganzes Stück an der Küste Bonaires entlang, was ich mir auch nicht entgehen lassen will. Die Sonne hält sich vormittags recht oft hinter Wolken verborgen, läßt sich ab mittags aber immer mehr sehen.

Schon an der Anlegestelle kann man erkennen, wie klar und sauber das Wasser ist. Ich kann von meinem Balkon aus auf den Grund des Wassers sehen! An der Uferpromenade tummeln sich bunte Fische im glasklaren Wasser. Auf der Suche nach einem Taxi bummeln wir durch das malerische Örtchen mit den bunten Häusern. Man erkennt ganz eindeutig, daß wir auf den niederländischen Antillen gelandet sind. Schließlich treffen wir auf einen Holländer, der uns mit seinem Landrover über die Insel fährt. Wir streicheln Esel, beobachten Flamingos in den Mangroven, sehen die ehemaligen Sklavenhäuser und die riesigen Salzbecken in den verschiedensten Farben. Ein Stopp an einem Strand, vor dem ein Riff liegt, zeigt uns das Meer in seinen leuchtendsten Blau- und Türkistönen. Karibikfeeling pur.


Mittwoch, 8. März

Kurz vor 5 Uhr bin ich auf. Die Einfahrt in Willemstad auf Curacao lasse ich mir nicht entgehen, obwohl es noch dunkel ist. Wir fahren auf einem schmalen Wasserweg durch die Stadt, unter einer Brücke durch und drehen dann in einem Hafenbecken, was ungefähr auf den Meter genau erfolgen muß, um unseren Liegeplatz zu erreichen. Langsam beginnt die Dämmerung und Punkt 6 Uhr erwacht das Leben in der Stadt.

Leider läßt sich die Sonne heute kaum blicken. Sehr schade, denn Willemstad mit seinen farbenfrohen Häusern wirkt im Sonnenlicht noch viel besser. Doch die Stadt ist bekannt dafür, daß man gut und günstig einkaufen kann. So stürmen wir in einer Clique los, um die Geschäfte unsicher zu machen. Da aber jeder wo anders gucken möchte und ich die Stadt kenne, setze ich mich ab und bummle durch die Gäßchen, vorbei am schwimmenden Markt und zurück über die Seepromenade.

Wir laufen um 22 Uhr aus. Leider ist der Himmel immer noch bewölkt, was Matthias und mich sehr traurig stimmt. Denn hier hätte man jetzt das Kreuz des Südens sehr gut sehen können. Na ja, ich gehe ins Bett. Um 1 Uhr morgens klingelt mein Telefon: Matthias sagt, die Wolken hätten aufgerissen und ob ich nicht rauskommen wollte, um nach den Sternen zu sehen. Das lasse ich mir nicht zwei mal sagen. Ich öffne die Tür zur Ocean-Bar im Heck und da steht Matthias und drückt mir ein Glas Wein in die Hand als Entschuldigung, daß er mich aus dem Schlaf geholt hat. Wir haben Glück: Die Wolken segeln hin und her, aber dazwischen können wir das Kreuz des Südens ganz klar erkennen. Glücklich und zufrieden gehe ich um 2 Uhr wieder ins Bett, Matthias bleibt noch draußen und schafft es, das Sternbild zu fotografieren.


Donnerstag, 9. März

Heute ist Seetag. Ein Tag zum Faulenzen und Entspannen. Jeder tut, was er will, aber unsere Clique trifft immer wieder auf einander.


Freitag, 10. März

Die erste Runde geht zu Ende. Pünktlich um 7 Uhr fahren wir in den Hafen von La Romana ein. Für mich ist das der schönste Tag an Bord. Ca. 800 Gäste müssen abreisen, aber ich habe noch 2 Wochen vor mir! Wir genießen den "Wechseltag" auf dem Schiff, beobachten die Abreise der alten Gäste und die Ankunft der neuen. Abends hole ich für uns eine Flasche Aida-Sekt, die wir beim Auslaufen auf meinem Balkon genießen. Die zweite Runde hat begonnen.


Samstag, 11. März

Der Tag verläuft ähnlich wie eine Woche zuvor. Nur bin ich diesmal ausgeschlafen und kann alle Veranstaltungen noch viel mehr genießen.


Sonntag, 12. März

Heute ist das Highlight meiner Reise: Ich gehe mit Delfinen schwimmen. Wir kommen pünktlich in Roadtown auf Tortola an und gleich nach dem Frühstück geht es los. Ich bin viel zu früh im Prospect Reef Resort. So habe ich genügend Zeit, die Delfine zu beobachten und der Gruppe vor mir zuzusehen. Als es auch für mich so weit ist, bekommen wir in einem Videofilm demonstriert, welche Übungen wir machen werden und wie wir uns verhalten müssen. Dann werden Schwimmwesten angezogen und es geht ins Wasser.

Wir stehen alle (9 Personen) im Becken in einer Reihe auf einem Gitterrost. Dann kommen 2 Delfine zu uns hereingeschwommen und wir dürfen sie streicheln. Danach muß immer jeweils einer vortreten, ein Delfin kommt heran geschwommen und wir geben Küßchen und machen "Shake-Hands". Zwischendurch zeigen uns die Tiere ihre Sprünge. Dann schwimmen wir alle ins Becken hinaus, der Trainer sagt uns, wie wir uns und unsere Hände bewegen müssen, und die Delfine machen zwischen uns genau das Selbe.

Bei den nächsten beiden Übungen bekommen wir die Kraft der Tiere zu spüren: Man "steht" im Wasser mit ausgebreiteten Armen, die Tiere kommen von hinten angeschwommen. Dann packt man an den Rückenflossen zu und wird rasant durchs Wasser gezogen.

Beim "foot-push" liegt man mit nach vorne gestreckten Armen auf dem Bauch. Die Delfine tanzen vor dem Trainer. Er fragt den ersten "are you ready?". Delfin nickt mit dem Kopf, schwimmt los. Frage an den zweiten Delfin "you too?". Auch wieder Kopfnicken und ab geht es. Dann kommen die beiden gleichzeitig mit ihrer Stirn an meinen Fußsohlen an und schieben mich mit einem derartigen Tempo durchs Wasser, daß ich senkrecht zum Stehen komme.









Der Abschied von den Tieren fiel mir richtig schwer - es war wieder ein wunderbares Erlebnis.
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Aida



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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 25 Jan 2009 - 18:40

AIDAvita Karibik 2006

Teil 2

Montag, 13. März

Auf Antigua gibt es wieder eine sehr schöne Einfahrt in die Bucht von St. John's. Da ich Antigua recht gut kenne, übernehme ich die Reiseleitung und wir fahren zu fünft im Taxi-Bus über die Insel. Schon auf der Fahrt nach English Harbour bekommen wir traumhafte Buchten zu sehen. Wir fahren erst zum Aussichtspunkt Shirley Heights, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die berühmte Bucht hat. Von hier aus kann man gut erkennen, wie geschützt Nelson's Dockyard liegt. Dann bummeln wir durch die alten Werftanlagen und den modernen Yachthafen. Zurück geht es über den Fig Tree Drive, den sog. Regenwald Antiguas. Obwohl wir nicht in den Bergen sind, bekommen wir einen Schauer mit. Übrigens hat Fig Tree nichts mit Feigen zu tun, sondern ist ein Spitzname für die Bananenpflanzen. Wir machen an zwei Stränden kurze Pausen und können wieder die tollen Wasserfarben bewundern.



Nachmittags streifen wir noch ein wenig durch die Geschäfte der Inselhauptstadt.


Dienstag, 14. März

Wir sind in Roseau auf Dominica. Diese Insel ist ein Naturparadies mit üppigster tropischer Vegetation. Das kommt daher, daß sie sehr bergig ist und viel Regenwald besitzt. Und nach meinen vielen Erfahrungen auf Dominica regnet es da auch täglich ausgiebig. Meist hat man im Hafen Glück, daß sich nach dem Morgenschauer die Wolken nur über den Bergen abregnen.

Zur Ausfahrt in einen herrlichen Sonnenuntergang gibt es wieder Balkonparty. Diesmal stehen wir sehr gedrängt und finden nur schwer ein Ende. Aber schließlich ruft das Abendessen.




Mittwoch, 15. März

Auch auf St. Lucia bin ich wieder rechtzeitig zum Einlaufen in die Bucht von Castries draußen. Mit dieser Insel verbinden mich ganz besondere Erinnerungen, da ich hier vor vielen Jahren zu meiner ersten Segeltour in der Karibik startete. Für meine Freunde ist es die letzte Station der Reise, alle wollen noch mal an den Strand. Ich bummle lieber durch das Städtchen und gehe meinen Erinnerungen nach.


Donnerstag, 16. März

Heute bin ich um halb neun auf dem Sonnendeck und finde einen schönen Platz für meine Liege, was an einem Seetag sehr ungewöhnlich ist. Kurz danach taucht ein verschlafener Matthias auf, schnappt sich auch eine Liege, stellt sie neben meine und geht telefonieren. Melanie ist im Tiefschlaf, die brauchte er nicht anzurufen. Die beiden Mädels holt er aus dem Bett, eine kommt schnell nach oben und bekommt eine dritte Liege. Die anderen tauchen irgendwann im Laufe des Vormittags bei uns auf. Wir sind echt stolz auf uns, den ganzen Tag mit 7 Leuten auf 3 Liegen auszukommen.

In den Restaurants gibt es Farewell-Dinner mit Lachs und Hummer satt. Alle schlagen noch mal kräftig zu, es ist schließlich der letzte Abend.


Freitag, 17. März

Meine abreisenden Freunde müssen um 9 Uhr ihre Kabine räumen, die Koffer stehen schon am Hafenterminal zum Flughafen-Check-in bereit. Heute hat jeder von uns eine Liege auf Deck, denn es ist noch nichts los. Die Pärchen gehen zum Einchecken an Land, während ich bei den Liegen Wache schiebe für das da deponierte Handgepäck. Außer mir machen alle einen recht müden Eindruck - die letzte Nacht war für die meisten viel zu kurz geworden. Also wird etwas Schlaf bis zum Mittagessen nachgeholt. Nach einem Glas Aida-Sekt geht es zum letzten Mal an den Stammtisch zum Essen. Mit "Time to say goodbye" von Andrea Bocelli und Sarah Brightman werden die Gäste von Bord begleitet und ich bringe meine Freunde bis zum Transferbus.

Ich darf noch eine Woche bleiben !!!


17. bis 24. März

Gleich am ersten Abend sitze ich an unserem alten Tisch mit anderen sehr netten Gästen zusammen. Auch wir werden in dieser Woche wieder eine kleine Familie. Selbst am Kofferband in Düsseldorf finden wir uns noch ein letztes Mal zusammen.

Die Stationen dieser Woche sind dieselben wie zu Anfang. Ich unternehme nicht sehr viel an Land, genieße das Schiff und faulenze in der Sonne, die mir jetzt nichts mehr anhaben kann. Highlight der letzten Woche ist mein Geburtstag, an dem mich eine Überraschung nach der anderen erwartet.

Der Abschied vom Schiff fällt mir diesmal nicht so schwer, da jemand ganz Lieber auch nach Hause fliegt und ich die AIDAvita - wenn nichts dazwischen kommt - in vier Monaten wiedersehen werde.



Für Compumouse:

Wenn Du sooo neugierig bist, erzähle ich jetzt auch noch von meinem Geburtstag:


Geweckt wurde ich kurz vor 7 Uhr, da rief meine Mutti an. Gut, daß ich nicht mehr ins Bett ging, denn das Telefon klingelte weiter. Danach schnell unter die Dusche und Handy einschalten, Empfang war da und eine liebe Nachricht von Matthias und anderen Freunden. Kurz vor 8 klopfte es an der Kabine, eine Flasche Aida-Sekt von einem befreundeten Ehepaar wurde gebracht. An der Kabinentür hing auch noch ein Fax von Matthias. Nun aber erst mal frühstücken.

Am Buffet kam mir der Hotelmanager entgegen, umarmte mich und brachte mich an den Tisch zum Kapitän. Wie üblich ging ich dann los, um mir etwas zu essen zu holen. Als ich wieder kam, stand eine überaus liebevoll gemachte Geburtstagstorte an meinem Platz. Der Hausherr hatte auch eine Überraschung für mich: einen Bademantel mit Aida-Logo. Matthias hatte ihm auch noch vor seinem Abflug eine CD für mich anvertraut, die ich erst am Geburtstag erhalten sollte.

Die Torte wurde mittags als Dessert mit den Sekt-Freunden verspeist, nachmittags habe ich für sie einen Drink an der Bar ausgegeben. Und dann wurde es Zeit, mich für den Abend herzurichten. "Captain's Dinner" war angesagt, was aber auf der Aida einfach heißt, daß wir beide zusammen essen gingen. Dann bekam ich Champagner an der Bar, bevor er noch mal auf die Brücke mußte.

Während ich mein letztes Glas zu Ende trank, gesellten sich noch Bekannte dazu. Dann verkündete mir der Barkeeper, daß der Kapitän mir ausrichten läßt, das Kreuz des Südens wäre jetzt sehr gut zu sehen. Da hielt mich nichts mehr in der Bar, ich stürmte an Deck zu meinem geliebten Sternbild. Es war das letzte Mal auf dieser Reise, daß ich es sehen konnte, und ein wunderschöner Abschluß dieses Tages.

So, jetzt wißt Ihr aber (fast) alles !!!
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Aida



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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 25 Jan 2009 - 18:44

Ich freue mich, wenn ihr meine Berichte hier haben wollt. In den nächsten Tagen geht es weiter. Ist ein mühseliger Job, macht aber Spaß, wenn dann doch was Vernünftiges dabei heraus kommt MSN-Lachen

Mit den Fotos scheint das noch nicht richtig zu klappen, anfangs waren sie alle sofort da :'(: . Wahrscheinlich sind sie zu groß. Die nächsten mache ich etwas kleiner.
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Mo 26 Jan 2009 - 18:35

Mit der AIDAvita im westlichen Mittelmeer 4. – 25. August 2006


Teil 1


Freitag, 4. August

01.50 Uhr - mein Wecker klingelt, und trotz der unmenschlichen Zeit springe ich fröhlich aus dem Bett. Meine Hunde Bamba und Bingo blinzeln verständnislos und schlafen weiter. Erst als sie merken, dass ich mich von ihnen verabschiede und wirklich aus dem Haus gehe, verlagern sie ihr Nachtquartier zur Hundesitterin ins Wohnzimmer. Die Nacht ist kalt und klar und kurz nach 5 Uhr erlebe ich auf dem Flug von Köln nach Mallorca einen wunderschönen Sonnenaufgang. Der Pilot beeilt sich, wir landen schon vor 7 Uhr in Palma und der Sommer hat mich wieder.

Alles geht an diesem Morgen blitzschnell - 10 Minuten vor Acht sitze ich bereits auf der AIDAvita beim Frühstück. Die Kabinen dürfen erst ab 15 Uhr bezogen werden. Aber ich habe das grosse Glück, in einem Besprechungszimmer eine liebevoll hergerichtete Schlafstätte vorzufinden. Gegen Mittag habe ich meinen Schlafmangel nachgeholt und geniesse vor dem Mittagessen ein Glas Aida-Sekt an der Pool-Bar. Der Rest des Tages vergeht im Nu mit Einrichten in der Kabine, Rundgang über das Schiff, Abendessen und Willkommensdrink vor dem Auslaufen an Deck. Das Ablegen kann ich von meinem Balkon aus beobachten, und danach lande ich sehr schnell im Bett.


Samstag, 5. August, Seetag

Kurz nach 7 Uhr werde ich wach und freue mich, die Wellen rauschen zu hören und das Schiff in Bewegung zu spüren. Ich frühstücke mit dem Kapitän und dem Küchenchef und wundere mich, daß noch relativ wenig Betrieb im Restaurant ist. Erst 2 Stunden später bei der Seenotrettungsübung wird mir der Grund dafür klar: Es gibt jede Menge Seekranke. Der Arzt läuft in den 20 Minuten, die wir in unseren Schwimmwesten brav aufgereiht an Deck verbringen müssen, zwei Mal mit dem Rollstuhl vorbei, um die Erkrankten abzuholen. Viele sind vor der Übung, die für alle an Bord befindlichen Personen Pflicht ist, schon im Hospital gewesen und dürfen im Bett bleiben. Doch alle, die mit dem relativ geringen Seegang kein Problem haben, geniessen anschließend die Show und den Brunch mit Freibier auf dem Pooldeck. Den Nachmittag verbringe ich faul in der Sonne. Abends geht es ins (relativ leere) Theater: Vorstellung der Schiffsleitung und Welcome-Show.


Sonntag, 6. August, Tunis

Alle Seekranken sind wieder zum Leben erwacht, nachdem wir ruhig im Hafen liegen. Beim Frühstück wird alles nachgeholt, was am Vortag geopfert werden mußte. Heute sitzt der Pressesprecher der Reederei mit am Tisch und ich amüsiere mich über seine Erzählungen von Erlebnissen mit Journalisten.

Da ich Tunis von früher kenne und keine Lust habe, mich mit Teppichverkäufern und sogenannten Fremdenführern auseinander zu setzen, geniesse ich das relativ leere Schiff, sonne mich und lese, bis es wieder Zeit zum Ablegen ist.


Montag, 7. August, Malta

Heute bin ich sehr früh an Deck, denn Malta ist eines meiner Lieblingsziele dieser Reise. Schon die Anfahrt und das Einlaufen in den Hafen von Valletta sind ein Erlebnis. Der Naturhafen ist gigantisch und wir legen direkt an der Altstadt an. Valletta, 1566 vom Johannitergroßmeister La Valette gegründet, ist heute die einzige Hauptstadt Europas, die komplett unter Denkmalschutz steht. Ich klettere die vielen Stufen vom Hafen hoch in die Stadt und werde mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Es herrscht reges Leben in der Stadt und ich geniesse den Bummel durch die Hauptstraße und die steilen, schmalen Nebengassen, durch die einem ein angenehmer Wind Erfrischung zuweht.





Dienstag, 8. August, Catania

Wir haben Glück: Ein strahlend schöner, klarer Morgen bietet uns einen herrlichen Blick auf den Ätna. Selbst um die Mittagszeit ist die Spitze des Vulkans frei von Wolken, was recht ungewöhnlich ist. Ich laufe zwei Stunden durch die Stadt, immer auf der Suche nach einem Blumengeschäft. Endlich finde ich einen Taxifahrer, der versteht, was ich möchte. Ich erstehe einen wunderschönen Strauss Sonnenblumen als Dankeschön für mein Bett am Freitag und löse damit grosse Freude aus.

Gegen 21 Uhr fahren wir durch die Strasse von Messina, eine Meerenge von nur 3 km. Wir müssen einen Lotsen an Bord nehmen, da hier reger Fährverkehr herrscht und er mit seinem perfekten Italienisch der Schiffsleitung den Weg frei machen kann. Das Lichtermeer zu beiden Seiten so nahe am Schiff ist beeindruckend. Gegen Mitternacht nähern wir uns dem Stromboli, einem aktiven Vulkan, der 200 m unter dem Meer liegt und 100 m darüber. Wir fahren sehr nahe heran. Da Vollmond ist, kann man den Kegel schon von Weitem gut erkennen. Die See ist spiegelglatt und glänzt im Mondlicht. Alleine das wirkt auf mich schon mehr wie ein Film als Realität. Und als wir dann am Stromboli sind, können wir eine halbe Stunde lang zusehen, wie er immer wieder Feuer spuckt. Das ist Gänsehautfeeling pur.


Mittwoch, 9. August, Neapel

Der Himmel ist grau verhangen, der Vesuv nur schemenhaft zu erkennen, und dann beginnt es auch noch zu regnen. Ich frühstücke erst mal in aller Ruhe und lasse mir dabei vom Kapitän erklären, in welche Richtung ich am besten laufen soll. Mit Schirm bewaffnet ziehe ich los. Der Verkehr ist für unsere Verhältnisse eine Katastrophe und ich frage mich, wie ich manche Straßen überqueren soll. Dann habe ich schnell raus, daß man einfach losgehen und die Autofahrer ansehen muß. Sie bleiben dann sehr höflich stehen. Mir gefällt die Stadt nicht besonders, aber das quirlige Leben macht Spaß. Nach dem Mittagessen kommt die Sonne hervor und ich liege nachmittags faul an Deck.

Während des Abendessens zieht in der Dämmerung ein Gewitter auf. Die Blitze sind gigantisch. Spaß daran haben die Kinder an meinem Tisch, die Erwachsenen sehen etwas ängstlich drein. Als es draussen finster wird, spiegelt sich der Speisesaal so in den grossen Scheiben, dass man von dem Unwetter kaum noch etwas sehen kann. Ich gehe in meine Kabine und öffne die Balkontür, um das Naturschauspiel weiter zu beobachten. Um drei und um fünf Uhr morgens werde ich von weiteren Gewittern geweckt. Zu Hause ist mir das immer unheimlich, aber hier an Bord fühle ich mich absolut sicher.


Donnerstag, 10. August, Seetag

Die Gewitter haben die Luft rein gewaschen. Strahlender Sonnenschein und ein wenig Seegang begrüssen uns am Morgen. Ich erfreue mich an den harmonischen Schiffsbewegungen, aber mittags und abends ist es in den Restaurants wieder relativ leer. Die Seekranken tun mir leid, denn am letzten Abend jeder einwöchigen Route gibt es ganz besondere Leckereien zu essen. Auch bei der Farewell-Show im Theater bleiben einige Reihen leer.


Freitag, 11. August, Palma de Mallorca

Um 5.15 Uhr kommt der Lotse an Bord, die AIDAvita fährt in den Hafen von Palma, dreht und liegt kurz vor 6 Uhr an der Pier fest. Die nachts in den Kabinengängen bereit gestellten Koffer werden nach Decks sortiert vor dem Schiff aufgereiht. Gegen 7 Uhr müssen die ersten Abreisenden von Bord, diejenigen mit einem späten Rückflug dürfen im Hafengebäude ihre Koffer aufgeben und den Tag noch entspannt an Bord verbringen.

Ich gönne mir nach dem Anlegen noch eine Stunde Schlaf, bummle dann gemütlich durch die Altstadt von Palma und beobachte nachmittags von Deck aus die Ankunft der neuen Gäste. Rund 1500 Passagiere waren in der vergangenen Woche an Bord - keine 100 davon fahren noch eine Woche weiter. Ich lasse mir sagen, dass das im Mittelmeer die Regel ist. Abends trinke ich am Pooldeck ein Gläschen Sekt bei der Begrüssung der neuen Gäste und geniesse danach das Auslaufen und den Beginn einer weiteren Woche.


Samstag, 12. August, Seetag

Heute ist die See ruhig, leider versteckt sich die Sonne hinter Wolken. Aber es bleibt trocken. Keiner wird bei der Rettungsübung nass oder seekrank. Die Liegen auf den Sonnendecks erfreuen sich grossen Zuspruchs und der bewölkte Himmel verhindert Sonnenbrände. Poolbrunch und Freibier finden reichlich Abnehmer. Abends zur Welcome-Show ist das Theater mehr als voll und auch an den Bars herrscht Hochbetrieb.


Sonntag, 13. August, Ajaccio

Wir sind auf Korsika in der Geburtsstadt Napoleons angekommen. Die Insel ist landschaftlich sehr reizvoll und ich geniesse das französische Ambiente. Obwohl Sonntag ist, herrscht schon vormittags reges Leben in der Stadt. Ein grosser Markt bietet jede Menge Käsesorten, Würste, Schinken, Oliven, Öle, Wein, Gewürze, Obst und Gemüse und auch Kleidung. Das Gedränge ist so gross, dass man kaum voran kommt - aber das stört keinen, es ist schliesslich Sonntag. Ich wandere weiter durch die Altstadt, am Geburtshaus Napoleons und der Kathedrale vorbei, zur Seepromenade. Auch hier herrscht am Stadtstrand schon reger Betrieb.

Den Nachmittag verbringe ich mit einem spannenden Buch an Deck und als ich gegen Abend in meine Kabine komme, erwartet mich da eine Flasche eisgekühlter Moet & Chandon - ein perfekter Sonntag.


Montag, 14. August, Civitavecchia

Wir laufen schon sehr zeitig im Hafen von Rom ein, da viele Schiffe heute hier anlegen und die Busausflüge nach Rom pünktlich um 8 Uhr starten müssen, damit wir auch wieder rechtzeitig ablegen können. Die Ausflüge dauern ca. 10 Stunden - da mache ich nicht mit, weil ich Rom von einem zweiwöchigen Aufenthalt vor einigen Jahren recht gut kenne. Ich bummle statt dessen über die ruhige Seepromenade von Civitavecchia und begucke mir die anderen Kreuzfahrtschiffe.




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Aida



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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Mo 26 Jan 2009 - 21:00

Teil 2


Dienstag, 15. August, Cannes

Hier ist unser Reedehafen. Die Aidavita liegt in der Bucht von Cannes vor Anker, da es keine entsprechend grosse Pier gibt. Nur Yachten können hier im Hafen festmachen. Und davon gibt es jede Menge in der absoluten Luxusklasse. Wir können sie gut bestaunen, da uns die Rettungsboote an ihnen vorbei an die Anlegestelle direkt an der Croisette bringen. Heute ist hier Feiertag, Maria Himmelfahrt. Die meisten Geschäfte sind geschlossen. Aber die Promenade an der Croisette und die Strände wimmeln von Menschen. Mir macht es Spass zu beobachten, wie die Einheimischen hier den Tag verbringen. Sie verstehen es, das Savoir-Vivre.


Mittwoch, 16. August, Barcelona

Ein halber Seetag liegt vor uns, ehe wir mittags in Barcelona einlaufen. Als wir uns der Stadt nähern, haben wir wunderbar klare Sicht und können viele Sehenswürdigkeiten schon beim Anlauf erkennen. Ich war bereits mehrmals hier, habe deshalb keine Eile und beobachte in aller Ruhe das Anlegen am World Trade Center. Auch da stehen die Leute auf der Terrasse und beobachten uns. Wir liegen absolut zentral in der Stadt - in 10 Minuten bin ich am Beginn der Rambla. Ich schiebe mich mit den Menschenmengen die Straße entlang, lege einen langen Stopp auf dem bunten, quirligen Markt ein und bummle dann durch die schmalen Gassen des gotischen Viertels. Als ich wieder auf der Vita ankomme, tun mir meine Füsse weh, und ich fasse einen neuen Plan für den nächsten Tag.





Donnerstag, 17. August, Barcelona

Das ist eine komische Nacht - kein Wellenrauschen, nur Stadt- und Hafenlärm. Irgendwann gegen Morgen schliesse ich sogar meine Balkontür , weil mir der Krach auf die Nerven geht.

Meine Füsse haben immer noch keine rechte Lust, viel zu laufen. Also wähle ich die faule Variante des Sightseeing. Ich steige in einen der offenen "hop on, hop off" Touristenbusse, bekomme einen Platz in der ersten Reihe und lasse mich bequem durch die Stadt kutschieren.

Und abends ist schon wieder Farewell-Dinner und -Show angesagt: Die zweite Runde geht zu Ende.


Freitag, 18. August, Palma

Diesmal stehe ich zum frühen Einlaufen nicht auf. Gut so, denn als ich wach werde, fröstle und huste ich. Da ich keine Lust habe, in der letzten Woche eine richtige Erkältung auszubrüten, gehe ich gleich ins Hospital und lasse mich mit Medikamenten versorgen. Die wirken gut, schlauchen mich aber ganz schön. Den Vormittag verbringe ich in Ruhe lesend auf meinem Balkon.

Inzwischen ist ein Fernsehteam von RTL an Bord gekommen. Sie filmen erst in einer benachbarten Kabine, dann am Bug der Aida, was ich alles von meinem Balkon aus gut beobachten kann. Der Film soll unter dem Titel "Katjas härteste Jobs" laufen. Und harte Jobs hat das Mädchen zu machen: Fenster von aussen putzen in 26 m Höhe über der Wasserlinie, von der Pier über ein Boot auf die sog. Birne klettern und diese schrubben, einen 40 kg Thunfisch ausnehmen und zubereiten usw.


Die nächsten 3 Tage verlaufen ähnlich wie in der ersten Woche. Ich habe das Gefühl, die Zeit rennt von Tag zu Tag schneller, je näher das Ende kommt.


Dienstag, 22. August, Catania

Diesmal muß ich kein Blumengeschäft suchen und kann mich ganz entspannt dem quirligen Fischmarkt, den schönen Gebäuden und den breiten Strassen mit ihren Geschäften widmen. Es ist heisser als beim letzten Mal und ich freue mich über die Klimaanlage auf der Aida.



Diesmal darf ich die Passage der Strasse von Messina auf der Brücke miterleben. Das Arbeitsklima, die Ruhe und der Rundumblick faszinieren mich da immer wieder. Der Stromboli enttäuscht uns auch heute nicht und spuckt sein Feuer in die Neumondnacht.


Mittwoch, 23. August, Neapel

Strahlender Sonnenschein den ganzen Tag - da wirkt die Stadt doch sehr viel freundlicher als beim letzten Mal.

Am späten Nachmittag kommt der Webmaster des Aida-Fan-Forums zu Besuch an Bord, um alte Bekannte wieder zu treffen und viele Fotos zu machen. Ich lade ihn und seine Freundin auf einen Cocktail an der Aida-Bar ein. Kurz danach laufen wir aus und er macht von Land aus tolle Aufnahmen davon. Wer Lust hat, sie sich anzusehen:

http://www.aida-logbuch.de/tagebuch2006/aidavita/536071973f00ea207/index.html

Als ich auf meinem Balkon das Ablegen verfolge, kommt ganz schöne Wehmut auf. Zwar habe ich noch einen ganzen Tag vor mir, aber es ist das letzte Sail Away für diesmal.


Donnerstag, 24. August, Seetag

Vormittags döse ich in der Sonne an Deck und lasse das Animationsprogramm und den Pool-Brunch an mir vorbei ziehen. Dann geht es zum letzten Mittagessen, noch ein Blick in den Shop und die Fotos vom Vortag abholen. Nun führt kein Weg mehr an dem einzig widerlichen Programmpunkt der Reise vorbei: Koffer packen. Als ich das hinter mir habe, lebe ich wieder auf. Der Kapitän hat mich zum Abendessen eingeladen und wir verbringen einen schönen Abend..


Freitag, 25. August, Palma

Beim Frühstück sagt der Kapitän: "Das waren jetzt 3 Wochen, wo sind die geblieben?" Das frage ich mich auch. Ich weiss wieder einmal, wie recht er mit seinem Spruch hat "hier eilt die Zeit im Sauseschritt und wir, wir hetzen alle mit".

Dann heisst es auf AIDAvita-Sehen und sich auf das nächste Mal freuen.
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Kasimir



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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Di 27 Jan 2009 - 10:26

Das sind wirklich tolle und beeindruckende Beschreibungen Deiner Reisen. Bitte mehr Fotos, denn ein Foto sagt mehr als viele Worte.

Ich freue mich schon auf die nächsten Zeilen.
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Di 27 Jan 2009 - 11:42

Vielen Dank, Kasimir. Ich mache in den nächsten Tagen weiter.
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Compumouse
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Di 27 Jan 2009 - 18:55

Kasi, die Fotos kannst du alle noch in der alten Mousefalle sehen.
Aida Rose, wenn du mal Lust und Muse hast, kannst du die Bilder auch in die Gallery stellen. Ich habe genügend Speicherplatz gekauft.

_________________
Liebe Grüße
Compumouse
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Di 27 Jan 2009 - 19:03

Reisebericht AIDAvita 27. Oktober bis 3. November 2006


Teil 1


Freitag, 27. Oktober, Palma

Um 9 Uhr fahre ich zum Flughafen. Die Wartezeit bis zum Abflug vergeht schnell, da ich mich mit Lisa aus dem Aida-Fan-Forum treffe. Im Flugzeug sitze ich auf der richtigen Seite, um beim Landeanflug alle 3 Aidas von oben sehen zu können.



Vor den Transferbussen verabschiede ich mich von Lisa, da sie mit der Aura über den Atlantik in die Karibik fährt. Ich bin freudig überrascht, welch hochsommerliches Wetter uns empfängt. Als ich im Hafenterminal auf den Check-in warte, kommen auch schon Melanie, Matthias und Holger an - große Wiedersehensfreude. Wir hatten uns im März in der Karibik zum letzten Mal gesehen.

Kurz vor 16 Uhr sind wir auf der Vita. Ich habe Glück: Bald danach wird mein Koffer in die Kabine gebracht und ich kann gleich auspacken und den Rest des Tages entspannt genießen. Heute morgen fand auf der Vita ein Treffen aller Kapitäne (bis auf Herrn Böttcher, der auf der Blu ist) statt und es sind noch einige an Bord, als ich meine erste Runde durchs Schiff drehe. Wir nehmen unseren Begrüßungsdrink an der Anytime Bar und beobachten dabei, wie alles für die Siegerehrung der Golf Trophy vorbereitet wird. Das Abendessen schmeckt wie immer ausgezeichnet. Danach gehe ich mit Matthias wieder in die Anytime Bar und wir werden von Birdy, dem ehemaligen Clubdirektor, herzlich begrüßt. Ich freue mich über das - wenn auch nur kurze - Wiedersehen, denn um halb zehn muß er von Bord.



In meiner Kabine ist eine Flasche Champagner angekommen. Das ist genau das Richtige, um das gemeinsame Auslaufen von Cara, Vita und Aura auf meinem Balkon angenehm zu begießen. Matthias will die Ausfahrt an Deck erleben, Melanie und Holger kommen um halb zehn zu mir. Kurz darauf klingelt mein Telefon und ich bekomme einen "Logenplatz" angeboten. Ich sause nach oben und das junge Paar kann meinen Balkon alleine genießen.

Kurz vor 22 Uhr legen wir als erstes Schiff ab. Das Typhon ertönt drei Mal und danach Sail Away: Gänsehaut-Feeling stellt sich ein. Bald nachdem wir die Hafenmole passiert haben, nehmen wir Fahrt weg und beobachten, wie als nächstes die Aura ablegt. Sie holt uns schnell ein und fährt rechts neben uns her. Endlich kann auch die Cara folgen. Wir verlangsamen unsere Geschwindigkeit noch etwas, während sich uns die Cara mit vollem Tempo nähert, bis sie schließlich links neben uns ankommt. Alle Schiffe sind voll beleuchtet, es wird ordentlich gehupt und unser Kapitän begrüßt Cara und Aura, indem sich die Scheinwerfer kreuzen. Großes Freudengeschrei an Deck, als wir alle drei so neben einander her fahren. Dann verabschiedet sich die Aura als erstes und schließlich trennen auch wir uns von der Cara. Jedes Schiff nimmt Kurs auf einen anderen Hafen.

Als ich in meine Kabine zurückkomme, ist sie leer. Matthias ruft an, kommt vorbei und wir beenden diesen herrlichen Tag und Abend mit dem Rest des Champagners.


Samstag, 28. Oktober, auf See

Als ich kurz nach 7 Uhr aufstehe, ist es noch frisch draußen. Ich gehe erst mal in aller Ruhe in netter Gesellschaft frühstücken. Danach schreibe ich meine einzige Ansichtskarte auf dieser Reise, damit sie möglichst noch vor mir ankommt. Die Sonne scheint schon warm auf meinen Balkon und bei der Seenotrettungsübung schwitzen alle, die eine Strickjacke angezogen haben. Auf meiner Musterstation geht es sehr fröhlich zu und wir schaffen es, als erstes komplett anwesend zu sein. Bei seinem Rundgang ums Deck wird der Hausherr mit einem lautstarken "Guten Morgen, Herr Kapitän" von uns begrüßt.

Danach ist Fan-Treffen an der Poolbar. Holger, der zum ersten Mal auf der Aida ist, wiederholt seinen Spruch vom Vortag: Ich glaube, Ihr seid hier auf Familienbesuch. Er hat damit den Nagel auf den Kopf getroffen, denn es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Leute von der Crew uns freudig begrüßen.

Da die letzte Nacht für mich ein wenig kurz war, verziehe ich mich nach dem Mittagessen auf meinen Balkon und hole in der Sonne etwas Schlaf nach. Nach dem Abendessen und der Welcome-Show im Theater treffen wir alle wieder an der Ocean-Bar im Heck zusammen. Der Abend ist viel zu schön und mild, um ihn nicht im Freien zu verbringen. Ein Seetag aus dem Bilderbuch geht zu Ende.


Sonntag, 29. Oktober, Tunis

Heute bin ich ganz faul und genieße vormittags das leere Sonnendeck. Nach dem Mittagessen erfolgt der Ansturm auf die Liegen. Leider steht die Sonne nach dem Wechsel auf die Winterzeit schon sehr tief, sodaß sie bald ihre Kraft verliert. Dafür bekommt keiner mehr einen Sonnenbrand.


Montag, 30. Oktober, Malta

Die Einfahrt in den wunderschönen Naturhafen von La Valetta lockt viele Gäste an Deck. Bei dem herrlichen Wetter kann ich mir gar nicht richtig vorstellen, daß zwei Wochen zuvor die See über die Hafenmole gischte. Leider machen der Küchenchef und ich beim Frühstück einen Fehler. Wir sprechen über das wunderbare Wetter und werden dabei erwischt. Dieses Thema ist an Bord nicht erwünscht.

Ich bummle nach dem Frühstück durch die Stadt und fühle mich nach den vielen Aufenthalten da schon ein wenig zu Hause. Am frühen Nachmittag finden mich meine Freunde wieder auf meinem "Stammplatz" an Deck. Melanie ist ganz glücklich, weil sie eine Handtasche und Schuhe erstanden hat.




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Aida



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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Di 27 Jan 2009 - 19:25

Teil 2


Dienstag, 31. Oktober, Catania

Heute morgen muß ich zum Einlaufen nicht an Deck, ich kann alles von meinem Balkon aus beobachten. Wieder herrscht wunderbar klare Luft und der über 3000 m hohe Ätna ist wolkenfrei zu sehen. Ich bin pünktlich um 8 Uhr beim Frühstück und werde nach meinen Plänen gefragt. Wir wollen als erstes zum Fischmarkt. Aber bei meinen drei Freunden ist es in der Anytime Bar spät geworden. Nur Matthias und Holger lassen sich im Restaurant blicken, Melanie schläft. Schließlich gelingt es dem Kapitän, die beiden Herren dazu zu bewegen, Melanie aufzuwecken, damit wir den vollen Marktbetrieb noch mitbekommen. Sie ist dann auch wirklich ganz flott und wir genießen den Trubel unter den Einheimischen. Nach einem gemütlichen Spaziergang durch das Stadtzentrum ist nachmittags noch mal Sonnendeck angesagt.




Zum Auslaufen versammeln wir uns mit einer Flasche Sekt auf meinem Balkon. Es ist schon dunkel und der Ätna bietet uns einen spektakulären Anblick mit seiner rot glühenden Lava. Nach dem Abendessen besorge ich uns eine weitere Flasche Sekt für die Passage der Straße von Messina, denn auch hierfür liegt mein Balkon auf der richtigen Seite. Das Lichtermeer um die schmale Seestraße ist faszinierend. Leider ist es inzwischen recht kühl geworden und der Wind bläst sehr frisch. Nun freue ich mich, daß ich meine warme Windjacke nicht umsonst mitgenommen habe.

Kurz vor Mitternacht passieren wir den Stromboli. Der Mond scheint und man kann den Vulkankegel schon von Weitem gut erkennen. Wir fahren sehr nahe heran, und jedes Feuer Spucken wird mit Freudenrufen an Deck aufgenommen.


Mittwoch, 1. November, Neapel

Heute kommt die Strafe für das Gespräch über das Wetter: grauer Himmel, dunkle Wolken beim Anlegen. Der Wetterbericht sagt 40 % Regenwahrscheinlichkeit für Napoli voraus. Meistens bedeutet das einige Schauer oder leichten Regen. Aber am Vormittag öffnet Petrus alle Schleusen: Das Wasser fällt nur so vom Himmel. Gegen Mittag wird es so dunkel, daß alle Lichter im Hafen angehen. Gewitter runden das Schauspiel ab. Wir freuen uns, keinen Ausflug geplant zu haben. Ich mache mir einen richtig faulen Tag an Bord mit Lesen, Schlaf nachholen und an der Bar plaudern.


Donnerstag, 2. November, auf See

Beim Aufwachen traue ich meinen Augen kaum: strahlender Sonnenschein. Ich liege schon um 9 Uhr an Deck in der Sonne, allerdings nicht mehr im Bikini sondern mit Strickjacke und langer Hose, obwohl ich einen relativ windgeschützten Platz nahe der Poolbar gefunden habe. Gegen 11 Uhr tauchen auch die Aida-Fans nach einander auf und versammeln sich an der Bar. Das Buffet neben dem Pool wird aufgebaut und der Grill angeworfen. Die Animation startet ihr Programm und verkündet, daß wegen des stärker gewordenen Seegangs der Pool geleert wird. Aber die Leute, die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen, bekommen volle Duschen des überschäumenden Wassers ab. Wir haben mittlerweile Windstärke 6 -7 und eine Dünung von einem Sturmtief nördlich der Balearen. Die Vita kommt in Bewegung. Ich habe das schon lange nicht erlebt und trinke darauf ein Glas Sekt.

Beim Mittagessen merke ich, daß es einigen Gästen nicht gut geht. Andere bewundere ich, wie sie ihre Suppenschalen bei den ungewollten Bewegungen, die der Seegang verursacht, geschickt balancieren. Mir schmeckt mein Essen und der Wein. In der Kabine merke ich, daß ca. jede Viertelstunde die Vita so in eine Welle taucht, daß das Wasser über meinen Balkon hinaus sprüht. Also begebe ich mich in Warteposition für ein gutes Foto, bevor ich endlich meinen Koffer packe. Dann schlendere ich noch mal durch die Bar zum Shop, um zu sehen, ob nicht doch etwas zum Kaufen reizt. Ich werde fündig und wundere mich auf dem Rückweg, daß so wenig Leute zu sehen sind. An der Rezeption werden Seekrankheitstabletten in Massen verteilt. Was im Hospital los ist, will ich gar nicht wissen. Ok, in der Dusche beim Haare Waschen muß ich schon aufpassen, nicht auszurutschen oder das Gleichgewicht zu verlieren.




Farewell-Dinner im Calypso-Restaurant: Nur vereinzelt sind Personen an den Tischen zu finden. Andere laden haufenweise trockenes Brot auf Teller, um ihre in den Kabinen flach liegenden Gefährten zu versorgen. Petra und Michael halten eisern im Außenbereich des Restaurants aus, um auch rauchen zu dürfen. Holger flüchtet ab und zu nach draußen für frische Luft. Melanie, Matthias und ich genießen das Essen und die Ruhe. Keiner fragt nach einem Platz an unserem Tisch - es sind genug Tische frei, das erste Mal, daß ich das auf Aida erlebe.

Die Abschiedsshow im Theater und die Poolparty werden abgesagt. An der Aida-Bar wird Seemannsmusik gespielt - genau das Richtige für uns. Schnäpse und Sekt werden bereit gestellt, bevor der Kapitän seine Abschiedsrede an die "Überlebenden" hält. In dem kleinen Kreis ist das richtig gemütlich.



Danach kehren wir wieder an unsere Plätze an der Bar zurück, trinken noch einen und verabschieden uns von Petra und Michael, die am nächsten Morgen schon früh nach Hause fliegen.




Freitag,3. November, Palma

Diese Einfahrt verschlafe ich bewußt, da wir schon kurz nach 5 Uhr da sind. Ich habe einen langen Tag ohne Sonnenliege oder Bett vor mir. Letztes Frühstück mit Melanie, Matthias und Holger. Kurz vor 9 Uhr gehen wir unsere Koffer einchecken und werden von unserem Kapitän vor dem Schiff verabschiedet. Alles läuft planmäßig - die Vita wird sich um 11 Uhr auf den Weg nach Palermo in die Werft machen. Wir lassen unsere Transferbusse sausen und beobachten, wie ein Teil der Crew von Bord geht und neue Mitarbeiter für die Werft an Bord kommen. Der große Kran hat seine Container an Bord gebracht, die Überfahrt kann beginnen. Auf die Sekunde pünktlich legt die Vita ab und der Kapitän winkt uns noch ein letztes Mal zu.




Als die Vita hinter der Hafenmole verschwindet, bringen mich meine drei Freunde zur Finca und fahren dann weiter zum Flughafen. Wir haben eine wunderschöne Woche zusammen verbracht. Auf der Finca finde ich sehr schnell Gesellschaft, und so vergeht auch die Zeit bis zu meinem späten Abflug in angenehmer Atmosphäre. Als ich kurz vor Mitternacht zu Hause bin, nehme ich meine Hundchen in den Arm und habe das Gefühl, endlos lange in einer anderen Welt gewesen zu sein.
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Di 27 Jan 2009 - 19:30

Liebe Mouse Rose

Ich glaube, daß man mit den Fotos mehr anfangen, wenn sie direkt im Reisebericht eingefügt sind. Macht zwar Arbeit, ist aber meiner Meinung nach ein vernünftiges Ergebnis. Ich werde schon noch Fotos für die Gallery finden, wenn ich hier erst mal àjour bin Zwinker . Und das kann noch ein wenig dauern .....
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Di 27 Jan 2009 - 19:32

Du machst das ganz toll mit den passenden Fotos im Posting.
Vielen Dank, dass du dir so viel Mühe für uns machst Kuss

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