
Hier könnt ihr mit uns diskutieren, einfach nur Spaß haben, oder auch mal den einen oder anderen Rat bekommen. |
| | |
| Autor | Nachricht |
|---|
Aida

 Anzahl der Beiträge: 15494 Alter: 62 Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Aida auf Reisen So 25 Jan 2009 - 17:35 | |
| das Eingangsposting lautete :
Aida trifft auf die AIDA , geschrieben Anfang Dezember 2005
Tja, Compumouse meinte, ich solle mal ein bisschen etwas über meine Reisen auf der AIDA schreiben. Nach 5 Jahren „Sucht“ ist es gar nicht so einfach, einen Anfang zu finden, denn das soll ja kein Bericht über ein Schiff werden, sondern auch ein wenig von mir erzählen.
Ich war noch ein Küken, als mein Mann mich auf klassische Kreuzfahrten mitnahm. Ich war sofort genau so begeistert wie er, auf diese Art zu reisen: An den Seetagen das Meer erleben, an Land täglich neue Länder oder Inseln erkunden und das Hotelzimmer immer dabei haben.
Dann wurde mein Mann krank, an Reisen konnte ich mehrere Jahre gar nicht denken. Aber das war nicht schlimm. Er hatte mir so viel von der Welt gezeigt, ich hatte meine Erinnerungen.
Als ich zwei Jahre allein war, starb auch der Mann einer Bekannten, und sie wollte endlich mal etwas Besonderes machen, eine Kreuzfahrt. Da kam nur das Clubschiff AIDA für mich in Frage. Das war eine neue Art von Kreuzfahrt und ich hoffte, da nicht von den Erinnerungen an die früheren Reisen eingeholt zu werden. Ich war froh, meine erste große Reise nicht ganz alleine antreten zu müssen.
Wir entschieden uns für zwei Wochen Karibik, mein Lieblingsreiseziel. Die kleinen Antillen sind zum Teil vulkanischen Ursprungs und bieten neben traumhaften Stränden eine üppige Vegetation im Landesinneren. Aber auch die flachen und kargeren Inseln haben ihren Reiz. Die Menschen strahlen trotz relativ einfacher Lebensbedingungen eine unglaubliche Fröhlichkeit und Freundlichkeit aus.
Nach fast 10 Stunden Flug waren wir endlich in der Wärme. Die Busse warteten ein paar Meter neben dem Flugzeug. Es ging direkt zum Schiff, das Gepäck kam mit extra Bussen nach. Und dann stand ich endlich zum ersten Mal vor dem lächelnden Kussmund und dem strahlenden Auge. Erst mal die Kabine besichtigen und dann ging es auf zum Schiffsrundgang und dem ersten Cocktail an der Poolbar. Nach dem Auspacken und Abendessen war ich zum Auslaufen an Deck. Als Enya’s Sail Away erklang, hatten fast alle Tränen in den Augen. Das Abenteuer hatte begonnen.
Ich glaube, über das Schiff und das Leben an Bord brauche ich nicht viel zu erzählen – es gibt ja inzwischen massenweise Berichte darüber. Man kann sich an Bord nur wohl fühlen. Die Kabinen sind freundlich, das Sportangebot ist enorm, die Qualität des Essens ist super und bei der riesigen Auswahl in den Buffetrestaurants hat man immer wieder die Qual der Wahl. Die Animation ist absolut unaufdringlich, man kann mitmachen oder auch seine absolute Ruhe genießen. Etwas sehr Positives finde ich, dass es in den Restaurants keine feste Tischordnung gibt. So lernt man bei jeder Mahlzeit neue Leute kennen. Es sei denn, es finden sich ein paar Personen zusammen, die regelmäßig gemeinsam essen wollen. Ich bin inzwischen schon sehr oft alleine gefahren und habe nie Probleme gehabt, mit netten Menschen an Bord oder bei Ausflügen in Kontakt zu kommen. Seit ich mein Notebook habe, bin ich auch in einem AIDA-Forum, und da hat es sich eingebürgert, dass sich die Mitglieder, die zum selben Zeitpunkt an Bord sind, am ersten oder zweiten Tag treffen. So sind schon viele Freundschaften entstanden.
Da ich ein Sonnenkind bin, genieße ich an Seetagen die Wärme an Deck und suche mir einen Platz, von dem aus ich freien Blick aufs Meer habe. Für mich sind diese Tage immer viel zu kurz.
Aber die Landtage verfliegen genau so schnell. Gegen halb sieben bin ich draußen, um die Einfahrt in den Hafen zu erleben. Um diese Zeit ist es noch relativ ruhig an Deck. Wenn ich dann zum Frühstück gehe, gibt es in den Restaurants jede Menge Platz, da die meisten Passagiere bereits auf dem Weg zum Treffpunkt für ihre Ausflüge sind.
Die meisten Inseln oder Städte erkunde ich auf eigene Faust. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. In der Karibik hat es sich öfter ergeben, dass sich am Hafenausgang Leute fanden, die dieselbe Inseltour machen oder auch nur an einen Strand gebracht werden wollten. Dann haben wir uns zusammengetan, sind billiger gefahren und hatten viel Spaß.
Einige meiner an Bord gebuchten, organisierten Ausflüge waren aber auch Highlights:
Auf St. Lucia bin ich zum ersten Mal in einem kleinen Helikopter geflogen. Der Pilot hatte Spaß daran, uns zu zeigen, was seine Maschine kann. Erst einmal hat er uns über den Pitons, 2 Vulkankegeln mit Schwefelquellen, ordentlich durchgeschaukelt. Danach flog er über den Regenwald und auf eine Bergwand zu. Wir wurden alle leichenblaß – es sah aus, als würden wir gleich gegen den Berg knallen. Im letzten Moment drehte er lachend ab. Als Versöhnung flog er dann ein paar Runden über den Hafen, damit wir Fotos von unserem Schiff machen konnten.
Der Rundflug über Antigua war total harmlos dagegen. Wir bekamen wunderschöne Buchten und Strände zu sehen. Wer English Harbour kennt, kann sich vorstellen, wie traumhaft das von oben aussieht.
Dominica ist wohl die Insel mit der üppigsten Vegetation. Es gibt da eine Seilbahn durch den Regenwald. Die Gondeln sind sehr schmal, zwei Personen sitzen eng aneinander. Die Trasse ist kaum breiter als die Gondeln. Während der Bergtour fährt man knapp über dem Boden, die Palmwedel streifen einem manchmal über die Arme. Das ist Natur pur, und der „Regen“wald macht seinem Namen auch Ehre. Die Talfahrt findet in den Wipfeln der Bäume statt und man bekommt herrliche Ausblicke auf die See.
Unübertroffen ist aber bisher mein Schwimmen mit den Delfinen auf Tortola. Es gibt da ein großes, eingegrenztes Naturbecken, in dem die Delfine leben. Dann gibt es zwei kleinere Becken, in denen die Tiere trainiert werden. Wir waren je 8 Personen mit 2 Delfinen (meine hießen Calypso und Poseidon)in einem Becken, nachdem wir einen Einführungsfilm mit Anweisungen zum Umgang mit den Delfinen gesehen hatten. Die beiden Delfine genossen es, von uns gestreichelt zu werden und uns ihre Sprünge vorzuführen. Sie fühlen sich wunderbar an, das Fell ist wie Seide. Dann gab es für jeden von uns 4 Übungen: Zum Eingewöhnen Shakehands (Hände und Flossen) und Küsschen !!! Wir hatten Schwimmwesten an, und so konnten wir problemlos im tiefen Wasser stehen bzw. auf dem Bauch liegen. Stehend musste man die Arme ausbreiten, die Delfine kamen links und rechts von hinten auf mich zu, ich bekam genau die Rückenflossen zu packen und sie zogen mich durch das Becken. Dann lag ich auf dem Bauch, Calypso und Poseidon stießen mit ihrer Stirn gegen meine Fußsohlen und legten ein solches Tempo vor, dass ich (bedingt durch die Schwimmweste) fast senkrecht aus dem Wasser emporkam. Das war ein Gefühl ! Möchte ich unbedingt alles noch einmal erleben.
Als ich bei meiner ersten Reise mit „Time to say goodbye“, das im ganzen Schiff und Hafen erklang, von Bord ging, war mir zwar klar, dass ich wiederkommen würde, aber dass ich inzwischen 199 Tage an Bord verbracht habe, hätte ich mir damals nicht träumen lassen. Da wusste ich allerdings auch noch nicht, dass ich beim nächsten Mal einen lieben Menschen wiedersehen würde, mit dem mich jetzt eine wunderbare Freundschaft verbindet. |
|  | |
| Autor | Nachricht |
|---|
Mulan

 Anzahl der Beiträge: 172 Ort: Bremen Anmeldedatum: 18.11.08
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Di 27 Jan 2009 - 19:58 | |
| Ganz tolle Reiseberichte,liebe Aida Ich habe einmal ein Aida-Schiff in Warnemünde gesehen,als wir dort im Hafen lagen. War schon ein besonderes Erlebnis als das Schiff auslief.  LG Mulan |
|  | | Mulan

 Anzahl der Beiträge: 172 Ort: Bremen Anmeldedatum: 18.11.08
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Di 27 Jan 2009 - 19:59 | |
| Wollte noch ein Foto mitschicken,hat leider nicht geklappt. |
|  | | Aida

 Anzahl der Beiträge: 15494 Alter: 62 Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Di 27 Jan 2009 - 20:02 | |
| Liebe Mulan Ich glaube, ich habe Dein Foto gesehen. Das war die AIDAcara in Warnemünde. Ich bin mit ihr auch von da aus gefahren, 2005 war das. Leider habe ich damals noch keine Reiseberichte geschrieben. |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Mi 28 Jan 2009 - 11:07 | |
| aida, ehe was in den falschgen hals kommt  , tolle berichterstattung, tolle fotos. ich bewundere deine reingesteckte muehe! aberrrr....... fehlt bei der geschichte nicht was????  :$: buendia  |
|  | | Aida

 Anzahl der Beiträge: 15494 Alter: 62 Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Mi 28 Jan 2009 - 15:05 | |
|  Mein lieber Buendia, es fehlt nichts. Die Texte sind immer noch die gleichen wie in der alten Mousefalle. Vielleicht hast Du verlernt, zwischen den Zeilen zu lesen  |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Mi 28 Jan 2009 - 16:01 | |
| |
|  | | Aida

 Anzahl der Beiträge: 15494 Alter: 62 Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Mi 28 Jan 2009 - 17:46 | |
| Reisebericht AIDAvita Karibik 9. - 30. März 2007Teil 1Freitag, 9. März, Dominikanische RepublikHeute hört sich das Klingeln des Weckers so richtig gut an, weil es den Aufbruch zu einer neuen Schiffsreise bedeutet. Um 7 Uhr steht mein Fahrer vor der Tür, ich streichle Bamba und Bingo und dann geht es auch schon los nach Düsseldorf. Kein Stau auf der Autobahn, auch der Flug startet pünktlich. Nach einer ungewöhnlich langen Flugzeit von fast 11 Stunden landen wir endlich in La Romana. Vom Flugzeug geht es direkt zu den Bussen, ohne dass wir das Hafengebäude passieren müssen. Eine halbe Stunde später habe ich eingecheckt und gehe freudig den Weg zur Vita hinunter. In meiner Kabine finde ich eine eisgekühlte Flasche meines Lieblingschampagners und ein leckeres Obstsortiment vor. Da ich aber vom langen Sitzen noch unter Verspannungen leide, die sich in den Kopf ziehen, hebe ich mir den edlen Tropfen für einen anderen Tag auf und gehe an die Aidabar.Hier sitzt der Kapitän und schüttet zwei Gläser Wein in mich hinein, da man auf einem Bein bekanntlich nicht gut steht. Meine Kopfschmerzen verschwinden schnell. Da unsere Verpflegungs-Container wegen eines Computerfehlers im Hafen erst jetzt gegen 18 Uhr entladen werden können, wird sich unsere Abfahrt um 2 Stunden verschieben. So kann ich in aller Ruhe meinen Koffer auspacken und zu Abend essen. Als um 22 Uhr das Typhon drei mal ertönt und die Vita sich von der Pier löst, beobachte ich die erste Ausfahrt von meinem Balkon aus. Die Reise hat begonnen. Als sich die Lichter von La Romana entfernen, falle ich hundemüde in mein Bett. Nach deutscher Zeit ist es ja schon 4 Uhr morgens. Ich kann gerade noch ein wenig das Wellenrauschen wahrnehmen, dann nimmt mich Morpheus in seine Arme.Samstag, 10. März, auf SeeDie Sonne begrüßt mich beim Aufwachen, das Meer ist herrlich blau und ich stürme zum Frühstück. Dann lege ich mich für eine Stunde an Deck, bevor die wöchentliche Seenotrettungsübung stattfindet. Ich habe heute auf meinem Balkon die Sonnenseite und mache es mir da gemütlich, um mir den leidigen Kampf um die Liegen zu ersparen. Vor dem Mittagessen trinke ich ein Glas Sekt an der Poolbar und beobachte bei einem netten Gespräch das Geschehen an Deck. Nachmittags hole ich ein wenig Schlaf in der Sonne nach, bevor es zum Abendessen und anschließend zur Welcome-Show im Theater geht.Sonntag, 11. März, St. VincentKurz vor 7 Uhr bin ich an Deck, um die Einfahrt in Kingstown zu beobachten. Der Liegeplatz ist recht knapp für unsere Schiffsgröße, bietet aber einen wunderbaren Ausblick auf das fast greifbar nahe Ufer der Bucht. Das Wasser ist kristallklar und lässt jeden Stein erkennen. St. Vincent und die Grenadinen, die kleinen Nachbarinseln, gehören zu den Inseln unter dem Wind und sind vulkanischen Ursprungs mit einer Fläche von rund 390 km². Im Landesinneren kann man die üppige tropische Vegetation und Wasserfälle bewundern. Mir hat die Schiffsleitung eine Genehmigung besorgt, eine winzig kleine Privatinsel zu besuchen. Nur gute fünf Minuten braucht die Fähre, um mich nach Young Island zu bringen. Ich war vor ewigen Zeiten schon mal da gewesen und staune, wie sehr sich die Hotelanlage verändert hat. Das einzige, das ich wieder erkenne, sind die kleinen, von Sträuchern fast verdeckten Häuschen (Hotelzimmer), die sich an den Hügel schmiegen, die Bar im Wasser und der helle Sandstrand. An den Strand schließt sich ein üppig blühender Garten mit einem großzügigen Swimmingpool an, der von Bäumen und Sträuchern ebenso verborgen wird wie das Restaurant. Mal findet man hinter einer Blumenhecke einen einzelnen Tisch, dann wieder eine Gruppe von zwei oder drei Tischen, alle mit Blick aufs Wasser. Das ist wirklich eine Hotelanlage, die der Natur vollkommen angepasst ist. Den Nachmittag verbringe ich faul an Deck - ich muss mich schließlich langsam an die Sonne gewöhnen, wenn ich mit etwas Farbe nach Hause kommen will.Montag, 12. März, GrenadaDas als Gewürzinsel bekannte Eiland ist 340 km² groß. Wenn man das erste Mal da ist, stellt der Besuch einer Muskatnuss-Fabrik und ein Spaziergang durch den tropischen Regenwald ein Muss dar. Ich bin früher schon öfters über die Insel gefahren und habe auf Segeltörns in den romantischen Buchten vor Anker gelegen. Deshalb begnüge ich mich mit einem ausgiebigen Spaziergang durch die Hauptstadt St. George's, bummle über den regen Markt und durch den alten Hafen.Dienstag, 13. März, TrinidadTrinidad ist eine große Insel mit 4.800 km². Die Hauptstadt Port of Spain ist recht laut und hat mir noch nie so richtig gefallen. Hier ist auch die Kriminalität relativ hoch, aber mit einem offiziellen Taxifahrer kann man ruhig eine Rundfahrt machen und sich zu einem schönen Strand fahren lassen. Ich aber genieße es heute, das Schiff fast für mich alleine zu haben. |
|  | | Aida

 Anzahl der Beiträge: 15494 Alter: 62 Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Mi 28 Jan 2009 - 18:07 | |
| Teil 2Mittwoch, 14. März, Isla MargaritaDie Isla Margarita ist mit einer Fläche von 920 km² die größte Insel Venezuelas. Der Hafen El Guamache ist sehr abgelegen, aber in den letzten Jahren hat man eine Promenade mit vielen Souvenirständen und Bars errichtet, die von der Pier zum Strand führt. Mich begeistert da sofort eine Hundefamilie mit vier Welpen, an denen ich mich gar nicht satt sehen kann, und schon bekomme ich Sehnsucht nach Bamba und Bingo. Die Kleinen liegen mitten im Getümmel, sind aber sehr scheu. Sie laufen vorsichtig weg, wenn ich sie anfassen will, machen aber einen gepflegten Eindruck. So gebe ich mich mit ein paar Fotos zufrieden. Ich verbringe den Vormittag am Strand und kaufe auf dem Rückweg Kaffeelikör für Matthias ein, der erst am Freitag an Bord kommt. Plötzlich sieht mich ein Mädchen, das uns schon im vergangenen Jahr an der Bar bedient hatte. Sie schaut mich mit großen Augen an und sagt, sie glaube, mich zu kennen. Da kommt man an so einen abgelegenen Ort und wird wieder erkannt! Donnerstag, 15. März, SeetagDas Frühstück hat mal wieder lange gedauert und ich komme erst um 10 Uhr an Deck. Erstaunlicherweise sind noch einige Liegen frei. Da sich meine Haut jetzt an die Sonne gewöhnt hat, verbringe ich den Tag auf dem Deck über dem Swimmingpool, von wo aus ich das vormittägliche Animationsprogramm und nachmittags das Wasser-Volleyball gut verfolgen kann. Zwischendurch döse und lese ich, bis es Zeit ist, sich fürs Farewell - Dinner mit reichlich Hummer, Lachs, Gänsebrust und Hirschsteaks herzurichten. Ich glaube, ein Kilo habe ich schon zugenommen.Freitag, 16. März, Dominikanische RepublikPünktlich um sieben Uhr beginnt das Anlegemanöver in La Romana, das ich von meinem Balkon aus beobachte. Kaum sind alle Leinen fest, wird auch schon die Passagier-Gangway ausgebracht und die Behörden kommen an Bord. Fast gleichzeitig wird auch die hintere Gangway ausgefahren und die Koffer der abreisenden Gäste werden an Land gebracht. Nach dem Flug - Checkin im Hafenterminal dürfen alle Abreisenden wieder an Bord, bis nach dem Mittagessen der Transfer zum Flughafen startet. Drei Maschinen fliegen nach Deutschland, und bei jedem Aufruf ertönt mein geliebtes "Time to say goodbye". Ich genieße das voll an der Aidabar, denn ich darf mich noch auf zwei weitere Runden Karibik freuen.Matthias und seine Schwester Melanie kommen pünktlich aus Düsseldorf an. Ich habe den beiden zur Begrüßung eine Flasche Aida-Sekt auf die Kabine geschickt. Damit kommen sie umgehend bei mir an, und nach der freudigen Begrüßung fliegt der erste Korken von meinem Balkon. Kurz danach geht es gemeinsam zum Abendessen. Dann besorge ich uns eine neue Flasche Sekt, die zur Ausfahrt geleert wird. Übliche Bemerkung des Kapitäns am nächsten Morgen: "Scheint eine nette Balkonparty gewesen zu sein". Samstag, 17. März, SeetagWieder ein ähnlicher Seetag wie die anderen, nur treten wir jetzt meist im Dreierpack auf und haben viel Spaß. Sonntag, 18. März, TortolaTortola ist mit 54 km² die größte Insel der British Virgin Islands, die aus 60 Inseln und Inselchen bestehen. In der Hauptstadt Roadtown sind fast alle Geschäfte geschlossen und wir beschließen beim Frühstück, eine Fahrt über die Insel zu machen. Wir steigen mit anderen Touristen für 20 $ pro Person in eine Art riesigen Jeep, der uns in die Berge hochfährt. Nach einer halben Stunde meint Matthias, wenn das weiter so bergauf geht, haben wir gleich unsere Reiseflughöhe erreicht. Die Straßen sind schmal und voll enger Kurven. Aber wir werden immer wieder mit herrlichen Ausblicken auf die Buchten und die Nachbarinseln belohnt. Schließlich geht es die Berge hinunter und wir landen an einem wunderschönen Strand, bevor wir wieder zurück zur Aida müssen. Die Ausfahrt erleben wir an Deck. Als dann die Durchsage kommt, daß wir durch den Sir Francis Drake Channel fahren und die voraus liegende Insel mit der Steuerbordseite passieren werden, stürmen wir auf meinen Balkon und genießen da die Passage bei einer Flasche Sekt. Wir kommen spät zum Essen und haben Mühe, für uns drei Platz an einem Tisch zu finden. Aber dann schmeckt es wie immer. Montag, 19. März, St. MaartenSt. Maarten gehört zu den Inseln über dem Wind und ist 93 km² groß. In Holland aufwachen und wenig später wie Gott in Frankreich speisen - das ist hier möglich. Die kleine Karibikinsel ist zweigeteilt und somit weltweit das einzige Stück Land, das eine niederländisch - französische Grenze hat. Wir legen im niederländischen Philipsburg an und fahren, da das Verkehrsaufkommen auf der Strecke oft Staus verursacht, vormittags nach Marigot, wo wir das französische Flair genießen. Nachmittags setzen wir mit dem Wassertaxi zum Strand und Zentrum von Philipsburg über. Die niedrigen, bunten Häuser mit ihren Geschäften verlocken zum zollfreien Einkauf. Ich verliebe mich in ein Armband, habe aber Gott sei Dank meine Kreditkarte auf der Aida gelassen. Zum Auslaufen gibt es wieder Balkonparty und wir genießen einen herrlichen Sonnenuntergang. Beim Gute-Nacht-Sagen droht Matthias mir, mich gegen 1 Uhr anzurufen, wenn das Kreuz des Südens zu sehen ist. Diese Nacht will ich das absolut nicht und ich hoffe auf Wolken. Ich darf dann auch friedlich durchschlafen. |
|  | | Aida

 Anzahl der Beiträge: 15494 Alter: 62 Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Mi 28 Jan 2009 - 18:20 | |
| Teil 3Dienstag, 20. März, DominicaDominica mit 750 km² ist anders als alle anderen Inseln. Es ist eine besonders fruchtbare und grüne, gebirgige Insel mit nur wenigen Stränden. Wo kein Regenwald und Dschungel herrscht, wird der Boden zum Anbau von Bananen, Kakao, Kokosnüssen und Gemüse genutzt.Wir legen pünktlich in Roseau an und wie immer gehe ich um 8 Uhr zum Frühstück. Matthias empfängt mich heute schon vor dem Restaurant und Melanie kommt schnell hinterdrein. Wenig später taucht der Hausherr mit einer Geburtstagstorte für mich auf und die philippinischen Stewards machen auf allen möglichen Gegenständen Musik und singen drei Strophen von Happy Birthday, die letzte sogar perfekt in deutsch. Nach einem gemütlichen Frühstück führt uns der Kapitän an die Aidabar, wo er uns Prosecco ausgibt, bis er kurz nach zehn Uhr etwas verspätet zu seinem Meeting eilt. Den Tag verbringen wir faul an Deck. Nachmittags genießen wir die Torte und machen uns dann "fein" für den Abend. Melanie und Matthias überraschen mich in meiner Kabine mit einer Flasche Champagner, von der wir die Hälfte trinken, bevor wir ins Rossini - das Feinschmecker-Restaurant an Bord - gehen. Hier werden wir mit einem köstlichen 11-Gänge-Menü verwöhnt. Wir beenden diesen Tag mit dem Rest des Champagners. Mittwoch, 21. März, St. LuciaWir haben gestern wohl nur gute Sachen zu uns genommen, denn als mein Wecker klingelt, bin ich zwar etwas unausgeschlafen aber sonst topfit. Ich bin zur Einfahrt in Castries an Deck und werde von einem wunderbaren Regenbogen begrüßt.St. Lucia mit etwa 600 km² vereint alles, was den Zauber der Karibik ausmacht: grüne Tropenwälder, bunte Orchideen, zwei Vulkane und traumhafte Buchten mit weißen Stränden und türkisfarbenem Meer. Melanie verbringt den Vormittag mit Reiten am Strand, Matthias und ich fahren in meine geliebte Marigot Bay, die ich noch aus Zeiten kenne, wo es da kein Hotel und keine Marina gab, sondern nur ein paar Yachten vor Anker. Aber die neuen Anlagen können den Charme dieser Bucht nicht trüben. In einer gemütlichen Bar trinken wir traditionsgemäß einen Planter's Punch (viel Rum mit Fruchtsaft und geriebener Muskatnuss) und Matthias taucht kurz im Meer ein, bevor uns Fähre und Taxi wieder zurück zur Aidavita bringen. Donnerstag, 22. März, SeetagDer Wind kommt von achtern, hat genau unsere Fahrtgeschwindigkeit und es ist sehr heiß an Deck. Wir müssen immer wieder im Pool abtauchen, um uns ein wenig abzukühlen. Ich gehe auch nach dem Mittagessen noch ein wenig in die Sonne. Viele Liegen werden geräumt, denn für ca. 800 Gäste heißt es Koffer packen. Melanie und Matthias verbringen auch noch einige Zeit beim letzten Shopping an Bord.Vor dem Abendessen wird die letzte Flasche Aida-Sekt geöffnet, dann geht es zum Farewell - Dinner in üblich hervorragender Qualität. Abschieds-Show im Theater, letzte Fotos kaufen, noch ein gemeinsamer Drink an der Bar und schon bricht für meine Freunde die letzte Nacht an.Freitag, 23. März, Dominikanische RepublikWie immer kommen wir pünktlich in La Romana an. Letztes gemeinsames Frühstück. Melanie bedankt sich beim Kapitän, dass er auch noch heute Zeit für uns hat und die beiden sich verabschieden können. Großes Grinsen: "Ich hatte ja Order". Den Vormittag verbringen wir in aller Ruhe an Deck, leisten uns dabei noch mal ein Glas Sekt und dann ist es auch schon Zeit für das letzte gemeinsame Mittagessen. Im Restaurant herrscht ein Betrieb, als wäre eine Hungersnot ausgebrochen. Um halb drei verabschiede ich meine Freunde vor dem Transferbus. Sie haben eine gute und schnelle Heimreise.Das Schiff ist jetzt für eine gute Stunde fast leer. Ich hole auf meiner Liege etwas Schlaf nach und lese. Es ist ganz ungewohnt für mich, nicht mehr auf die Uhr schauen zu müssen und einfach in den Tag hinein zu leben.24. - 30. MärzDie Route ist die gleiche wie in der ersten Woche. Am Samstag meint der Kapitän, mein Balkon wäre jetzt so leer. Aber zum Trost hat er noch zwei nachträgliche Geburtstagsgeschenke für mich. Ich genieße in dieser Woche vor allem das Schiff, sonne mich, lese viel und gehe relativ früh schlafen. Jetzt ist Erholung angesagt.Leider kommt auch für mich der Abschied viel zu schnell und es heißt Kofferpacken. Ein letztes Farewell - Dinner mit dem Captain, letztes gemeinsames Frühstück und noch ein Glas Champagner. Auf Vitasehen! Samstag, 31. MärzEin Höhenwind von 12 Bft hat uns einen sehr schnellen Rückflug beschert. Ich habe nach dem Abendessen bis zur Landung, nur unterbrochen von einem kleinen Frühstück, recht gut geschlafen. Als mich der Sohn meiner Hundesitterin um acht Uhr am Düsseldorfer Flughafen in Empfang nimmt, bin ich noch gar nicht wirklich angekommen. Aber sobald mich eine gute Stunde später Bamba und Bingo freudig begrüßen, weiß ich, dass ich wieder zu Hause bin. |
|  | | Aida

 Anzahl der Beiträge: 15494 Alter: 62 Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Do 29 Jan 2009 - 17:33 | |
| Mit der AIDAvita nach Norwegen: 20. bis 30. Mai 2007Teil 1 Sonntag, 20. Mai, HamburgPünktlich um halb vier lande ich in Hamburg, wo mich warmes und sonniges Wetter empfängt und die AIDAvita auf mich wartet. Aber nicht nur die Vita tut das: Melanie und Matthias, mit denen ich schon öfters auf der Vita unterwegs war, sind extra nach Hamburg gekommen, um auf "unserem" Schiff etwas abzugeben und mich vom Flughafen zum Cruise Terminal zu bringen. Wir freuen uns über das Wiedersehen und begießen es - wie könnte es anders sein? - fröhlich mit einem Glas Sekt. Dann gesellt sich der Hausherr zu uns und die Geschenkübergabe wird natürlich auf Foto gebannt. Leider dürfen meine Freunde nicht an Bord, aber um halb sieben zieht es mich dann doch auf mein vertrautes "Zuhause". Im Restaurant ergattere ich mühsam einen Platz für ein schnelles Abendessen, dann geht es hinaus an Deck, um die Ausfahrt mitzuerleben. Leinen los, das Typhon ertönt dreimal, danach Sailaway und schon nähern wir uns den Landungsbrücken. Überall am Ufer stehen Menschen und winken. Melanie und Matthias stehen auf den Landungsbrücken und wir können es alle drei kaum glauben, dass nochmals gehupt wird - wir sagen uns, extra für uns wie gewünscht, und kriegen Gänsehaut. Ich schaue erst von Deck und dann von meinem Balkon noch lange aufs Elbufer, die Fahrt durch den Fluss dauert sechs Stunden. So lange halte ich nicht aus. Aber für meine Freunde wird es noch eine lange Nacht, denn ihr Auto hat auf der Autobahn eine Panne. Sie müssen wieder zurück nach Hamburg und von da mit einem Leihwagen nach Hause. Und auf der Rückfahrt singen sie Seemannslieder!Montag, 21. Mai, SeetagAls ich kurz nach 7 Uhr aufwache, ist es eiskalt in meiner Kabine. Wie üblich hatte ich meine Balkontür nachts über ganz offen gelassen. Mir wird schnell klar, dass das in der Nordsee keine so gute Idee war. In den folgenden Nächten bleibt meine Tür auch immer nur einen kleinen Spalt offen und wird, wenn ich gegen 5 Uhr zum ersten Mal wach werde und mir einen ersten Eindruck von der Landschaft verschaffe, schnell geschlossen. Um 8 Uhr frühstücke ich ausgiebig mit dem Hotelmanager und dem Küchenchef, uns allen fehlt das Oberhaupt des Familientisches. Der Himmel ist grau in grau. Bei der Seenotrettungsübung frieren etliche Passagiere, die ihre warmen Jacken in der Kabine gelassen hatten. Danach stehe ich an den Scout-Schaltern Schlange, um ein paar Ausflüge zu buchen. Im Aida-Shop gibt es ein freudiges Wiedersehen mit Veronika, die mich schon im März in der Karibik gut betreut hatte. Während des Mittagessens klart es langsam auf, die See beruhigt sich. Nachmittags haben wir fast spiegelglattes Wasser mit herrlichem Sonnenschein. Ich schlafe drei Stunden auf meinem Balkon, bevor es zum Abendessen und der Welcome - Show im Theater geht.Dienstag, 22. Mai, BergenAb 7 Uhr sitze ich warm angezogen auf meinem Balkon und beobachte die Ansteuerung von Bergen. Eingebettet in eine Vorgebirgslandschaft, umgeben von sieben höheren Bergen, liegt die ehemalige Hauptstadt Norwegens und heute zweitgrößte Stadt des Landes mit 240.000 Einwohnern.Genau als wir die Pier ansteuern, beginnt es zu regnen, und den ganzen Vormittag hält sich der kräftige Niederschlag. Ich verbringe den Vormittag lesend an der Aida-Bar. Beim frühen Mittagessen bessert sich das Wetter und als mein Ausflug beginnt, haben wir strahlenden Sonnenschein. Am meisten beeindruckt mich Bryggen mit den alten Hanse - Häusern, die früher zum Be- und Entladen der Schiffe direkt am Hafenbecken gebaut wurden. Die dicht aneinander gebauten, hohen und schmalen Häuser bieten heute Unterkunft für Boutiquen, Antiquitätenläden, Souvenirgeschäfte und Restaurants. Der Fischmarkt mit seinem quirligen Leben bietet eine besondere Spezialität: geräucherten Wal. Als wir abends wieder in die Nordsee gelangen, erwartet uns etwas Seegang. Die Schiffsbewegungen sind harmlos, aber da uns erst die Seebeine wachsen müssen, schwanken alle beim Gang zum Buffet und die meisten sind froh, danach in der Bar keine Getränke selbst holen zu müssen. Aber schon nach wenigen Stunden wird es wieder ganz ruhig, als wir in den Geiranger Fjord einfahren.
|
|  | | Aida

 Anzahl der Beiträge: 15494 Alter: 62 Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Do 29 Jan 2009 - 18:05 | |
| Teil 2 Mittwoch, 23. Mai, GeirangerAls ich aufwache, sehe ich schon vom Bett aus hohe Felswände aufragen, von denen Wasserfälle stürzen, und auf den hohen Bergen entdecke ich den ersten Schnee. Wir treiben eine Stunde lang vor Hellesylt. Hier bringen unsere Tenderboote die Passagiere an Land, die per Bus nach Geiranger fahren wollen. Außerdem wird ein Tenderboot klar gemacht, das mit dem Kamerateam von Vox und unserem bordeigenen Filmteam der Vita voraus fährt, um uns bei der Fahrt durch den atemberaubenden Fjord zu filmen. Leider regnet oder nieselt es den ganzen Tag, sodass wir alles nur grau in grau erleben. Und trotzdem ist mir dieser Tag wohl als der eindruckvollste in Erinnerung.Als alle Ausflügler abgesetzt sind, fahren wir weiter in den s-förmig gewundenen Geiranger-Fjord. Fjord heißen in Norwegen alle Gewässer, die Salzwasser enthalten. Ab 10 Uhr werden an Deck bei Musik von Edvard Grieg Glühwein und heiße Schokolade angeboten, damit wir die Landschaft nicht frierend genießen müssen. Ich kann mich gar nicht satt sehen: Der Geiranger Fjord ist nur wenige hundert Meter breit. Aus steil abfallenden Felsen stürzen jede Menge Wasserfälle, auf den ca. 1000 m hohen Bergen liegt Schnee. An den steilen Hängen können wir einige Bauernhöfe erkennen, die noch bis in die 60er Jahre bewirtschaftet wurden. Die Kinder durften nur an der Vorderseite des Hauses spielen, auf der dem Hang zugeneigten Rückseite bestand immer die Gefahr von Steinschlag. Allerdings hatten sie auch auf der Vorderseite kein freies Leben: Sie wurden - genau wie die Kühe - angebunden, damit sie nicht abstürzen konnten. Im Winter mussten die Kühe ins Tal gebracht werden. Sie konnten die Steilhänge natürlich nicht zu Fuß bewältigen und wurden per Bauchgurt abgeseilt und so im Sommer wieder hochgehievt. Ein Leben, wie man es sich kaum vorstellen kann. Aber die beiden Lotsen, die uns drei Tage lang begleiteten und aus dieser Gegend stammen, haben dies glaubwürdig berichtet und viele alte Begebenheiten erzählt.Die Vita schlängelt sich langsam und vorsichtig um die Kurven durch die steilen Hänge. Eine zu schnelle Bewegung des Ruders könnte einiges Malheur in der Küche und den Restaurants anrichten. Schließlich fahren wir an den 7 Schwestern vorbei, dem wohl berühmtesten Wasserfall hier, um den sich jede Menge Legenden ranken. Kurz danach gehen wir vor dem 300-Seelen-Dorf Geiranger vor Anker. Ein hübscher kleiner Ort, grüne Berghänge und über 1000 m hohe, schneebedeckte Berge begrüßen uns, leider immer noch im Regen. Geiranger hat 270 Einwohner, die alle friedlich ohne Kriminalität mit einander leben. Nur in der Sommersaison wird von einem anderen Ort ein Polizist hierhin bestellt – wegen der Touristen. Ein Arzt kommt jeden Mittwoch nach Geiranger. In Notfällen muß man mit dem Hubschrauber ausgeflogen werden.Ich fahre mit dem Bus durch das grüne Flydal auf den Dalsnibba, einen etwa 1600 m hohen Berg. So eine abenteuerliche Fahrt mit unzähligen engen Serpentinen habe ich nur auf Korsika erlebt. Bei den vielen schönen Ausblicken komme ich aber gar nicht auf die Idee, daß etwas passieren könnte. Leider kommen wir nur bis gute 1000 m hoch. Die Straße bis dahin ist erst am Vortag völlig vom Schnee geräumt worden. Wir fahren durch 6 bis 8 m hohe Schneewände. Als wir an der Hütte ankommen, schneit es, und wir können beobachten, wie eine Schneefräse die Straße weiter oben frei räumt.  Auch auf dem Weg wieder nach unten begegnen wir nur ganz selten einem Fahrzeug. Kein Wunder: Norwegen ist größer als Deutschland und hat nur 4 Mio Einwohner. Es ist das dünnst besiedelte Land Europas. Nach einem kurzen Stopp in Geiranger geht es über die Panorama-Paßstraße "Adlerkehren" 11 Serpentinen auf über 600 m hoch. Hier bieten sich uns atemberaubende Ausblicke auf den Ort Geiranger, die 7 Schwestern und natürlich unsere Vita. Für die Bewohner von Geiranger ist diese Paßstraße aber deshalb wichtig, weil sie im Winter der einzig befahrbare Weg ins Landesinnere ist. Vor der Fertigstellung kam man im Winter nur per Boot aus dem Ort heraus.Leider wird der Fjord von einer großen Gefahr bedroht: In der Nähe von Hellesylt hatte man eine Felsspalte von etwa 25 cm entdeckt. Jetzt nach ca. 30 Jahren misst sie um die 60 cm. Irgendwann wird der Felsen abbrechen und in den Fjord stürzen. Auswirkung wie Tsunami. In Hellesylt gibt es ein Warnsystem. Wenn der Alarm ausgelöst wird, haben die Bewohner 5 Minuten Zeit, sich irgendwie in die Höhe zu retten. Auch Geiranger wird in dem Fall überflutet. Da sind dann ein paar Minuten mehr Zeit. Möge der Felsen zusammenhalten!Abends wird es lange nicht dunkel und ich genieße die Ausfahrt aus dem Fjord von meiner warmen Kabine aus.Donnerstag, 24. Mai, MoldeHeute ist die Familie endlich komplett. Wir sitzen lange beim Frühstück, denn draußen ist es bei 12° recht frisch und die Sonne setzt sich nur langsam ein wenig durch. Dann packe ich mich warm ein und spaziere durch die Stadt. Es herrscht erstaunlich wenig Autoverkehr und die Norweger scheinen alle viel Zeit zu haben. Keine Spur von Hektik.Molde, die Stadt der Rosen und des Jazz, ist wegen der herrlichen Lage berühmt. Wie Perlen an einer Schnur reihen sich die Inseln vor der Küste auf. Die 87 zum Teil schneebedeckten Gipfel der Sunnmöre-Alpen bewachen den weiten Romsdalsfjord. Die Stadt ist relativ modern, aber die gut gepflegten, typisch norwegischen Holzhäuser verbreiten einen ruhigen Charme.  Freitag, 25. Mai, TrondheimTrondheim, die drittgrößte Stadt Norwegens, liegt in einer Bucht des Trondheimfjordes. Der Fluss Nidelv umschließt das Stadtzentrum von drei Seiten und läßt so eine Halbinsel entstehen.Ich marschiere zu Fuß zum berühmten Nidaros-Dom und bummle dann durch die Speicherstadt mit ihren bunt gestrichenen Pfahl-Holzhäusern. Auch in dieser Stadt fällt mir die Sauberkeit und der ruhig fließende Verkehr positiv auf.  |
|  | | Aida

 Anzahl der Beiträge: 15494 Alter: 62 Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Do 29 Jan 2009 - 18:25 | |
| Teil 3 Samstag, 26. Mai, AlesundHeute hat unser Captain großes Jubiläum: 35 Jahre Kapitän. Er freut sich über die Glückwünsche und mein Geschenk. Als er mich dann aber überreden will, die 418 Stufen des Stadtbergs Aksla zu erklimmen, streike ich. Wir schließen einen Kompromiss über 50 - das ist genau die Anzahl, die ich von meinem Gartentor zur Haustür mehrmals täglich laufe.Alesund ist auf drei Inseln gebaut, die durch Brücken mit einander verbunden sind. 1904 zerstörte ein Großbrand den gesamten Stadtkern des alten Alesund, 10 000 Menschen verloren ihr Zuhause. Kaiser Wilhelm II half beim Wiederaufbau mit Geld, Material, Lebensmitteln und Medikamenten. Nach drei Jahren war die Stadt wieder aufgebaut, und zwar im Jugendstil mit den typischen Giebeln, Erkern und Türmen an den Häusern. Bei strahlendem Sonnenschein laufe ich begeistert durch die Straßen. Schließlich gelange ich über einen ansteigenden Pfad zu den steilen Stufen. Ich gehe wirklich nur so weit hoch, bis ich einen wunderbaren Panoramablick habe und die Vita von oben fotografieren kann. Durch den Stadtpark und am malerischen Yachthafen entlang geht es wieder zurück zum Schiff. Nach einem schnellen Mittagessen genieße ich die heute schon nachmittägliche Abfahrt von meinem Balkon aus. Ein Regenbogen wie aus dem Bilderbuch verabschiedet uns.  Sonntag, 27. Mai, EidfjordÜber den Hardangerfjord gelangen wir früh morgens in den Eidfjord: Blauer Himmel, strahlende Sonne, schneebedeckte Berggipfel, unter denen noch ein paar weiße Wölkchen hängen, herabstürzende Wasserfälle und ein malerisches kleines Örtchen, eingebettet in grüne Wiesen und gerade mal 900 Einwohner zählend, begrüßen uns. Es ist angenehm mild! Eidfjord ist die Idylle pur. Von der Anlegestelle sind es nur ein paar Schritte in den kleinen Ort. Ich würde da gerne noch lange herumlaufen, aber ein Abenteuer wartet auf mich: Ich habe einen Rundflug mit dem Wasserflugzeug gebucht. Schon während meines Spaziergangs höre ich den Lärm, wenn die kleinen Cessnas starten, und kann es kaum erwarten, selbst darin zu sitzen. Vier Passagiere passen in das Flugzeug. Alle äußern ein wenig Angst während des kurzen Bustransfers. Ich sage mir, dass es sicher nicht so wackelig werden wird wie mein Helikopterflug in der Karibik über die Pitons. Als wir vor der winzigen Maschine stehen, die an einem Bootssteg festgemacht hat, ist mir klar, dass das Ein- und Aussteigen das Schwierigste sein würde. Als ich über eine Stange in das Flugzeug steige, muss ich mich fast kriechend zwischen zwei Sitzen durchquetschen, um an den hinteren Platz zu gelangen. Mein Sitz befindet sich ca. 20 cm über dem Boden, ich weiß kaum, wohin mit meinen Beinen. Aber ich habe mit meinem Platz das große Los gezogen: Ich kann wunderbar nach beiden Seiten und nach hinten hinaussehen. Vorne ist das Armaturenbrett so hoch, dass man nicht darüber hinwegschauen kann, jedenfalls nicht nach unten. Als alle angeschnallt sind, geht es los. Sanftes Abgleiten vom Steg. Dann beginnt die Maschine zu dröhnen und wir sausen über das Wasser. Das Abheben ist überhaupt nicht zu merken. Wir gleiten in den Fjord hinaus und schrauben uns zwischen den Bergwänden immer höher. Das ist schon atemberaubend. Es geht zurück über Eidfjord, das jetzt schon sehr klein wirkt. Wir steigen noch höher zwischen die schneebedeckten Berge und fliegen schließlich über den Gletscher und bestaunen die Wasserfälle und den See. Viel zu schnell geht es uns wieder in langsamen Kurven nach unten, aber wir alle nutzen die Gelegenheit, unser Schiff von oben zu fotografieren. Das Aufsetzen auf dem Wasser merken wir gar nicht, so sanft ist die Landung. Als wir aus dem Flugzeug krabbeln, sind wir alle ganz high von dem tollen Erlebnis und würden am liebsten gleich noch mal mitfliegen.  Nach dem Mittagessen ist es so angenehm warm geworden, dass ein kleines Schläfchen in der Sonne verlockend ist. Aber dazu ist mir die Zeit in dieser herrlichen Landschaft zu schade. Ich packe meine Kamera und mache einen Spaziergang. Diesmal geht es aus dem Ort hinaus, vorbei an pittoresken Häuschen mit liebevoll gestalteten Gärten und blühenden Obstbäumen. Am Fluß entlang wandere ich wieder zur Aidavita zurück und wünsche mir, wir könnten noch einen Tag in dieser ruhigen, friedlichen Ecke Norwegens verbringen. Aber unser nächstes und letztes Ziel wartet auf uns.Montag, 28. Mai, StavangerStavanger ist die viertgrößte Stadt Norwegens und gilt als Ölmetropole Europas. Die modernen Hafenanlagen befinden sich direkt am alten Stadtkern. Von meinem Balkon aus habe ich einen guten Überblick. Der Himmel ist bedeckt, aber es bleibt trocken bei relativ milden Temperaturen. Vormittags fahre ich mit dem Bus durch die Stadt und weiter durch die Agrargebiete. Wieder bieten sich wunderbare Ausblicke auf den Fjord.Nachmittags muss ich nur vom Schiff hinaus gehen und die Straße überqueren, schon befinde ich mich in der Altstadt Gamle Stavanger. Sie zählt zu den best erhaltenen Stadtvierteln dieser Art in Nordeuropa: Etwa 170 kleine, weiß gestrichene Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, früher das Zuhause der Fischer, Seeleute und Handwerker, wurden liebevoll restauriert. Beim Spaziergang durch die schmalen Gassen auf historischem Kopfsteinpflaster fühle ich mich in eine andere Zeit versetzt: Fenster und Türen sind hübsch verziert, Gaslaternen erinnern an früher und die kleinen Gärten sind liebevoll gepflegt. Viele Häuser werden als Kunstgalerien und Handwerksläden, aber auch als Wohnhäuser genutzt.  Dienstag, 29. Mai, SeetagKurz vor 6 Uhr weckt mich der Seegang auf. Gut, dass meine Tür diese Nacht geschlossen war, denn mein Balkon bekommt eine volle Dusche Salzwasser ab. Ich drehe mich um und schlafe noch eine Stunde. Als ich frühstücken gehe, ist es immer noch grau und neblig und es regnet. Die See wird ruhiger, aber das schlechte Wetter hält sich den ganzen Tag. Ich setze mich in die Aida-Bar und lese, wie viele andere auch. Manche Gäste beschäftigen sich mit Spielen, letzten Einkäufen im Shop oder fangen an zu packen. Gegen Mittag trinke ich ein Glas Sekt und rufe mir die vielen Eindrücke der letzten Tage in Erinnerung: Am meisten begeistert hat mich die Natur: Saftig grüne Wiesen, lichte Wälder, blühende Obstbäume, die Fjorde mit ihren steilen Felswänden, schneebedeckten Gipfeln und tosenden Wasserfällen. Ich freue mich, diesen Sommer noch einmal zwei Stationen in Norwegen anlaufen zu dürfen.Mittwoch, 30. Mai, HamburgDie Wettervorhersage für heute war schlecht. Doch uns erwartet Sonnenschein mit einigen Wölkchen. Der Kapitän meint ganz erstaunt "So sehen also 90 % Regen in Hamburg aus". Irgendwann geht auch das letzte Frühstück zu Ende und gegen Mittag fahre ich zum Flughafen. Auf Vitasehen! |
|  | | maiglöckchen48

 Anzahl der Beiträge: 533 Alter: 52 Ort: Berlin Anmeldedatum: 18.12.08
 | |  | | Aida

 Anzahl der Beiträge: 15494 Alter: 62 Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Do 29 Jan 2009 - 21:16 | |
| Liebes Maiglöckchen Ein paar Berichte von 2007 und 2008 muß ich hier noch aufbereiten. Dann aber muß ich erst mal wieder auf Reisen gehen  |
|  | | Aida

 Anzahl der Beiträge: 15494 Alter: 62 Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Aida auf Reisen Fr 30 Jan 2009 - 18:27 | |
| AIDAvita Nordlandreise 7. - 21. Juli 2007Teil 1Samstag, 7. Juli, HamburgUm 5 Uhr springe ich freudig aus dem Bett. Eine Stunde später tauschen meine Hundesitterin und ich die Plätze im Auto ihres Sohnes. Der Flug von Köln nach Hamburg dauert eine knappe Stunde. Um 11 Uhr endlich werde ich meinen Koffer im Hafenterminal los und darf auf die AIDAvita. Es herrscht eine herrliche Ruhe. In der Aidabar treffe ich nur einige Crewmitglieder, die Besuch von ihren Familien haben. Ich genehmige mir ein Glas Sekt und lese. Gegen 14 Uhr herrscht Hochbetrieb in der Bar. Die ersten Gäste durften an Bord, aber nur in die öffentlichen Räume bis zur Freigabe der Kabinen gegen 16 Uhr. Auch ich halte mich da so lange auf, schließe die ersten Bekanntschaften und treffe den Hotelmanager, Küchenchef und Kapitän. Immer wieder ziehen Schauerböen über Hamburg. Doch als ich meinen Koffer ausgepackt habe, setzt sich die Sonne durch. Freut mich besonders deshalb, weil Melanie und Matthias wieder auf dem Weg zur Vita sind, um uns beim Auslaufen zuzusehen. Wir treffen uns auf eine Flasche Sekt im Hafenterminal und genießen das Wiedersehen. Dann fahren die beiden zu den Landungsbrücken und machen tolle Fotos, als die Vita bei strahlendem Sonnenschein vorbei fährt und auch da wieder drei mal lang das Typhon ertönen läßt. Gänsehaut pur auf dem Schiff und an Land. Sonntag, 8. Juli, auf SeeEinziges Pflichtprogramm ist heute vormittag die Seenotrettungsübung. Es ist zwar ein sonniger Tag mit einigen Wolken, aber die 6 bis 7 Windstärken machen den Aufenthalt an Deck nicht gerade angenehm. Ich buche meine Landausflüge, mache die ersten Einkäufe im Shop und verbringe den Rest des Tages mit Lesen und Gesprächen in der Bar.Montag, 9. Juli, Bergen / NorwegenWie auch beim letzten Mal regnet es in Bergen, diesmal den ganzen Tag. Ich spaziere durch den historischen Ortsteil Bryggen mit den spitzgiebeligen Handelshäusern und schmalen Gassen und lande schließlich auf dem quirligen Fischmarkt. Ich verzichte auf das Probieren von Räucherfisch und arbeite mich durch bis zu den Blumenständen, wo ich einen Rosenstrauß erstehe. An Bord löst er große Freude aus.Dienstag, 10. Juli, Geiranger / NorwegenDiesmal ist es auf der Fahrt durch den gewaltigen Geirangerfjord zwar wolkig aber trocken, windstill und relativ mild. Die hohen, immer noch mit Schnee bedeckten Berge und die steilen Felswände mit ihren tosenden Wasserfällen beeindrucken mich genau so wie beim ersten Mal. Ein weiteres kleines Kreuzfahrtschiff, die "Delfin", liegt schon vor Anker. Mit großer Freude sehe ich mittags bei uns in der Bar, daß Sonja, eine Bekannte, die ich schon vor vielen Jahren auf der "Berlin" und "Arkona" getroffen hatte, bei uns zu Gast ist. Nach so vielen Jahren ein Wiedersehen an diesem einsamen Ort!Nachmittags bummle ich bei leichtem Nieselregen durch den kleinen Ort und am Wasser entlang.  Mittwoch, 11. Juli, SeetagGrauer Himmel den ganzen Tag, Sonnenschein nur in meiner Kabine: Gegen Mittag finde ich da auf meinem Bett das Buch "AIDA - the success story" mit dem Kommentar: "Wenn es zu trocken wird, Flüssigkeit beigegeben". Und da steht auch der eisgekühlte Moet et Chandon. Donnerstag, 12. Juli, Thorshavn / Färöer InselnDie Färöer Inseln sind ein eigenständiger Teil Dänemarks und bestehen aus 18 kleinen Vulkaninseln, die mitten im Nordatlantik zwischen Norwegen, Island und Schottland liegen und durch schmale Sunde und Fjorde von einander getrennt sind. Die "Schafsinseln" werden von 70.000 Schafen bevölkert, die sich frei in den grünen Hügeln aufhalten. Bäume haben hier keine Chance zu wachsen. Morgens ist es bewölkt und kühl. Ich spaziere durch die beschauliche Hauptstadt und den historischen Stadtteil Tinganes mit den alten, gut gepflegten Holzhäusern mit ihren Grasdächern. Nachmittags fahre ich mit dem Ausflugsbus durch eine hügelige Landschaft mit saftig grünen Wiesen, entlang an Fjorden mit ihren Fischzuchten und genieße herrliche Ausblicke von den Bergen auf kleine Dörfer und die See. Die Sonne läßt sich immer wieder blicken und macht die Fahrt perfekt.  Nach dem Auslaufen steuern wir nicht direkt den Atlantik an, die Brücke macht uns die Freude, durch den Vestmannafjord zu fahren. Da es zur Abendessenszeit ist, verpassen viele dieses Erlebnis. Ich genieße die Passage bei einem Glas Wein auf meinem Balkon.Freitag, 13. Juli, auf SeeWas soll man von so einem Tag erwarten? Wir bekommen 8° Außentemperatur und Nebel den ganzen Tag über geboten. Den Vormittag verbringe ich lesend in der Aidabar. Nachmittags finden hier die "Erlebniswelten" statt. Verschiedene Schiffsbereiche präsentieren sich dabei: Das Housekeeping zeigt, wie man aus Handtüchern oder Servietten Tiere formen kann. Im Wellness-Bereich kann man sich mit einer kleinen Massage verwöhnen lassen, der Kids-Club schminkt die Kleinen. Ein Teil der Aidabar wird zu einer Piratenbar umfunktioniert und im Rossini-Restaurant kann man Häppchen genießen. Daneben läuft noch der Duty-free-Verkauf, Fotostudio ist geöffnet, Biker und Aida-Shop warten mit Angeboten auf. So vergeht der Nachmittag wie im Flug. Samstag, 14. Juli, Akureyri / Island Wir sind im Norden Islands angekommen. 10° und Wolken finde ich gar nicht so schön, denn ich will heute hoch hinaus - Polarflug nach Grimsey ist angesagt. Mit 14 Personen geht es in einem kleinen Flugzeug los. Links und rechts von uns schneebedeckte Berge, dann nur noch Wasser und nach einer halben Stunde landen wir auf der kleinen Insel. Grimsey hat ca. 100 Einwohner, 50 davon sind Männer. Von diesen sind 49 in der Fischerei beschäftigt, der 50. betreibt den Mini-Flughafen. Hunde und Katzen sind auf der Insel verboten, um die vielen Seevögel zu schützen. Leider reicht diese Maßnahme nicht aus, denn wegen der vielen Fischer finden die Vögel immer weniger Nahrung. Wir merken, daß wir an der Grenze zur Arktis sind: 8° und ein scharfer Wind lassen uns selbst in Winterjacken frösteln, als wir am Polarkreis für Fotos posieren. Dann wandern wir eine Stunde über die menschenleere Insel und beobachten an den steilen Klippen die Seevögel. Der Rückweg führt uns - was man sich hier bei uns gar nicht vorstellen kann - über die Rollbahn des Flughafens. Zum Auslaufen um 14 Uhr shaken die Offiziere leckere Cocktails, die Sonne trifft zum ersten Mal voll auf unser Schiff und ich genehmige mir trotzdem einen Glühwein. Auf dem Pooldeck herrscht beste Stimmung. Diese setzt sich abends in der "Haifischbar" mit viel Seemannsmusik fort und ich gehe viel später schlafen, als ich eigentlich wollte. |
|  | | |
Ähnliche Themen |  |
|
| | Forenbefugnisse: | Sie können in diesem Forum nicht antworten
| |
| |
| |
|