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 Aida auf Reisen

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Aida



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BeitragThema: Aida auf Reisen   So 25 Jan 2009 - 17:35

das Eingangsposting lautete :

Aida trifft auf die AIDA , geschrieben Anfang Dezember 2005


Tja, Compumouse meinte, ich solle mal ein bisschen etwas über meine Reisen auf der AIDA schreiben. Nach 5 Jahren „Sucht“ ist es gar nicht so einfach, einen Anfang zu finden, denn das soll ja kein Bericht über ein Schiff werden, sondern auch ein wenig von mir erzählen.

Ich war noch ein Küken, als mein Mann mich auf klassische Kreuzfahrten mitnahm. Ich war sofort genau so begeistert wie er, auf diese Art zu reisen: An den Seetagen das Meer erleben, an Land täglich neue Länder oder Inseln erkunden und das Hotelzimmer immer dabei haben.

Dann wurde mein Mann krank, an Reisen konnte ich mehrere Jahre gar nicht denken. Aber das war nicht schlimm. Er hatte mir so viel von der Welt gezeigt, ich hatte meine Erinnerungen.

Als ich zwei Jahre allein war, starb auch der Mann einer Bekannten, und sie wollte endlich mal etwas Besonderes machen, eine Kreuzfahrt. Da kam nur das Clubschiff AIDA für mich in Frage. Das war eine neue Art von Kreuzfahrt und ich hoffte, da nicht von den Erinnerungen an die früheren Reisen eingeholt zu werden. Ich war froh, meine erste große Reise nicht ganz alleine antreten zu müssen.

Wir entschieden uns für zwei Wochen Karibik, mein Lieblingsreiseziel. Die kleinen Antillen sind zum Teil vulkanischen Ursprungs und bieten neben traumhaften Stränden eine üppige Vegetation im Landesinneren. Aber auch die flachen und kargeren Inseln haben ihren Reiz. Die Menschen strahlen trotz relativ einfacher Lebensbedingungen eine unglaubliche Fröhlichkeit und Freundlichkeit aus.

Nach fast 10 Stunden Flug waren wir endlich in der Wärme. Die Busse warteten ein paar Meter neben dem Flugzeug. Es ging direkt zum Schiff, das Gepäck kam mit extra Bussen nach. Und dann stand ich endlich zum ersten Mal vor dem lächelnden Kussmund und dem strahlenden Auge. Erst mal die Kabine besichtigen und dann ging es auf zum Schiffsrundgang und dem ersten Cocktail an der Poolbar. Nach dem Auspacken und Abendessen war ich zum Auslaufen an Deck. Als Enya’s Sail Away erklang, hatten fast alle Tränen in den Augen. Das Abenteuer hatte begonnen.

Ich glaube, über das Schiff und das Leben an Bord brauche ich nicht viel zu erzählen – es gibt ja inzwischen massenweise Berichte darüber. Man kann sich an Bord nur wohl fühlen. Die Kabinen sind freundlich, das Sportangebot ist enorm, die Qualität des Essens ist super und bei der riesigen Auswahl in den Buffetrestaurants hat man immer wieder die Qual der Wahl. Die Animation ist absolut unaufdringlich, man kann mitmachen oder auch seine absolute Ruhe genießen. Etwas sehr Positives finde ich, dass es in den Restaurants keine feste Tischordnung gibt. So lernt man bei jeder Mahlzeit neue Leute kennen. Es sei denn, es finden sich ein paar Personen zusammen, die regelmäßig gemeinsam essen wollen. Ich bin inzwischen schon sehr oft alleine gefahren und habe nie Probleme gehabt, mit netten Menschen an Bord oder bei Ausflügen in Kontakt zu kommen. Seit ich mein Notebook habe, bin ich auch in einem AIDA-Forum, und da hat es sich eingebürgert, dass sich die Mitglieder, die zum selben Zeitpunkt an Bord sind, am ersten oder zweiten Tag treffen. So sind schon viele Freundschaften entstanden.

Da ich ein Sonnenkind bin, genieße ich an Seetagen die Wärme an Deck und suche mir einen Platz, von dem aus ich freien Blick aufs Meer habe. Für mich sind diese Tage immer viel zu kurz.

Aber die Landtage verfliegen genau so schnell. Gegen halb sieben bin ich draußen, um die Einfahrt in den Hafen zu erleben. Um diese Zeit ist es noch relativ ruhig an Deck. Wenn ich dann zum Frühstück gehe, gibt es in den Restaurants jede Menge Platz, da die meisten Passagiere bereits auf dem Weg zum Treffpunkt für ihre Ausflüge sind.

Die meisten Inseln oder Städte erkunde ich auf eigene Faust. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. In der Karibik hat es sich öfter ergeben, dass sich am Hafenausgang Leute fanden, die dieselbe Inseltour machen oder auch nur an einen Strand gebracht werden wollten. Dann haben wir uns zusammengetan, sind billiger gefahren und hatten viel Spaß.

Einige meiner an Bord gebuchten, organisierten Ausflüge waren aber auch Highlights:

Auf St. Lucia bin ich zum ersten Mal in einem kleinen Helikopter geflogen. Der Pilot hatte Spaß daran, uns zu zeigen, was seine Maschine kann. Erst einmal hat er uns über den Pitons, 2 Vulkankegeln mit Schwefelquellen, ordentlich durchgeschaukelt. Danach flog er über den Regenwald und auf eine Bergwand zu. Wir wurden alle leichenblaß – es sah aus, als würden wir gleich gegen den Berg knallen. Im letzten Moment drehte er lachend ab. Als Versöhnung flog er dann ein paar Runden über den Hafen, damit wir Fotos von unserem Schiff machen konnten.

Der Rundflug über Antigua war total harmlos dagegen. Wir bekamen wunderschöne Buchten und Strände zu sehen. Wer English Harbour kennt, kann sich vorstellen, wie traumhaft das von oben aussieht.

Dominica ist wohl die Insel mit der üppigsten Vegetation. Es gibt da eine Seilbahn durch den Regenwald. Die Gondeln sind sehr schmal, zwei Personen sitzen eng aneinander. Die Trasse ist kaum breiter als die Gondeln. Während der Bergtour fährt man knapp über dem Boden, die Palmwedel streifen einem manchmal über die Arme. Das ist Natur pur, und der „Regen“wald macht seinem Namen auch Ehre. Die Talfahrt findet in den Wipfeln der Bäume statt und man bekommt herrliche Ausblicke auf die See.

Unübertroffen ist aber bisher mein Schwimmen mit den Delfinen auf Tortola. Es gibt da ein großes, eingegrenztes Naturbecken, in dem die Delfine leben. Dann gibt es zwei kleinere Becken, in denen die Tiere trainiert werden. Wir waren je 8 Personen mit 2 Delfinen (meine hießen Calypso und Poseidon)in einem Becken, nachdem wir einen Einführungsfilm mit Anweisungen zum Umgang mit den Delfinen gesehen hatten. Die beiden Delfine genossen es, von uns gestreichelt zu werden und uns ihre Sprünge vorzuführen. Sie fühlen sich wunderbar an, das Fell ist wie Seide. Dann gab es für jeden von uns 4 Übungen: Zum Eingewöhnen Shakehands (Hände und Flossen) und Küsschen !!! Wir hatten Schwimmwesten an, und so konnten wir problemlos im tiefen Wasser stehen bzw. auf dem Bauch liegen. Stehend musste man die Arme ausbreiten, die Delfine kamen links und rechts von hinten auf mich zu, ich bekam genau die Rückenflossen zu packen und sie zogen mich durch das Becken. Dann lag ich auf dem Bauch, Calypso und Poseidon stießen mit ihrer Stirn gegen meine Fußsohlen und legten ein solches Tempo vor, dass ich (bedingt durch die Schwimmweste) fast senkrecht aus dem Wasser emporkam. Das war ein Gefühl ! Möchte ich unbedingt alles noch einmal erleben.

Als ich bei meiner ersten Reise mit „Time to say goodbye“, das im ganzen Schiff und Hafen erklang, von Bord ging, war mir zwar klar, dass ich wiederkommen würde, aber dass ich inzwischen 199 Tage an Bord verbracht habe, hätte ich mir damals nicht träumen lassen. Da wusste ich allerdings auch noch nicht, dass ich beim nächsten Mal einen lieben Menschen wiedersehen würde, mit dem mich jetzt eine wunderbare Freundschaft verbindet.
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 16 Okt 2011 - 20:04

Aida Smiley_Rose , lass dir so viel Zeit wie du willst. Wir lesen deinen Bericht auch später noch gerne.
Schön, dass du deinen Urlaub genossen hast und Striezi sich auf dich gefreut hat.

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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Mo 17 Okt 2011 - 5:47

hello Willkommen zurück Aida, komm in ruhe an, die Fotos schauen wir usn auch dann noch gerne an ja Ich freu mich drauf! Lg PC
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 23 Okt 2011 - 18:29

Ein Sommermärchen im Oktober:

Mit der AIDAvita im westlichen Mittelmeer, 1. bis 15. Oktober 2011


Samstag, 1. Oktober, Palma de Mallorca

Um 1.30 Uhr geht es von daheim los zum Flughafen Köln/Bonn. Kurz nach Sonnenaufgang landen wir bei bestem Wetter in Palma und bereits um halb neun sitze ich auf der AIDAvita beim Frühstück. Bis zum Mittagessen liege ich an Deck in der Sonne und döse vor mich hin. Nach dem Essen sitze ich noch ein wenig draußen und um 15 Uhr können die Kabinen bezogen werden. Mein Koffer ist schon da und ich richte mich ein, wobei ich nicht widerstehen kann, gleich etwas von dem bereitgestellten kalten Prosecco zu trinken. Dann übermannt mich die Müdigkeit und ich lege mich zwei Stunden schlafen.

Bald nach dem Abendessen sehe ich von meinem Balkon aus den letzten Trans-ferbus vor dem Schiff, der endlich auch meine Schwägerin Ilse und Matthias und Daniela ausspuckt. Ilse bekomme ich heute nicht mehr zu sehen, aber meine Freunde und ich sehen uns um 22 Uhr das Auslaufen an Deck an und gehen danach noch eine Weile zur Poolparty, wo es ein herzliches Wiedersehen mit dem Clubdirektor Klaus Große gibt. Hundemüde falle ich an diesem Tag zum zweiten Mal in mein Bett.


Sonntag, 2. Oktober, auf See

Ich habe wunderbar geschlafen und nach dem Frühstück mit Ilse findet die einzige Pflichtveranstaltung an Bord statt, nämlich die Seenotrettungsübung. Den Großteil des Tages verbringe ich auf meinem Balkon mit Sonnen und Lesen. Vor dem Abendessen treffe ich mich mit Ilse, Daniela und Matthias in der Aidabar und nach dem gemeinsamen Essen sehen wir uns die Welcome-Show im Theater an. Wir haben einen jungen österreichischen Kapitän und er stellt seine Offiziere mit viel Charme und Humor vor. Danach gönnen wir uns noch einen Absacker in der Anytime Bar.


Montag, 3. Oktober, Ajaccio

Korsika empfängt uns mit einem strahlenden Sommertag. Schon bei meinem vormittäglichen Spaziergang durch die Geburtsstadt Napoleons und am Stadtstrand entlang ist es sehr heiß. Nachmittags ist es auf meinem Balkon angenehmer als an Deck.

Abends habe ich eine Einladung ins Gourmet-Restaurant Rossini und nehme meine kleine Reisegesellschaft mit. Wir treffen uns zum Auslaufen vor der Hemingway-Lounge, wo wir bei Sekt und Häppchen einen grandiosen Sonnenuntergang geboten bekommen. Danach zieht die ganze Gesellschaft ins Rossini um und wir genießen ein köstliches 5-Gänge-Menü.





Dienstag, 4. Oktober, Rom

Der Hafen Civitavecchia ist eineinhalb Busstunden von Rom entfernt und deshalb haben wir einen Ausflug gebucht. Wir machen eine Panoramafahrt, während der wir viel zu sehen bekommen. Dann haben wir im historischen Zentrum drei Stunden Freizeit, die wir nutzen, um möglichst viel zu Fuß zu erkunden. Schließlich brauchen wir eine kleine Stärkung und finden ein schattiges Plätzchen in einer Pizzeria. Der Bus fährt uns danach noch am Vatikan und der Engelsburg vorbei, bevor es zurück zur Vita geht.




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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 23 Okt 2011 - 18:41

Mittwoch, 5. Oktober, Livorno

Livorno ist Ausgangspunkt für Fahrten in die Toscana. Ich habe mich für die Stadt Lucca entschieden.

Das historische Stadtzentrum wird von einer mächtigen Stadtmauer aus dem 18. Jahrhundert umschlossen. Auf dieser Mauer beginnen wir unseren Rundgang. Die Bewohner Luccas nutzen diese breite Mauer als Park, machen hier ihren Morgenspaziergang, führen ihre Hunde aus und lesen die Zeitung. Es wirkt alles sehr beschaulich.

Innerhalb der Stadtmauer erwarten uns mittelalterliche Gassen mit kleinen Geschäften und es gibt 99 Kirchen. Kein einziges modernes Gebäude stört die Idylle.

Zum Abschluss fahren wir auf ein Weingut, das neben Wein auch Olivenöl herstellt. Bei leckererem Schinken, Käse, Oliven, getrockneten Tomaten und Weißbrot verkosten wir 5 verschiedene Sorten Wein – alles ein Hochgenuss.

Nachmittags liege ich noch etwas in der Sonne, bevor es um 19 Uhr zum Clubtreffen geht. Abendessen mit Daniela und Matthias sowie ein Glas Wein auf meinem Balkon beenden diesen Tag.






Donnerstag, 6. Oktober, Cannes

Nach dem Frühstück fahren Ilse und ich mit dem Tender an Land. Wir spazieren ein wenig durch die quirlige Stadt und trennen uns dann, weil ich noch etwas mehr laufen möchte. Ich biege auf die Croisette ab, schlendere an den exklusiven Geschäften vorbei und wechsle dann für den Rückweg auf die Strandseite mit ihrer prachtvollen Promenade. Den Nachmittag verbringe ich wieder auf dem Balkon und treffe mich abends mit meinen Freunden. Gegen Mitternacht bin ich im Bett und verschlafe den einzigen Seegang dieser Reise. Der Golf de Lion hat uns seine Ausläufer spüren lassen. Ich erfahre davon erst beim Frühstück am nächsten Morgen.




Freitag, 7. Oktober, Barcelona

In der zweiten Nachthälfte waren wohl auch ein paar Regentropfen gefallen und Barcelona empfängt uns mit wolkigem Himmel. Das sollte auch das einzige Mal auf diese Reise sein. Ich schlendere in aller Gemütlichkeit über die Rambla und durch das gotische Viertel.

Heute gehen wir wieder zu viert zum Abendessen. Für Daniela und Matthias ist es der letzte Abend an Bord. Wir schauen im Theater zur Verabschiedung vorbei und warten bei einem Glas Wein in der Anytime Bar auf die Poolparty. Obwohl meine Freunde morgen sehr zeitig vom Schiff müssen, wird eine Runde nach der anderen ausgegeben. Schließlich gesellt sich noch Klaus Große zu uns und spendiert weiteren Wein. Nach einer herzlichen Verabschiedung von meinen Freunden falle ich um halb drei in mein Bett.




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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 23 Okt 2011 - 18:54

Samstag, 8. Oktober, Palma de Mallorca

Nach der kurzen Nacht treffe ich mich zu einem späten Frühstück mit Ilse. Palma zeigt sich heute unter einem Sonnen-Wolkengemisch und der frische Wind sorgt bei meinen Freunden für etwas Verspätung auf dem Heimflug. Da die AIDAvita in Palma an der Außenmole liegt, fahre ich mit dem Shuttlebus in die Stadt und spaziere da bis zum Mittagessen herum. Den Nachmittag verbringe ich schlafend und lesend auf meinem Balkon und nach dem Abendessen sehe ich mir das Auslaufen an und gehe noch kurz zur Poolparty.




Sonntag, 9. Oktober, auf See

Ich genieße einen herrlichen, entspannten Tag an Bord. Der Himmel strahlt wieder in tiefem Blau und die See ist vollkommen ruhig. Beste Voraussetzung für gute Laune bei den neu angekommenen Passagieren.


Montag, 10. Oktober, Cádiz

Ich habe abends überlegt, ob ich mir den Wecker für die Passage von Gibraltar stellen soll, die für ca. 2 Uhr angekündigt war. Viertel vor zwei werde ich per Zufall wach, gehe schnell auf meinen Balkon und da liegt der Felsen querab. Leider wird seit ein paar Jahren nicht mehr ganz nahe heran gefahren, aber ich hatte dieses Erlebnis sehr oft „hautnah“.

Der Kapitän begrüßt uns morgens mit den Worten „die Sonne lacht mit Blende acht und das wird sie den ganzen Tag tun“. Der Sommer geht weiter. Cádiz ist eine Stadt, die ich über alles mag, wohl auch wegen ihrer Lage als europäisches Tor zur neuen Welt und Sprungbrett nach Afrika. Ich mache einen aus-gedehnten Rundgang. Der Nachmittag vergeht wieder mit Sonnen und Lesen und abends gibt es das Clubtreffen dieser Reise.




Dienstag, 11. Oktober, Lissabon



Mittwoch, 12. Oktober, Tanger

Diese beiden Tage verbringe ich ganz faul auf dem Schiff, genieße das warme Sonnenwetter und die Ruhe zum Lesen.



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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 23 Okt 2011 - 19:04

Donnerstag, 13. Oktober, Málaga

Um in die Stadt zu kommen, muss ich erst einen Shuttlebus zum Hafengebäude nehmen und von da einen weiteren, der uns direkt ins Zentrum von Málaga bringt. Die Busse fahren am laufenden Band und man ist ruckzuck hin und zurück. Die Stadt gefällt mir sehr gut.

Am späten Nachmittag bekomme ich etwas Besonderes geboten: Im Rahmen des Clubtreffens grün begrüßt uns Klaus Große an der Aidabar und führt uns dann durch das Crew-Treppenhaus hinter die Kulissen des Theaters. Dort gibt es jede Menge Erklärungen zur Technik und den Künstlern. Wir sind nur 3 „Frösche“, und zwei von uns sollen danach mal ausprobieren, wie es sich anfühlt, auf der Bühne zu stehen und ins Mikrofon zu sprechen. Einfach ein oder zwei Sätze ins leere Theater sprechen.

Na ja, und dann stehe ich mit einem Herrn auf der markierten Stelle auf der Bühne, die Begrüßungsmusik beginnt und der Vorhang öffnet sich. Wir hören Applaus und statt eines leeren Theaters ist der ganze Kids Club hier versammelt. Erst bin ich etwas erschrocken, aber dann höre ich mich schon die Kinder-Gäste begrüßen, wie ich es von den Shows her gewohnt bin. Wir dürfen das Mikrofon auch bald wieder aus der Hand geben und wenden uns zu den Tischen, die auf der Bühne aufgestellt sind, um bei Käsehäppchen und Rotwein gemütlich zu plaudern.

Da hat sich unser Clubdirektor wirklich etwas Besonderes ausgedacht, das mir immer in bester Erinnerung bleiben wird.




Freitag, 14. Oktober, Cartagena

Heute liegen wir am Yachthafen direkt vor der Stadt. Bald nach dem Frühstück laufe ich los und lasse mich von der beschaulichen Atmosphäre einfangen. Nach dem Mittagessen genieße ich noch einmal meinen Balkon in der Sonne. Um 15 Uhr ertönt ein letztes Mal „Sail Away“. Danach heißt es packen, noch ein wenig auf dem Schiff herumlaufen und das Farewell-Dinner genießen.




Samstag, 15. Oktober, Palma de Mallorca

Ilse sehe ich heute nicht mehr, sie hat ihren Transfer zum Flughafen schon um 7 Uhr morgens. Ich darf ausschlafen, denn erst um 9 Uhr muss ich meine Kabine räumen. Ich stelle mein Handgepäck wie am Anreisetag im Theater ab und gehe dann an Land zum Checkin für meinen Flug nach Hause. Es ist sehr angenehm, dass man bei einem Rückflug nach 14 Uhr bereits im Hafengebäude einchecken und seinen Koffer aufgeben kann. Das erspart viel Zeit am Flughafen.

Palma liegt wie vor zwei Wochen unter blauem Himmel und ich verbringe den Tag auf einer Liege in der Sonne mit Lesen und Abstechern an die Bar und zum Essen. So bequem das ist, der Tag zieht sich dahin. Um 19 Uhr geht es zum Flughafen. Unsere Maschine startet mit etwas Verspätung gegen 23 Uhr und am Sonntag um halb drei bin ich zu Hause.

Als ich kurz vor 4 Uhr aus dem Bad komme, sehe ich, dass Striezi den Weg nach Hause gefunden hat. Er liegt auf meinem Bett, miaut lauthals, als er mich sieht, und kann gar nicht genug Streicheleinheiten bekommen. Als ich endlich im Bett liege und das Licht abdrehe, macht er es sich auf meinen Beinen bequem und bleibt da ruhig liegen, bis ich nach fünf Stunden aufstehe. Jetzt sind wir beide wieder „daheim“.

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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 23 Okt 2011 - 19:33

Super Bericht, Aida gut
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 23 Okt 2011 - 19:37

Wie immer ganz toll geschrieben und klasse Fotos, Aida Smiley_Rose .
Man hat bei Lesen so ein bisschen das Gefühl dabei gewesen zu sein.
Ich glaube ich muss irgendwann doch mal mit dir auf die AIDA kommen zwinkern .
Vielen Dank, dass du dir immer die Mühe machst und uns so teilhaben läßt Knuddel .

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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 23 Okt 2011 - 19:43

Haaaaaaaaach jaaaaaaaaaaaa,,schööööön. War wieder mittendrin und voll dabei gut
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   So 23 Okt 2011 - 19:46

Mit so einem Bericht erlebe ich selbst die Reise noch mal bewusst nach und es macht mir Spaß, das später wieder zu lesen. Schade, dass ich nicht früher damit angefangen habe.
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Mo 24 Okt 2011 - 5:28

hello hach wie schön.....allein um Rom beneide ich dich schon ohne Ende- für mich eine der wunderschönsten Städte die ich kenne.
Ein wunderbarer Bericht, der sofort das Fernweh in mir wach ruft! Ganz klasse! Danke dafür Aida...
Das mit dem nochmal erleben ging mir bei meinem Radtourbericht auch so, das macht dann richtig Spaß oder?
Lg PC Smiley_Rose
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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Di 8 Mai 2012 - 18:37

Clubnacht und Fanreise auf der AIDAmar vom 3. bis 6. Mai 2012


Die AIDAmar ist das jüngste Schiff der AIDAflotte. Die Teilnehmer der Clubnacht sind diejenigen Passagiere, die in den letzten fünf Jahren über 100 Tage an Bord von AIDA verbracht haben. Diese Nacht ist für uns kostenlos. Wir sind die ersten Gäste an Bord des neuen Schiffes und damit auch die benötigten Testpersonen, um zu sehen, ob alles gut funktioniert bzw. wo nachgebessert werden muss.


Donnerstag, 3. Mai, Emden

Um 8 Uhr kommt mein Taxi. Wir holen meine Freundin Joukje in Bonn ab und fahren dann weiter zum Bahnhof. Nach vier Stunden erreichen wir Emden. Auf dem Bahnsteig hören wir die Durchsage, wann die Shuttlebusse uns zum Schiff bringen werden. Der Emdener Bahnhof hat keine Gaststätte, aber ein AIDA-Fan hat es geschafft, über das Touristenbüro einen Getränkewagen zu organisieren. Als wir aus dem Gebäude kommen, herrscht bereits eine Bombenstimmung auf dem Bahnhofsvorplatz. Alle freuen sich, wenn wieder ein bekanntes Gesicht auftaucht. Nicht mal der leichte Nieselregen stört uns. Gegen halb vier sitzen auch Joukje und ich im Transferbus und nach kurzer Zeit sehen wir das funkelnagelneue Schiff. Der Check-In klappt super schnell. Die Köfferchen stehen schon vor unserer Kabine. Ich bringe Joukje ins Restaurant zu Kaffee und Kuchen. Dann richte ich mich schnell in der Kabine ein. Bald danach ist Generalalarm und wir absolvieren die Rettungsübung. Kaum zurück in der Kabine, legt die Mar auch schon ab und wir hören unser erstes Sail Away auf dem Balkon. Nach dem Abendessen machen wir noch einen Abstecher in die Anytime Bar und der Barkeeper Victor entdeckt mich sofort. Große Wiedersehensfreude auf beiden Seiten. Victor hat mich schon auf mehreren Reisen bestens betreut.


Freitag, 4. Mai, Hamburg

Als ich gegen 8 Uhr aufwache, liegen wir fest im Hafen von Hamburg, Cruise Center Altona. Der Himmel ist grau in grau, die Lufttemperatur ist sehr bescheiden. Aber immerhin bleibt es den ganzen Tag trocken. Natürlich nur, weil wir unsere Schirme dabei haben, als wir mit dem Shuttle Bus in die Innenstadt fahren. Zu einem späten Mittagessen kehren wir zurück auf die Mar und ich zeige Joukje danach die Außendecks, bevor wir noch einen Bummel zum Fischmarkt machen. Um 18 Uhr ist wieder Rettungsübung angesagt, da zur Fanreise neue Gäste an Bord gekommen sind. Um 20 Uhr geht es wieder los die Elbe hinunter Richtung Nordsee.

Heute Abend ist es in den Restaurants sehr voll, da das Schiff total ausgebucht ist. Als wir erst mal zwei Sitzplätze ergattert haben, stört mich das nicht mehr. Zu essen gibt es mehr als genug für alle und wir haben ja Zeit, um auch ein wenig in der Schlange anzustehen. Anschließend landen wir für zwei Stunden in der Disco, bevor wir hundemüde in unsere Betten fallen.


Samstag, 5. Mai, auf See

Auf dieser Reise gibt es kein Einschlafen und Aufwachen bei Meeresrauschen. Bei geöffneter Balkontür hätten wir furchtbar gefroren. Aber der erste Blick vom Bett durch die Balkontür ist vielversprechend: Blauer Himmel, Sonne und wenige Wölkchen, die der Dekoration des Blaus dienen. Allerdings ist es bei 7° um 10 Uhr morgens sehr frisch an Deck. Die Mar fährt heute eine Runde durch die Nordsee und ich finde es toll, dass ich sowohl morgens als auch abends die Sonne auf dem Balkon habe.

Wir haben heute viel Zeit, das schöne Schiff von innen und außen richtig zu erforschen. Abwechslung dazwischen ist ein Fantreffen in der Aidabar, das sehr gut besucht ist. Aber es wird den ganzen Tag Programm geboten. Man kann gar nicht alles wahrnehmen, das einen interessiert.

Zum Abendessen ergattern wir zwei Plätze im hinteren Teil des Restaurants, von wo aus wir freien Blick auf die See und die untergehende Sonne haben. Das passt perfekt zu dem köstlichen Farewell-Dinner. Danach sehen wir uns den Comedy-Auftritt von Mirja Boes und die neue Show „Kauri“ im Theatrium an, von der wir ganz begeistert sind. Danach ist es auch schon Zeit für die Heia.


Sonntag, 6. Mai, Hamburg

Um halb acht weckt uns mein Handy mit „Time to say goodbye“. Sehr passend an diesem Morgen. Wir verlassen unsere Kabine brav um 9 Uhr und gehen in aller Ruhe frühstücken. Da wir genug Zeit haben, bis wir zum Bahnhof müssen, stört es uns nicht, dass in den Restaurants Hochbetrieb herrscht und man schon mal länger auf frischen Kaffee warten muss. Als wir schließlich im Taxi sitzen, drehe ich mich wie immer noch einmal zur AIDAmar zurück, denn ich will ja wiederkommen.

An diesem Morgen ist nach uns die „Deutschland“ eingelaufen. Unser Zug ist dementsprechend voll. Mit uns im Abteil sitzen Passagiere von der „Deutschland“. Es ergibt sich zwangsläufig, dass jeder über „sein“ Schiff erzählt. Zum Mittagessen gehe ich mit Joukje in den Speisewagen und zwei Damen laden uns ein, bei ihnen mit am Tisch zu sitzen. Sie hatten uns auf der Mar schon wahrgenommen und wir schwelgen gemeinsam in den Erinnerungen an die Tage auf dem Schiff.

Um 17 Uhr schließe ich meine Haustür auf und der Alltag hat mich wieder. Obwohl ich nur vier Tage weg war, habe ich kaum an Zuhause gedacht und in einer anderen Welt gelebt. Jetzt bin ich um die Erfahrung reicher, dass auch eine Kurzreise sehr viel Spaß machen kann.



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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Di 8 Mai 2012 - 19:04

Aida Smiley_Rose , hast wieder sehr schön und anschaulich beschrieben gut .
Mirja Boes mag ich auch total gerne. Würde sie auch gerne mal live sehen wollen.

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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Di 8 Mai 2012 - 19:09

Das klingt ja alles interessant, ich hoffe ihr habt viel genossen und nichts zu beanstanden gehabt.
Finde ich super, das die solch Fanreisen machen... wie beim Bäcker, das 10. Brot gibts umsonst Wink

Ich finde diese riesen Schiffe irgendwie gewaltig... nur wenn ich das Bild so anschau... das die Dinger nicht umkippen bei den Megaaufbauten. Ich hab ja lieber doch Festland unter den Füßen aber ich mag Deine Berichte!

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BeitragThema: Re: Aida auf Reisen   Di 8 Mai 2012 - 19:25

Wieder ein sehr schöner und anschaulicher Bericht, Aida gut Bei meinem Orientierungssinn würde ich mich ständig auf dem Schiff verlaufen.
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