
Hier könnt ihr mit uns diskutieren, einfach nur Spaß haben, oder auch mal den einen oder anderen Rat bekommen. |
| | | Walpurgisnacht oder auch Freinacht | |
| | Autor | Nachricht |
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Compumouse Admin


 Anzahl der Beiträge: 20493 Alter: 55 Ort: Bayern Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Do 30 Apr 2009 - 19:36 | |
| Jedes Jahr in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai fliegen die Walpurgis Hexen in der Walpurgisnacht auf Besen, Mistgabeln und Tieren als Fluggeräte aus allen Himmelsrichtungen herbei, um sich dann mit ihrem Herrn und Meister, dem Teufel, zu treffen und bis zum Morgengrauen ein rauschendes Fest zu feiern. Die Walpurgisnacht läutet den nordischen Sommer ein. Daher müssen die finsteren Gestalten rechtzeitig zum Morgengrauen verschwunden sein, um die Herrschaft an die Lichtgestalten abzugeben.
Die Hexen versammeln sich vor der Feier zunächst auf dem Hexentanzplatz bei Thale und fliegen dann gemeinsam zum Blocksberg, dem Brocken, um sich dort mit dem Teufel zu vermählen. Der Name "Blocksberg"gilt dabei als Synonym für den Handlungsort der Hexenfeier. Die Walpurgisfeier selbst geht bereits auf germanische Ursprünge zurück. Auf dem Brocken tanzen der Sage nach alle Hexen in einem großen Kreis ums Feuer und küssen anschließend dem Teufel den Hintern. Dann lassen Sie sich mit dem Teufel vermählen und empfangen von ihm neue Zauberkräfte. _________________ Liebe Grüße Compumouse |
|  | | Compumouse Admin


 Anzahl der Beiträge: 20493 Alter: 55 Ort: Bayern Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Do 30 Apr 2009 - 19:39 | |
| Früher war es Brauch, dass Jugendliche in der Freinacht den Maibaum der Nachbargemeinden gestohlen haben, oder sie haben Gartentüren ausgehängt, um sie zum Maibaum zu tragen. Heute wird nur noch Unfug gemacht. Da ziehen die Jugendlichen (zumindest bei uns) mit Klopapier, Zahnpasta und Rasierschaum um die Häuser und beschmieren Klingelknöpfe, Briefkästen und Autos. Manchmal grenzt das schon an Vandalismus oder Sachbeschädigung.
Wie sieht das bei euch in der Freinacht aus? _________________ Liebe Grüße Compumouse |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Do 30 Apr 2009 - 20:06 | |
| Also ich werde gleich mit Hexenwerk beginnen: Ich geh bügeln ..  |
|  | | Babs

 Anzahl der Beiträge: 1971 Alter: 61 Ort: Thüringen Anmeldedatum: 21.12.08
 | |  | | Sunny Co-Admin


 Anzahl der Beiträge: 7625 Alter: 51 Ort: Wesel Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Do 30 Apr 2009 - 22:41 | |
| Hmm... ich hab die Terrassentüre aufgemacht. Vielleicht verirrt sich ja eine  zu mir  _________________  |
|  | | Sunny Co-Admin


 Anzahl der Beiträge: 7625 Alter: 51 Ort: Wesel Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Do 30 Apr 2009 - 22:50 | |
| Für alle die diesen Brauch noch kennen und auch daran teilnehmen  wünsche ich einen gelungenen "Tanz in den Mai"Auch am Niederrhein kennen wir den Maibaum-Diebstahl. Aber ob er noch praktiziert wird? Zumindest sind allerorten reich geschmückte Maibäume aufgestellt. _________________  |
|  | | Sunny Co-Admin


 Anzahl der Beiträge: 7625 Alter: 51 Ort: Wesel Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Fr 1 Mai 2009 - 0:32 | |
| Diese Hexenskulptur stammt aus einer Skulpturengruppe auf dem Hexentanzplatz im Harz. Ihren Hintern zu streicheln soll Glück bringen  _________________  |
|  | | Sunny Co-Admin


 Anzahl der Beiträge: 7625 Alter: 51 Ort: Wesel Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Fr 1 Mai 2009 - 0:34 | |
| Der Hexentanzplatz liegt in 450m Höhe und bietet einen schönen Blick ins nördliche Harzvorland. Er gilt als ein altsächsischer germanischer Kultort, an dem vor allem in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai Rituale abgehalten wurden. Auf dem Gelände gibt es heute einen Tierpark, eine Sommerrodelbahn, das Harzer Bergtheater und die 1901 erbaute Walpurgishalle. Lange Nasen, fiese Masken, lodernde Flammen: Der beschauliche Harz erwacht in der Nacht zum 1. Mai Es ist die Nacht, in der der Teufel mit den Hexen Orgien feiert. Für die Verehrung soll ihnen der Höllenvorsteher Zauberkräfte geschenkt haben Die Legende besagt, dass in der Nacht zum 1. Mai Hexen auf den Blocksberg - den Brocken - reiten, um den Teufel zu treffen. In nahezu jedem Ort in dem Mittelgebirge wird ausgelassen gefeiert - aus Tradition. Hexenbesen, Zauberhüte, lange Nasen und Teufelshörner sind Utensilien, die auf keiner Walpurgisfeier fehlen dürfen. Alt und Jung pflegen einen Brauch, der auf einen Volksglauben zurückgeht und den es in dieser Form nur im Harz gibt. Die traditionell größten Feiern werden auf dem Hexentanzplatz in Thale stattfinden. Die Felsenklippe des Hexentanzplatzes, die mit 451 Metern die Roßtrappe um 48 Meter überragt, erlangte im Laufe des 19. Jahrhunderts ihre Popularität. Der Hexentanzplatz war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein altsächsischer germanischer Kultort, an dem vor allem in der Walpurgisnacht historische Rituale abgehalten wurden. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) verhalf dem sagenhaften Treiben auf dem 1142 Meter hohen Harzgipfel im "Faust" zum Ruhm. Viele sehen in den Feierlichkeiten auch die Vertreibung des Winters. "Die heidnischen Menschen haben ein Frühlingsfest gefeiert, weil sie Hunger und Kälte überstanden haben", sagt Harald Watzek, Leiter der Arbeitsgruppe Mythologie in Thale (Sachsen-Anhalt). Und Namensgeberin sei keine Hexe, sondern eine englische Nonne mit Namen Walburga. "Sie wurde an einem 1. Mai heiliggesprochen." Später vermischten sich heidnische Bräuche, christlicher Glaube und Goethes Dichtkunst zu dem, was heute die Walpurgisnacht ausmacht - ein Schmelztiegel aus Tradition und Moderne Von der Furcht um den Hexensabbat ist heute nichts mehr zu spüren. Vielmehr stehen ausgelassene Feierlichkeiten auf dem Programm. Der Harzer Verkehrsverband erwartet wie schon in den Vorjahren wieder mehr als 100.000 Gäste. Es gibt Konzerte, Theateraufführungen, viel Alkohol und nackte Haut. Den Kult der Vergangenheit als Ursprung der Feierlichkeiten kennt heute kaum jemand. Zu DDR-Zeiten feierten hier gerade mal 500 Leute. Auf dem Hexenplatz in Thale gibt es einen Event-"Faust". Kein Theaterstück im ursprünglichen Sinne sondern Showelemente, Lichtgestalten, Stelzenläufer und Lasershow sollen Besucher locken. (Dies als Ergänzung zu dem, was Mouse schon so trefflich beschrieben hat)  _________________  |
|  | | Sunny Co-Admin


 Anzahl der Beiträge: 7625 Alter: 51 Ort: Wesel Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Fr 1 Mai 2009 - 0:37 | |
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|  | | Sunny Co-Admin


 Anzahl der Beiträge: 7625 Alter: 51 Ort: Wesel Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Fr 1 Mai 2009 - 0:40 | |
| Noch etwas aus dem Fundus:
Walpurgisnacht, das Hexenfest schlechthin. Feste werden veranstaltet auf dem Brocken im Harz und auch anderswo. Gedichte gibt es darüber, zum Beispiel von Theodor Storm oder von Gustav Meyring. Felix Mendelssohn Bartholdy hat in seinem Opus 60 "Die erste Walpurgisnacht" musikalisch verarbeitet. Sagen ranken sich um diese Nacht, Goethe hat sie in seinem Faust verewigt ... Aber wo kommt sie wirklich her, die Walpurgisnacht?
Die Nacht zum ersten Mai war unseren Vorfahren von besonderer Bedeutung. In dieser Nacht wurden Freudenfeuer entzündet, um den Frühling zu begrüßen. Im Harz versammelten sich die Menschen um diese Feuer, tanzten um sie und sprangen vor Freude durch die Flammen.
Besonders dort waren diese Feste sehr verbreitet (oder haben sich am längsten gehalten). Mit Beginn der dortigen Christianisierung (nach dem Sieg Karls des Großen über die Sachsen) wurden diese Feste verboten. Wer weiterhin die Feste in der alten Form feierte, wurde als dem Teufel hörig und als Hexe bezeichnet. Die Kirche verdammte jene und verbreitete das Gerücht, dass in dieser Nacht die Hexen ausflogen, um sich auf dem Blocksberg zu versammeln und dort auf die Ankunft des Teufels zu warten.
Der Ursprung des Hexenglaubens, wie er in der Walpurgisnacht dargestellt wird, geht nicht auf diese alten Feste und den Volksglauben zurück, sondern entstammt den Kirchenbüchern. Durch diese ist die Ansicht in der Bevölkerung vorgedrungen, dass Frauen mit medizinischen Kenntnissen mit dem Teufel im Bunde stünden.
Es war also die Kirche, die im Zuge der Inquisition immer schaurigere Geschichten erzählte, welches Unwesen, die von ihnen als Hexen bezeichneten, Frauen angeblich trieben.
Aber wie auch bei anderen heidnischen Feiertagen, die in der Bevölkerung stark verwurzelt waren, hat die Kirche dafür gesorgt, dass diese Feste in einem kirchlichen Fest aufgefangen wurde. Zum Beispiel ging das heidnische Julfest in Weihnachten auf und Ostara in Ostern. Der erste Mai wurde der Hl. Walpurga, der Schutzpatronin der Bäuerinnen und Mägde geweiht und so entstand der Name Walpurgisnacht. Selbstverständlich wurde der Hl. Wapurga von der Kirche nachgesagt, dass sie vor den Hexen schützen sollte.
Das Walpurgisnachtfest auf dem Brocken, wie es heute noch gefeiert wird, wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts, in Anlehnung an Goethes Faust eingeführt.
Natürlich gab es auch abergläubische Bräuche, mit denen sich die Menschen schützen wollten gegen die Hexen, die in dieser Nacht ihr Unwesen trieben:
Wenn in der Walpurgisnacht mit geweihten Glocken (also mit Kirchenglocken) geläutet wird, dann können die Hexen, die an den Kreuzungen ihre Tänze in Gegenwart des Teufels abhalten einem nichts anhaben.
Um sein Vieh und seine Häuser zu schützen wurde in dieser Nacht geweihtes Salz auf die Türschwellen der Ställe und Häuser gestreut. Aber auch das Aufhängen von Baldrian- und Dostzweigen an den Stallungen sollte verhindern, dass das Vieh verhext wurde, da man glaubte, das Hexen diesen Duft nicht leiden können.
Die Besen wurden in dieser Nacht mit dem Reisig nach oben aufgestellt. Oder aber wurden zwei gekreuzte Besen vor der Tür aufgestellt. Das galt als sicher Abwehr vor den Hexen. In manchen Gegenden war es üblich zur Hexenabwehr ein Messer ins Schlüsselloch zu stecken.
Mancherorts zogen die junge Männer peitschenknallend durch die Straßen, um besonders an den Kreuzungen, dafür zu sorgen, dass sich dort keine Hexen versammeln konnten.
Wer in der Walpurgisnacht einen Gundelrebenkranz trug (Gundermann oder Gundelrebe ist ein Kraut das überall wächst), erkannte angeblich alle Hexen!
Am 1. Mai ging niemand vor dem ersten Hahnenschrei oder vor dem Tagleuten aus dem Haus, man konnte ja nicht wissen, ob vielleicht doch noch irgendwo eine verspätete Hexe unterwegs sei.
Eine Bauernregel besagt: Ist die Hexennacht voll Regen, wird's ein Jahr mit reichlich Segen!
Wer wissen wollte, ob der Geliebte treu bleibt, der pflanzte in der Walpurgisnacht zwei Vergißmeinnicht auf einen Stein mit etwas Erde. Wuchsen die beiden Pflanzen aufeinander zu, so würde der Geliebte treu bleiben und eine Hochzeit bevorstehen.
Ein beliebter Brauch in der Walpurgisnacht war auch das Häckselstreuen. Bei diesem Streich wurden geheime Pfade der Liebe aufgedeckt, indem eine Häckselspur von dem einen Haus zum anderen gelegt wurde.
Nicht nur solche Späße waren in der Walpurgisnacht üblich. Die jungen Burschen nutzten die günstige Situation, dass sich alle hinter dem Ofen verkrochen gerne aus und verübten in dieser Nacht diverse Streiche. Im Hof vergessene Gerätschaften wurden gerne auf den Dachfirst oder einen hohen Baum gebracht. Oder sie fanden sich am nächsten Tag im Dorfbrunnen wieder. Die Bauern sahen also zu, dass sie ihre ganzen Gerätschaften gut verschlossen hielten in dieser Nacht. Oftmals konnten diese dann auch nur gegen Freibier wieder ausgelöst werden.
Auch heute besteht das Fest der Fruchtbarkeit und des Lebens weiter in den Maifeiern mit Tanz in den Mai und Maibäumen, frischen Birkenzweigen und ausgelassenen Feiern. Auch der Maibaum ist ein eindeutiges Fruchtbarkeitssymbol. Üblicherweise wird er in der Walpurgisnacht geschlagen und am 1. Mai aufgestellt.
Bei den Iren und Schotten wird das Fest Beltane gefeiert. Im alten keltischen Kalender ist Beltane der Beginn des Sommers, so wie Samhain (Halloween) der Beginn des Winters ist. Beltane ist nach dem Gott Baal benannt. Auch hier werden Feuer entzündet. Symbolisch wird dort Baal, Bel oder Baldur verbrannt. Die Häuser und Gärten werden üppig mit Blumen geschmückt. _________________  |
|  | | Sunny Co-Admin


 Anzahl der Beiträge: 7625 Alter: 51 Ort: Wesel Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Fr 1 Mai 2009 - 0:42 | |
| Walpurgisnacht
Die Besen sausen, die Hexen brausen, heran, heran.
Die Funken sprühen, die Kohlen glühen, so heiß, so heiß.
Das Reisig knistert, der Nachtwind flüstert, ganz leis, ganz leis.
Wirst du eine berühren, wird sie dich verführen, sofort, sofort!
Sei auf der Hut, denn in dieser Glut schmilzt Du dahin, dahin.
_________________  |
|  | | Compumouse Admin


 Anzahl der Beiträge: 20493 Alter: 55 Ort: Bayern Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Fr 1 Mai 2009 - 19:38 | |
| Nicht besonders lustig...
Das Polizeipräsidium Schwaben Nord in Augsburg zählte rund 300 Einsätze, davon rund ein Drittel im Zusammenhang mit vermeintlichen Brauchtumsscherzen. Wiederholt zogen Gruppen von Jugendlichen lauthals grölend durch die Straßen und beschmierten dabei Hauswände und Autos.
In der Augsburger Innenstadt wurden zwei junge Männer festgenommen, die mit einem Kopfstoß und einem Fußtritt Polizisiten angriffen. Im Landkreis Dillingen wurden mehrere Maibäume gefällt, in Lauingen kam dabei sogar eine Motorsäge zum Einsatz.
Eine große Zahl von Einsätzen verzeichnete auch das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten. Nach einer ersten Übersicht waren aber insgesamt weniger Einsätze als im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Ein Betrunkener lief als Fußgänger auf die A8 bei Burgau, erlitt bei einem Unfall aber nur leichte Verletzungen.
Mit einem Auto mitgeschleift und dabei leicht verletzt worden ist ein 33-jähriger Mann in der Freinacht in Zusmarshausen. Er hatte sich bei den Insassen über die Böller beschwert, die diese zündeten. Daraufhin wurde er vom Beifahrer festgehalten und der Autofahrer gab Gas.
155 Einsätze mit Bezug zur Freinacht registrierte das Polizeipräsidium Oberbayern in Ingolstadt. Die meisten Vorfälle ereigneten sich nahe München. Zumeist bei Schlägereien wurden zwölf Personen verletzt. Der Sachschaden beträgt rund 20.000 Euro.
In Dießen am Ammersee sprang ein 36 Jahre alter Mann einer 19-Jährigen vor das Auto, zwang sie zum Anhalten und packte sie brutal an ihrer Jacke, bevor er davonlief.
In Gröbenzell (Landkreis Fürstenfeldbruck) zündeten Unbekannte ein abgestelltes Boot an. In Bad Kissingen erschlug ein Unbekannter einen Schwan mit einem Knüppel. Eine sofort ausgelöste Fahndung nach dem Täter blieb zunächst ohne Erfolg.
Vor allem Autofahrer gerieten im Zusammenhang mit zweifelhaften Freinacht-Streichen immer wieder in riskante Situationen. So warfen im Landkreis Weilheim-Schongau 20 bis 30 Jugendliche das Holzhaus eines Spielplatzes um, bugsierten es auf ein nahe gelegene Straße und liefen davon. Wiederholt seien auch Altkleidercontainer angezündet worden.
Auf dem Flugplatz in Mühldorf-Mössling unternahmen Unbekannte eine Spritztour mit einem Sicherungsfahrzeug und prallten damit gegen eine Betonwand.
Einen üblen Scherz haben sich Unbekannte in der Nacht zum 1. Mai auf einem Bauernhof in Regelsbach bei Schwabach geleistet. Nach Angaben der Nürnberger Polizei drangen sie Scherzbolde in einen Stall ein und öffneten die Gatter. 40 der insgesamt 180 Tiere seien so ins Freie gelangt. Der Landwirt selbst bemerkte erst am Morgen die zweifelhafte «Tierbefreiung».
Mit Helfern gelang es ihm schließlich, die Kühe zurück in den Stall zu treiben. Das frische Grüne der umliegenden Wiesen hatte die Tiere offensichtlich an einem ausgedehnten Ausflug gehindert, wie die Polizei vermutete. _________________ Liebe Grüße Compumouse |
|  | | Compumouse Admin


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 | |  | | Sunny Co-Admin


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 | Thema: Re: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Sa 2 Mai 2009 - 18:51 | |
| Bei uns gehts/ging es noch irgendwie anders zu:
Überall flattern heute die Maien im Wind. In Rheinberg begann alles begann am Fischermarkt, erinnert sich Paul Feltes.
Rheinberg. Da ist er ja, der Mai! Wird auch höchste Zeit. Sonst stiehlt der April, der bekanntlich macht, was er will, dem Wonnemonat noch die Schau! Dabei beginnt doch erst jetzt das Leben, mit dem Aufstellen der Maibäume, mit dem musikalischen Gruß und mit der genüsslichen Wanderung oder Fahrradtour. Nur: Warum tut man das eigentlich alles?
Die Antwort hat der Rheinberger Heimatforscher Paul Feltes: „Im Mai beginnt das Leben.” Einst gingen die Bürger mit dem Förster in den Wald und schlugen Birkenreiser, um sie aufzustellen. „Es gab in den Bürgersteigen richtige Löcher dafür”, sagt Feltes. Die Reiser säumten die Straße, besonders, wenn Kirmes oder Schützenfeste anstanden. Doch irgendwann wurde der Brauch aufgehoben, weil die vielen Maien – so nannte man die Birkenstämmchen – die Verkehrsteilnehmer störten. „Die Birkenreiser waren früher das erste Grün, das nach dem Winter hervorkam”, weiß Paul Feltes.
Deshalb waren seine Zweige und Blätter als Maibaum höchst beliebt. Besonders in der Romantik galt der Maibaum als Fruchtbarkeitssymbol, der die schöpferische Kraft des Himmels verdeutlichte. In einigen Teilen Deutschlands, zum Beispiel im Rheinland, stellten Junggesellen als Liebesbeweis ihre Bäume vor das Haus ihrer Freundin.
„Nach dem Zweiten Weltkrieg ist der Brauch etwas verlorengegangen, da wurde der Maibaum nicht mehr aufgestellt”, erinnert sich Feltes. In Jülich schon. Dort besuchte Feltes seine Schwester, „und das gefiel mir so”. Wie praktisch, dass er gerade – im Jahr 1966 – Pumpenmeister vom Fischmarkt war und Dr. Carl Underberg 70 Jahre alt wurde. „Da habe ich vorgeschlagen: Setzen wir ihm doch einen Maibaum!”
Feltes ließ sich eine Vorrichtung bauen und setzte am Fischmarkt einen Maibaum. „Danach ist es wieder eingeschlafen, erst als der Sohn von Underberg geheiratet hat, haben wir wieder einen Maibaum gesetzt. Und dieses Mal ist die Tradition nicht eingeschlafen. „Seitdem setzen wir den Maibaum am Fischmarkt in jedem Jahr”, sagt Paul Feltes, „und dann ist es irgendwann überall so in Rheinberg gewesen.”
Die ersten, die dieser Idee gefolgt seien, wäre die Pumpennachbarschaft An den vier Ecken gewesen, die ihren Maibaum in der Gelder-, Ecke Kamper Straße gesetzt haben. „Es ist eine schöne Tradition, es symbolisiert Zusammenhalt”, meint Paul Feltes. Schon vor ein paar Tagen hat die Pumpennachbarschaft Fischmarkt ihren Maibaum aufgestellt, gestern trafen sich die Nachbarn und zogen weiter in den Ratskeller, um in den Mai zu tanzen. „Früher tranken wir Maibockbier, dieses starke Bier, das extra dafür gebraut wurde.”
Wie gut, dass der 1. Mai ein Feiertag ist. Das sei auch der Grund dafür, dass an diesem Tag Wanderungen und Radtouren so beliebt seien, vermutet Paul Feltes. Und das Maisingen? „Das ist eine alte Überlieferung, wahrscheinlich aus dem Germanischen. Man begrüßt damit das Frühjahr und möchte den Winter vergessen. Die Winter waren früher ja viel schlimmer, oft wurde nur in einem Haus geheizt.” Umso mehr freuten sich die Menschen über den Wonnemonat. _________________  |
|  | | piece

 Anzahl der Beiträge: 5447 Alter: 48 Ort: NDS Anmeldedatum: 29.12.08
 | Thema: Re: Walpurgisnacht oder auch Freinacht Sa 2 Mai 2009 - 18:56 | |
|  Also ich kenne das auch, bin ja aus dem Vorharzgebiet. An Walpurgis ist im wahrsten SInne der Teufel los im Harz, da ist alles voller feiernder Hexen usw. Ich habe früher auch oft mitgemacht beim Walpurgisfeuer wo man eine ausgestopfte Figur symbolsich verbrannt hat...heidnisches Brauchtum aus den tiefen Harzwäldern im dunklen Niedersachsen;-)))))....warscheinlich würden die Feministinnen nun wieder auf die Barikaden gehn, wir hatten auch durchaus männlich wirkende Figuren...denn an Walpurgis sind auch die teufel los, nciht nur die Hexen...es nimmt sich also nix...und es ist einfach uralter Brauch....die lebendigen verkleideten Hexen und Teufelchen sind im übrigen quietschvergnügt und sehr lustig drauf.....muß man halt mal erlebt haben.....lg PC, die dies Jahr ganz brav radeln war und in der Falle an Walpurgis.....nach 75km war ich einfach ko. |
|  | | | | Walpurgisnacht oder auch Freinacht | |
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