
Hier könnt ihr mit uns diskutieren, einfach nur Spaß haben, oder auch mal den einen oder anderen Rat bekommen. |
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Gast Gast
 | Thema: Risikobetrachtungen Sa 29 Aug 2009 - 13:12 | |
| Morgens aufstehen ist ein Risiko. Auf dem Weg ins Bad kann mensch ausrutschen, sich den Klodeckel auf den Kopf fallen lassen, sich am Morgenkaffee verbrühen, am Vogelfutter (Müsli :-P) ersticken usw. Abba liegenbleiben ist nicht besser. Die Decke kann mensch auf den Kopf fallen, er/sie/es beim schnarchen ersticken, die Blase kann platzen ... Dat Leben is ein Risiko!!!
Und weil es so ist, 'lernt' jeder mensch irgendwie das Risiko abschätzen. Risiko = Schadenshöhe x Eintrittswahrscheinlichkeit Versicherungen 'leben' von dieser Formel.
Wenn mensch an der Fussgängerampel steht, kann er darauf warten, das es Grün wird oder er geht bei Rot rüber. Wenn er/sie/es stehen bleibt, kann mensch von einem Auto, das ins Schleudern kommt und an der Ampel auf den Gehweg gerät, überfahren werden. Wenn mensch bei Rot los geht, kann er/sie/es auch überfahren werden. In beiden Fällen ist die Schadenshöhe gleich - mensch ist schwerverletzt oder gar tot - abba die Eintrittswahrscheinlichkeit ist unterschiedlich. Ein Mensch mit halbwegs gesundem Verstand wird bei starkem Strassenverkehr dann doch lieber bei Rot stehen bleiben.
Andererseits sind wir alle bereit, um der Vorteile willen gewisse Risiken einzugehen. Jeder von uns sollte/könnte/müsste jede4smals wissen, wenn er/sie/es sich hinters Autosteuer klemmt, dass die Wahrscheinlichekit, tödlich zu verunglücken nicht gering ist .. oder jemanden anders tot zu fahren. Die Wahrscheinlichkeit ist jedenfalls nicht wirklich geringer als im Lotto zu gewinnen. Die Anzahl der Vehrkehrstoten pro Jahr ist größer als die der Lottomillionäre. Trotzdem akzeptieren wir das Risiko.
Neben den persönlichen Risiken gibt es auch gesellschaftlich akzeptierte Risiken. Den gesellschaftlichen Schaden - also die Summe der persönlichen Schäden in der Gesellschaft -, den z.B. das Rauchen anrichtet, wird immer weniger akzeptiert. Den Schaden des Saufens oder des Fressens steht die Gesellschaft im Moment noch eher ambivaklent gegenüber. Die Akzeptanz des Schaden, den Rasen auf der Autobahn anrichtet, ist bundesdeutsch noch vehement mit der Ablehnung eines generellen Tempolimits als 'Verteidigung der Freiheit' mehrheitsfähig.
Nicht mehr mehrheitsfähig ist das Risiko der Atomkraftnutzung. Denn hier geht es nicht um ein kalkulierbares Risiko. Einen GAU in einem AKW mit dem Einsturz einer Decke in einem Wasserkraftwerk zu vergleichen zeugt einfach nur von Ignoranz zum Thema Risiko. Jeder, der größere Verantwortung trägt, muss damit rechnen, dass es in seinem Bedreich zu Todesfällen kommt. Dabei ist es völlig egal, ob er Bauleiter einer Großbaustelle, Einsatzleiter bei Feuerwehr oder Polizei, oder Verwaltungsleiter ist (auch da kann sich jemand den Finger in der Nase abbrechen und ersticken). In allen diesen Fällen sind die Auswirkungen endlich .. 1 Toter - 10 Tote - 100 Tote - 1000 Tote .. jeder Tote ist schlimm genug - aber "davon geht die Welt nicht unter" - die Auswirkungen können unsere Gesellschaft nicht wesentlich zerstören.
Beim GAU eines AKWs ist das etwas anderes. Niemand bestreitet, dass die Wahrscheinlichkeit eines GAUs gering ist.. (die Wahrscheinlichkeit eines persönlichen Lottogewinns ist jedoch niedriger). Abba diejenigen, die die Auswirkungen/Schadenshöhe eines GAUs herunterreden wollen, handeln fahrlässig. Unsere Gesellschaft wäre nach einem GAU in einem bundesdeutschen AKWs nicht mehr die gleiche .. und die Veränderung wäre sicher nicht zum Vorteil. Dies gilt auch für den GAU in einem angrenzenden Land - abba darauf haben wir nur bedingt Einfluss - und der ist noch geringer, solange in unserem eigenen Land AKWs am Netz sind.
Risikobereitschaft wird gerade auch bestimmt vom jeweiligen Nutzen. AKW-Befürworter keulen gerne mit der Unversichtbartkeit der Kernenergie "dann gehen bei uns die Lichter aus". Die Realität zeigt jedoch, dass wir die AKWs heute/morgen abschalten können,ohne ihm dunkeln zu stehen. Da gibt es kein Risiko.
Das unbeherrschbare Risko der Kernkraft mit Pseudorisiken von Infraschall und Strahlenbelastung alternativer Energieerzeugung kontern zu versuchen ist peinlich und belustigend - abba in der Form nicht ernst zu nehmen. |
|  | | Compumouse Admin


 Anzahl der Beiträge: 20493 Alter: 55 Ort: Bayern Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Risikobetrachtungen So 30 Aug 2009 - 9:48 | |
| Ich grübele schon seit gestern über diesem Thema. Eigentlich finde ich "Risikobetrachtung" ganz interessant und es gäbe sicher einiges dazu zu schreiben. Allerdings würde ich das nun nicht wieder nur an dem Thema AKW fest machen wollen, denn das haben wir doch schon in einigen anderen Threads durchgekaut. _________________ Liebe Grüße Compumouse |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Risikobetrachtungen So 30 Aug 2009 - 11:19 | |
| @ Mausi, der Kernenergiethreat war es, der mich zum Thema brachte. Deshalb nimmt diese auch einen Gutteil meines Postings ein. Als andere Beispiele habe ich ja abba auch - Rauchen - Saufen - Fressen - Tempolimit genannt. Wenn du das Thema also an anderen Beispielen festmachen möchtest - nur zu ..  |
|  | | digame

 Anzahl der Beiträge: 3117 Anmeldedatum: 18.11.08
 | Thema: Re: Risikobetrachtungen So 30 Aug 2009 - 14:48 | |
| Da fehlt doch vieles ... - joggen - huren - nordic walking ... abba net ficka |
|  | | Compumouse Admin


 Anzahl der Beiträge: 20493 Alter: 55 Ort: Bayern Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Risikobetrachtungen So 30 Aug 2009 - 20:34 | |
| Manchmal mache ich mir schon Gedanken über bestimmte Risiken. Zum Beispiel denke ich oft daran, was es für ein Risiko birgt, jeden Tag 150 km zu fahren und dann auf der Autobahn mit sehr hoher Geschwindigkeit. Auf jeden Fall haben Vielfahrer ein vielfach höheres Risiko in einen Unfall verwickelt zu werden als Gelegenheitsfahrer. Genauso habe ich ein höheres Risiko von den Wegelagerern erwischt zu werden .
Ich denke man darf nicht zu viel über die Risiken des Lebens nachdenken, aber man sollte sie auch nicht ganz außer Acht lassen. Beim Autofahren kann es schon von Vorteil sein, sich der Risiken bewußt zu sein. Man nimmt dann vielleicht doch mal ein bisschen Gas weg und überholt nicht auf Biegen und Brechen.
Auch würde es sicher nicht schaden, über die Risiken von Rauchen, Alkohol und ungesunder Ernährung nachzudenken. Doch komischerweise denkt der Mensch immer nur, Krankheiten durch Rauchen, Alkohol und ungesunder Ernährung bekommen nur andere - man selber doch nicht und macht also weiter wie bisher. Nur wenn es einen dann trifft ist das Gejammer groß.
Aber man geht noch viel mehr Risiken im Leben ein ohne an die Konsequenzen zu denken. So surfen viele Arbeitnehmer im Internet obwohl es ausdrücklich verboten ist und gehen damit das Risiko ein, ihren Job zu verlieren. Oder denken wir mal ans Fremdgehen... Wie viele Leute gehen fremd und riskieren damit ihre Ehe?
Alles was ich jetzt aufgeführt habe, sind Risiken, die man selbst beeinflussen kann. Nicht beeinflussen kann ich Naturkatastrophen oder den von dir, Waldbär, angeführten Supergau. Natürlich kann ich gegen Kernkraftwerke sein, kann die Partei wählen, die für den Atomausstieg ist, aber ob das letztlich wirklich etwas bewirkt wage ich zu bezweifeln. _________________ Liebe Grüße Compumouse |
|  | | Babs

 Anzahl der Beiträge: 1971 Alter: 61 Ort: Thüringen Anmeldedatum: 21.12.08
 | |  | | Sunny Co-Admin


 Anzahl der Beiträge: 7625 Alter: 51 Ort: Wesel Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Risikobetrachtungen Mo 31 Aug 2009 - 14:21 | |
| Die Frage nach dem Fremdgehen ist natürlich besonders spannend. :schäm: Ich würd das ja nie tun, ein bisschen bekannt sollte man schon sein (Kenntnis über Vornamen und Lieblingsgetränk sollten vorhanden sein). Sollte es zum Geschlechtsverkehr kommen, bitte nur wenn man verheiratet ist. Naja, ob miteinander kann eine eher sekundäre Rolle spielen :Zunge raus: . Wie Babs schon schrieb, es birgt vor allem ein Risiko. Man könnte aus dem Bett fallen  _________________  |
|  | | digame

 Anzahl der Beiträge: 3117 Anmeldedatum: 18.11.08
 | Thema: Re: Risikobetrachtungen Di 1 Sep 2009 - 7:32 | |
| Jeder Verkehr birgt Risiken, aber wer möchte schon darauf verzichten!? Frau hat es da leichter - sie kann ab und an einen Obst- oder Gemüsetag einlegen.  |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Risikobetrachtungen Di 1 Sep 2009 - 12:10 | |
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|  | | digame

 Anzahl der Beiträge: 3117 Anmeldedatum: 18.11.08
 | |  | | Babs

 Anzahl der Beiträge: 1971 Alter: 61 Ort: Thüringen Anmeldedatum: 21.12.08
 | Thema: Re: Risikobetrachtungen Di 1 Sep 2009 - 18:09 | |
| Also betrachte ich das Risiko .......na toll...... da werd ich den ganzen Tag nicht fertig , denn alles ist ein Risiko ! Wenn ich immer nur über Risiken nachdenke würde es mir wie meinem Nachbarn gehen.....der landete da wo die Männer die weißen Westen verteilen . Man sollte wirklich die Kirche im Dorf lassen . Das ganze hat nichts mit Risikobetrachtung zu tun sondern mit normalem Menschenverstand und der scheint bei manchen doch wohl manchmal auszusetzten .....im positiven wie auch im negativem Sinne |
|  | | piece

 Anzahl der Beiträge: 5445 Alter: 48 Ort: NDS Anmeldedatum: 29.12.08
 | Thema: Re: Risikobetrachtungen Fr 4 Sep 2009 - 5:58 | |
| Also zum einen ist das Leben potenitell gefährlich, es endet immer und in jedem Fall tödlich!!! Ich denke das Waldbär da falsch verstanden wird. Ich glaube nicht das er meint das wir jetzt jeden Tag schon erwachen sollen und uns jedes Risikos bewußt sein sollten und eigentlich schon gleich liegen bleiben können weil`s sich nicht lohnt, weil das Leben eh zu gefährlich ist. ich denke es geht ihm darum zu diskutieren warum man dennoch Risiken eingeht obwohl ,man sich derer schon auch bewußt ist! Zumindest habe ich das so verstanden. Es gibt ja da auch den guten Spruch: No Risk No Fun! Ich bin eigentlich ein ängstlicher Mensch und dennoch tue ich Dinge die mich selber an meine Grenzen führen, weil ich nämlich auch meine Grenzen wissen will! Ein gewißes Maß an Angst und Risikobewußtsein finde ich sogar sehr okay, weil wenn man etwas Angst hat bleibt man wachsam.Das würde dir jeder Handwerker bestätigen der mit gefährlichen Dingen zu tun hat...wie Zecke z.B:mir Starkstrom. Angst ist eventuell auch das falsche Wort, vielleicht einfach Respekt vor bestimmten Situationen und Dingen! Ich habe auch anderes ausgetestet- wohl bewußt das es nicht gut tut- aber um zu sehen, zum einen ob es wirklich so ist, oder ob es einem eingeredet wird oder ob es am richten Maß liegt etc. Was man selber erfahren hat hat man eben im Gedächtnis! Aber es gibt Dinge die täte ich niemals, weil mein Respekt vor den Folgen viel zu hoch ist als das ich dieses Risko eingehen wollte.... Was ist an solchen Überlegungen so schlecht? Finde das nicht unspannend.... Und liegen bleiben täte ich deshalb schonmal gar nicht, dann wäre das schon ne handfeste Depression..... Ich kenne genug Menschen die solche Lebensangst tatsächlich haben und liegen bleiben im wahrsten Sinne des Wortes....das ist ein trauriges Krankheitsbild, aber ich denke nicht das WB das hier so meinte..... Im übrigen geht`s sicher auch nicht um politische Debatten.....  eher um eine lebensphilosophische Betrachtung, ein reizvolles Tehma finde ich... Fällt mir sicher noch wa szu ein PC |
|  | | digame

 Anzahl der Beiträge: 3117 Anmeldedatum: 18.11.08
 | Thema: Re: Risikobetrachtungen Fr 4 Sep 2009 - 11:41 | |
| Mir hat einmal eine reizende ältere Dame gesagt, daß die schlimmsten Risiken in ihrem Leben jene waren, die sie ausgelassen hat. :'(: Sie grämt sich deswegen heute noch. |
|  | | piece

 Anzahl der Beiträge: 5445 Alter: 48 Ort: NDS Anmeldedatum: 29.12.08
 | Thema: Re: Risikobetrachtungen Sa 5 Sep 2009 - 6:08 | |
| Kommt drauf an wie alt die Dame ist und was dann in Ihren Augen die damaligen Risiken waren.... Früher war z.B. Sex vor der Ehe ein Wahnsinnsrisiko, ist man schwanger geworden war man echt schlecht dran...mußte gar heitraten, oder zur Engelmacherin oder gar ins Wasser gehn... Heute alles kein Tehma mehr.. Auch Risiken unterliegen dem Zeitenwandel. Ich würde auch einige Risiken immer vermeiden wollen, beispielsweise den Genuß harter Drogen, das Rasen auf Autobahnen,Bungee-Jumping...Extremsportarten wo ich ohne Seil und doppelten Boden haarscharf am Tod vorbeischrapel......muß man das haben? Ich werde mich deshalb niemals grämen diese Risiken nicht eingegangen zu sein...
Es gibt aber durchaus unüberschaubare Situationen ohne das man weiß wie der Ausgang ist , wo man einfach den Sprung ins kalte Wasser wagt und sozusagen das Risiko des Scheiterns mit einbezieht. Das hat sich bei mir meistens gelohnt und ich bin froh das ich den Mut dazu hatte....zb. aus einer Beziehung auszutreten, oder den Job zu wechseln obwohl ich über 40 bin etc... Wenn man sowas wagt hat man aber doch meistens irgendwie unbewußt eine kleine Hoffnung das Richtige zu tun. Aber Risikobetrachtungen sind nix seltenes für mich, im Grunde tut man das unbewußt tagtäglich, sonst würden wir ja ständig Gefahr laufen uns umzubringen....auch wenn hier alle behaupten sie würden niemals über Risiken nachdenken.... |
|  | | Compumouse Admin


 Anzahl der Beiträge: 20493 Alter: 55 Ort: Bayern Anmeldedatum: 15.11.08
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