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 Todesstrafe

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Compumouse
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BeitragThema: Todesstrafe   So 27 Dez 2009 - 20:20

Hier ein kurzer Blick nach China, der nichts mit der Rolle dieses Landes beim großen Klimastabilisierungsgipfel zu tun hat und auch nichts mit der Rolle Chinas bei der Bewältigung der internationalen Finanzkrise. Was gibt's da noch? Ach ja, die Todesstrafe.

Akmal Shaik, 53, britischer Staatsbürger, wird wohl als erster Europäer nach mehreren Jahrzehnten in China hingerichtet werden. Termin: 29. Dezember. Straftat: Heroinschmuggel. Mit vier Kilo ist er erwischt worden. Darauf steht der Tod durch Erschießen oder Giftspritze - und die Todestrafe ist höchstrichterlich bestätigt worden.

Wegen 4 kg Drogen zum Tode verurteilt??? In User-Kommentaren zu einem Bericht der Online-Ausgabe der Londoner Times herrscht klar die Meinung vor, dem Mann geschehe recht. Einige empfehlen, die chinesische Todesstrafe für Drogenschmuggler auch in England, ja möglichst sogar in der EU einzuführen. Geht's eigentlich noch?

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BeitragThema: Re: Todesstrafe   So 27 Dez 2009 - 20:26

Todesstrafe für Drogenschmuggler weissnicht - und Sexualstraftäter, Kinderschänder und Mörder mit Samthandschuhen anfassen nein
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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 7:28

Todesstrafe für Drogenschmuggler - und Sexualstraftäter, Kinderschänder und Mörder mit Samthandschuhen anfassen

Öhm….
Nein! nein
Also diese absolute Pauschalisierung kann ich so nicht stehen lassen! weissnicht

Vorab:
Ich bin gegen die Todesstrafe.

(Ich muß nebenher aber auch gestehen das ich durchaus auch Verständnis habe für Leute wie seinerzeit Frau Bachmeier die den Mörder und Vergewaltiger ihres Kindes umgebracht hat.
Das sind Ausnahmen die ich durchaus nachvollziehen kann…das ist aber Lynchjustiz und darum geht’s grade nicht….)

Die Todesstrafe- das bedeutet man löscht ein Leben aus, dessen sollte man sich bewußt sein.
Man tötet wie ein Mörder, nur das man sich gerecht und berechtigt dazu fühlt.
Wer sind wir das wir Gott spielen wollen?

Was für eine Anmaßung!

Wer sagt uns das unsere Einstellung die Richtige ist und wir dazu berechtigt sind Leben auszulöschen?

Was mich aber richtig sauer macht sind solche pauschalen Annahmen wie die mit den "Samthandschuhen".
Wo kommt das eigentlich her?

Das ist ein so inden Köpfen steckender Pauschalsatz,der immer wieder gerne hergenommen wird….worauf beruht eigentlich diese Erkenntnis das alle Straftäter mit Selbigen behandelt werden und wie wird sich das eigentlich vorgestellt?

Ich behaupte jetzt mal das die Wenigsten eigentlich wissen wie ein Straftäter wirklich „angefasst „ wird, weil sie niemals in einer JVA waren und den Knastalltag überhaupt nicht kennen.
Die meisten kommen niemals in den zweifelhaften Genuß einer Haftstrafe.
Die Meisten kennen Haft aus Serien wie „Der Frauenknast“ oder Krimis etc., aber einen JVA von innen haben die meisten noch niemals mit eigenen Augen gesehen und maßen sich aber an zu wissen wie die Straftäter dort mit „Samthandschuhen“ behandelt werden.

Womit wird das in den Augen Derer die das so behaupten eigentlich begründet und wie sollten denn die Täter behandelt werden???.

Ich würde gern mal wissen was sich darunter so vorgestellt wird.

Ich würde auch sehr gerne mal wissen wie denn die „richtige“ Behandlung von Straftätern nach ihrer Ansicht denn auszusehen habe.
Da bin ich wirklich mal ganz gespannt!

Ich denke es ist wohl keinem der nicht mal eingesessen hat bewußt, was es heißt lange Jahre seiner Freiheit beraubt zu sein und täglich mit der Straftat konfrontiert zu werden , und nicht ausgelassen zu werden, weder mit der Tat noch aus dem Knast.

Das heißt nicht das, das so nicht sein soll!!!.
Straftäter sitzen ein, sollen auch einsitzen – denn sie haben eine Tat begangen sie gesellschaftlich nicht okay ist und die auch bestraft werden muß- ohne Frage.
Aber umbringen?
Wem nützt das?

Herr Reemtsma- übrigens mal selber Opfer einer Gewalttat- hat ein gutes Buch geschrieben es heißt: Vertrauen und Gewalt.

Darin sagt er unter anderem auch, das es grade in unserer Kultur ein Zeichen von Kultur ist das wir eher selten ein Opfer von Gewalt werden.
Wir können jeden Tag das Haus verlassen ohne bis an die Zähne bewaffnet zu sein. Die Warscheinlichkeit ein Opfer von Gewalt zu werden ist relativ gering hier in unserem Lande.
Dennoch finden natürlich auch hier schlimme Taten statt- ohne Frage.
Aber wie wir damit umgehen ist schon erstaunlich, da schreit die Menge nach harten Strafen, stellvertretend für die Betroffenen, ohne jemals überhaupt selber betroffen zu sein.
Die Medien machen aus allen Opfern, aus den eigentlich Betroffenen und den anderen Leuten die weder die Situation selber erlebt haben noch die Menschen kennen die es eigentlich betroffen hat.

Selbst wenn ich einen Mörder kennenlerne (ich kenne sogar mehrere aus beruflicher Erfahrung heraus) würde ich mir niemals anmaßen wollen ihr Richter sein zu wollen und sie aus dem Weg schaffen zu wollen.
Wem würde es auch was nutzen?
Wäre die Tat ungeschehen wenn der Täter tot ist?
Wäre das Opfer wieder lebendig?
Es geht letztlich um Satisfaktion, um letztlich eine Art von Rache….
Aber wie wohl jeder vielleicht schon mal in wesentlich kleinerem geringen Maße schon am eigenen Leib erfahren hat, schmeckt Rache oft ziemlich schal….denn die tat und die Kränkung des Opfers macht sie niemals ungeschehen, sie wischt kein Leid aus der Welt.

Mir kommt das Geschrei nach Todesstrafe immer vor wie ein Rückgang ins Mittelalter, wo man auch Hinrichtungen feierte wie ein Event, wo die Masse den verhassten- ihm häufig völlig unbekannten Straftäter – verhöhnte und beschimpfte und sein Sterben forderte und feierte.
Man selber kann sich dann auch besser zu den „Guten und Unfehlbaren“ zählen und man ist ja schließlich sooo gerecht….das man selber schnell mal oben unterm Henkersseil stehn könnte macht sich keiner so bewußt, das kann schneller gehen als man denkt- ist schließlich alles Auslegungssache-…schließlich braucht es immer mal einen Sündenbock, schon um sich selber so viel besser zu fühlen…

Dabei ist in der Diskussion um die Todesstrafe das Henkerseil wörtlich zu nehmen, aber das Sündebocktehma eher im übertragenden Sinne, denn der wird ja immer irgendwo gesucht….

Ich möchte unter anderem auch darauf hinwiesen das es in den USA bisher 200 erwiesene Fälle von Justizirrtum gibt.
Diese 200 Gefangenen sie zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt waren (das heißt in den USA auch wirklich ein Leben lang!) waren jahre ihres Lebens eingesperrt und man hat nun im Zeitalter der DNA Analyse ihre Unschuld beweisen können, sie wurden vom Täter zum Opfer- es gibt sie also die Justizirrtümer-wie viele solcher Fälle sind wohl schon hingerichtet worden?

Man sollte sich meiner Ansicht nach niemals für so unfehlbar halten das man anderen ihr Recht auf Leben nimmt.
Ein jeder von uns- ja auch du und ich- könnten zu Monstern werden in bestimmten Situationen- Menschen sind Raubtiere der schlimmsten Sorte, niemand ist unfehlbar und niemand sollte sich besser als der Andere fühlen.
Was für eine Anmaßung und Selbstgerechtigkeit so vorherrscht ist schon oft richtig übel.
Ein stetes Überdenken des eigenen Handelns wäre stattdessen wesentlich besser.
Wir sind letztlich alle nur eins. Menschen
---und die machen Fehler…..
Und wie soll Jemand aus Fehlern lernen wenn man ihm die Chance dazu nimmt und ihn gleich umbringt?
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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 9:34

Stimmt! Und wie siehst Du den Fall bei Wiederholungstätern? Wie oft dürfen die ihren Fehler wiederholen? (Jetzt mal unabhängig von der Todesstrafe)
Wenn es sich um Wiederholungstäter handelt: Haben nicht auch die Opfer Recht auf Schutz vor diesen Tätern? Sicher kommt es beimm Strafmass immer auf die Schwere des Verbrechens an und auf die jeweilige Rechtssprechung eines Staates.

Anderes Thema: Du bezeichnest eine Staat, der Verbrecher hinrichten lässt quasi als Mörder. (Jedenfalls habe ich das so verstanden). Was sind dann Staaten, die Ihre Soldaten zum Töten aussenden, z.B. in den Irak oder Afghanistan?

Das Thema ist, wie ich glaube, nicht ganz so einfach...
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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 12:26

Auch den Krieg verabscheue ich.....aber ich finde wir sollten beim Thema bleiben, denn das würde ausufern...was das Thema : Krieg ja oder Nein angeht da sollten wir vielleicht dann einen zweiten Threat eröffnen.

Ja im Grunde stellt sich ein Staat mit dem Mörder gleich, denn was tut er anderes als jemanden umzubringen?
Ist sicherlich ziemlich provokant die These ich weiß.
Was befähigt den einen Staat eine Todesstrafe auszusprechen für Dinge die beispielsweise in einem anderen Staat nicht mit dem Tod geahndet werden und vor allem wieso?
Das liegt doch an den vom Staat gemachten Gesetzen und offenbar sind diese Gesezte nicht überall gleich.
Ich bin dagegen das sich wer auch immer aufschwingt und beurteilen will wer es verdient zu leben und wer nicht.
Wir sind nicht Gott.
Sicherlich sollte ein Straftäter wenn er der Gesellschaft großen SChaden zugefügt hat in die Schranken gewiesen werden und bestraft werden- auf jeden Fall, denn sonst hätten wir sicherlich bald Anarchie, aber muß man ihn deshalb gleich töten?
Lernt er daraus irgendwas? Lernt er das er falsch gehandelt hat? Das er Schaden angerichtet hat? Lernt er dadurch ein besserer Mensch zu werden?
Er hat ja nicht mal eine Chance, er wird direkt vernichtet.
Ist das Problem damit gelöst? Partiell sicherlich, aber es gibt trotz bestehenden Staaten mit Todesstrafe auch dort immer wieder neue nachwachsende Straftäter die sich davon nicht abschrecken ließen und rgendwann auch in der Zelle sitzen...ist es da dann eine wirklungsvolle MAßnahme?


Tja die Wiederholungstäter...das wird auch gern immer wieder auf Trapetz gebracht.
Also die gibt es und die sind meiner ANsicht nach auch ein echtes Problem, aber man weiß ja nie wer so ein Wiederholungstäterist- im voraus...also sollte man alle wegsperren bis an ihr Lebensende vorsichtshalber?
Auch finde ich es nicht richtig das wenn so eine Wiederholungstat getan wurde dem Psychologen bzwdem Gutachter die alleinige Schuld zu geben- der ist auch nur ein Mensch und auch ein Psychologe kann nicht ins das Hirn schauen auch wenn das die Gesellschaft so gerne wünschen würde...

Es wäre auch mal itneressant zu wissen- udn darüber fehlt mir leider die Kenntnis- wieviele Wiederholungstäter es denn eigentlich gibt.
Man spricht ja gerne- ebenfalls reißerisch und in den Medien- sehr pauschal von DEN Wiederholungstätern...ookay...was genau haben sie denn getan und wie oft und wieviele sind es denn die wirklich ihre Taten wiederholen.

Dagebgen wird niemals über die vielen Täter etwas bekannt die ihre Strafe abgesessen haben und niemals wieder eine Tat begehen- die gibts nämlich ob Ihrs glaubt oder nicht auch- ja tatsächlich!!!Darunter sind übrigens auch wirkliche echte Mörder und ganz schlimme Burschen....

Für mich- hätte ich irgendwie was zu melden- wäre es so, das wenn jemand ein Wiederholungstäter wäre., er genau einmal die Tat wiederholen dürfte...denn vorher ist er ja kein Wiederholungstäter- ab dann würden verschärfte Sicherungsregeln gelten und er würde keine Vollzugslockerungen mehr bekommen bis er seinen letzten Tag in Haft abgesessen hat..
Wenn eine Straftat abgesessen ist gilt sie als abgesessen, das heißt wenn er dannach wieder neu eine Tat begeht ist das eine neue Straftat.
aber mit welchem Recht könnte ich ihn länger festhalten, das müßte ich ja schon gut begründen...umbringen würde ich diesen Menschen nicht...auch das müßte ich gut begründen und für mich in meiner persönlichen ethischen AUffassung gibt es keine "gute Begründung" einen Menschen zu töten.
Jemanden zu töten ist immer schlimm.
Wer will behaupten es sei zu recht? wer hat denn recht?
Auch im Krieg haben beide Seiten immer die AUffassung Recht zu haben....und es gibt immer nur Opfer....
Das ist sicherlich ein Problem, aber ohne Tat kann man keinen festhalten auch nicht lebenslang...es sei denn er bekommt Sicherheitsverwahrung und jemand bescheinigt das dieser Mensch so gefährlich ist das er einfach niemals mehr raus darf...auch das gibt es und es gibt das nicht wenig.

Aber meine eigentliche Frage wie man darauf kommt das grundsätzlich Straftäter mit Samthandschuhen angefasst werden wurde bisher nicht beantwortet...ich würde wirklich gerne wissen wie man darauf kommt, wie man das begründet und auf welchen Fakten diese Aussage basiert, vor allem interessiert mich wie ihr denn die Bestrafung handhaben würdet.
Was haltet ihr denn für angemessen und mit welcher Begründung....
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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 13:12

Viel früher, in der Schule, schrieb ich einen Aufsatz zu diesem Thema und schon
damals war ich entschiedener Gegner der Todesstrafe.

Gesetze, also das Gesetz nicht zu töten, müssen von allen befolgt werden, auch vom
Staat, das ist so als würde Mutter den Kindern verbieten vorzeitig von dem
Kuchen zu essen und sie äße dann selber davon.

Kindermißbraucher müssen unschädlich gemacht werden, meiner Meinung nach
sollte man eine kleine Insel aussiedeln und dort schwere Straftäter unterbringen
die keine Möglichkeit hätten an Land zu kommen und die dort arbeiten müssen.
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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 15:21

Ein Satz von mir ..... und ein ganz großes Missverständnis.

Was ich geschrieben habe, war einfach nur eine erste Reaktion auf den Artikel von Mouse. Ich habe nicht geschrieben, dass Kinderschänder, Sexualverbrecher und Mörder grundsätzlich mit Samthandschuhen angefasst werden. Ich habe dabei auch nicht an die Haftbedingungen gedacht sondern vielmehr daran, dass sehr oft auf psychische Schäden und damit verminderte Schuldfähigkeit plädiert wird. Sicher trifft das in manchen Fällen auch zu, in anderen soll einfach nur das Strafmaß gemindert werden.

Was die Drogenhändler und -schmuggler anbetrifft, bin ich wie in fast allen Fällen gegen die Todesstrafe. Der Mensch hat kein Recht, einem anderen das Leben zu nehmen. Allerdings gibt es da für mich persönlich Ausnahmen.
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Planesia2



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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 16:11

Ihr habt ja Alle Recht - aber: einE MörderIn hat sich genau diese Frage nicht gestellt, als er/sie einen anderen Menschen getötet hat. Mit diesem Menschen hatte er/sie kein Mitleid...
Tut der Staat das Gleiche mit der Begründung, es sei eine Bestrafung, dann tötet er d. MörderIn auch, allerdungs aus anderen Gründen. (Tot ist tot)
Die offizielle Definition für Mord in D ist: vorsätzlich, aus niederen Beweggründen bzw. Habgier und Hinterlist (Allerdings träfe das auch auf so manchen Krieg zu:)
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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 16:22

Ich weiß nicht woher dieses Vorurteil kommt das sehr häufig psychische Schäden für eine Straftat verantwortlich gemacht werden.
Ich kenne da sehr wenige...
Und wenn dann waerden die Straftäter in psychiatrischen Haftanstalten untergebracht.
Psychiatrische Straftäter werden auch völlig anders behandelt.
Eine Straftat die aufgrund einer psychiatrischen Ausnahmesituation begangen werden sind für die Betroffenen sehr schlimm.
Oft sind das genau die Täter die hinteher jahrelang -. wenn nicht lebenslang sehr unter ihrer Tat sehr leiden weil sie dann nachdem sie wieder klar sind erfassen was sie getan haben.
Diese Menschen sind wirklich in dem Moment der Tat nicht schuldig.
Die Straftaten werden in einer Situation begangen wo die Person im Wahn ist, also psychotisch.
Ich arbeite in einer Einrichtung wo wir einige MRV- Patienten haben die nach der Haftentlassung noch strengstens kontrolliert werden und nur sehr beobachtet und ganz bewußt wieder ins Leben geschickt werden....
Im Übrigen sind auch die wenigstens Serientäter, wie das in den Filmen immer so nett dargstellt ist...die meisten sind wirklich bedauernswerte Menschen.

Okay vielleicht habe ich da überregagiert Aida- Rose als ich von grundsätzlich sprach, aber diese Pauschalanahme ist einfach drin in den Köpfen und du hast die Worte in abgeschwächter Form gewählt, deshalb frage ich mal nach wie denn aus der Sicht der Leute die diese Ansicht vertreten das rechte Strafmaß aussehen sollte udn wie sie darauf kommen das die Leute mit Samthandschuehn angefasst werden....

Auch unterscheidest Du ja offenbar...
Du schreibst das du gegen die Todesstrafe bist bei Drogenhändlern udn da für dich auch noch persönliche Ausnahmen bestünden...hm...also entweder sit man dagegen dann auch wirklich, oder man macht Ausnahmen- dann sit man auch dafür....eine sehr vage Aussage oder nicht?

Und was ist mit den anderen Straftätern? Den Sexualstraftätern, den Gewalttätern...für die wärst du dann dafür?

Ayyan Rose auch ich habe ein sehr großes Problem mit Kidnerschändern....aber wie dem entgegenwirken.
Deine Idee mit der Insel träfe unter andem auch für Sexualstraftäter und Gewlttäter zu..am liebsten möchte man diese Menschen ganz weit weg bringen udn sie nie wieder sehen...aber auch diese Leute sind Teil einer Gesellschaft...die Gesellschaft produziert auch Gewalttäter und wenn die da sind will man das nicht sehen;-)...genausowenig wie Penner, Assoziale, Psychisch Kranke....das soll unsere schöne heile Welt nciht beeinträchtigen...
Aber die sind da und sie werden ein Problem bleiben, auch wenn sie auf einer Insel wären.....
Aber Probleme löst man nicht mit Vernichtung,denn man kann nie wirklich sicher sein das diese Menschen ihre Strafen wiederholen- nicht alle tun das, auch wenn uns die Medien von so spektakulären Fällen gerne ausführlichst berichten.Ausserdem "wachsen" auch Straftäter nach....auch wenn man andere vernichtet...das Problem ansich wird man damit nicht lösen.

In unserer Gesellschaft ist so eine Selbstgerechtigkeit und man möchte solche Menschen ächten und eine Haftstrafe reicht dann den vermeitlich "Guten" nicht aus, die sollen büßen bis aufs Blut, tot sein, weg und auf ewig verdammt....vernichtet.....
Ich frage mich woher sowas kommt, wie sowas entsteht....
Gewalt produziert imemr nur neue Gewalt...
Puh, vielleicht ist es einfach zu schwierig das schriftlich so klar zu machen wie ich das meine verzweifelt ...

Planesia Rose ..die von dir genannte Definition trifft nicht auf jede Form eines Tötungsdelikts zu. Es gibt auch den Mord im Affekt, den Totschlag etc...es gibt da feine Unterschiede und viele Beweggründe, genau das macht es ja so schwer zu urteilen....
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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 16:41

Hallo Piece,
erstens glaube ich, dass eine Strafe nicht immer aber doch in einigen Fällen und
seien es 1 Prozent eine abschreckende Wirkung haben kann und zweitens
fände ich es wichtig, sicherzustellen, dass dieser Mensch nie wieder einem
Kind etwas tun kann.

Ich habe manchmal den Eindruck, womit ich nicht dich meine, dass mehr
über die Täter nachgedacht wird als über die Opfer.

Pädophile die Kindern etwas antun sind nicht therapierbar, es gibt
auch versteckte verborgene Pädophilie die nur im Kopf besteht, aber
von der rede ich jetzt nicht.

Sollten eines Tages therapeutische Möglichkeiten gefunden werden,
sähe die Sache anders aus.
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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 17:18

..und wie denkst du soll man mit denen umgehen?...
die Inselidee lässt sich ja nun nicht umsetzen....da es sowas nicht gibt....
Doch die Todesstrafe für bestimmte Zielgruppen?
Pädophile kann man übrigens auch mit triebdämpfenden Mitteln behandeln,.
denn der Trieb beherrscht diese Menschen ja und "verursacht" die Taten.
Es muß diesen Menschen beigebracht werden das sie sich von Kindern fernzuhalten haben und wenn das nicht geht muß man sie fernhalten, also wegsperren. Da stimme ich durchaus mit überein.
Das wird ja im Grunde auch so gehandhabt.
Und es gibt auch da Leute die kriegen die Kurve und fassen nie wieder ein kind an.
Andere werden alt und der Trieb ist weg , auch das gibt es...
Grundsätzlich verhindern kann man das leider nicht, denn genauso wie schwul oder lesbisch, kann sich jemand auch als pädophil herausstellen.
Aber auch bei Pädophilen ist das Ausmaß der Gewaltbereitschaft sehr unterschiedlich, auch das Ausmaß der Sexualisierung ist unterschiedlich.
Es gibt welche die wollen nur in der Nähe von Kindern sein und fassen die niemals an, die Fantasien haben, die aber nicht umsetzen.
Es gibt aber auch die die Kinder töten...
Es gibt auch etliche unerkannte Pädophile, viele die grade in Berufen tätig sind die mit Kindern zu tun haben..Lehrer, Erzieher, Übungsleiter...die nie einem Kind was tun würden, aber ihre Fantasien haben ohne diese jemals umzusetzen.
Wenn sie das doch tun, kommt das- zum Glück- meist raus und die Leute werden bestraft und aus den Berufen entfernt...meist unter großem Medienrummel...
Das der Rummel darum so groß ist und immer als großer Aufmacher macht auch deutlich das das eher selten ist...
Aso bitte nicht falsch verstehn...aber Verkehrsunfälle sind weitaus häufiger.

Natürlich ist jedes Opfer eins zuviel , auch ich wäre außer mir wenn mein Kind Opfer wäre...
Aber man sieht es Menschen nicht an....leider kommt das oft erst raus wenn es zu spät ist.
Was macht man mit den unerkannten Tätern, die die niemals eine Straftat begehen außer in der Fantasie? Will man die auch ächten und auf Inseln verbannen? Sind die nicht auch eine Ausgeburt unserer Gesellschaft? Was tun wir dazu?
In dem Fall kann man nur versuchen als Eltern seine Kinder zu schützen, indem man sie zu mutigen, selbstbewußten Kindern zu erziehen versucht.
Ihnen zugesteht und sie ermuntern "Nein" zu sagen und sich nicht in die "Mäsuchenrolle" zu begeben.

Ich will hier nicht den Eindruck erwecken das ich mehr über die Täter nachdenke als über die Opfer.
ich will nur nicht so pauschale Antworten geben.
Ich arbeite mit Opfern und Tätern , von daher sehe ich das immer aus zwei Sichten und sehr differenziert.

Alle Menschen sind verschieden und so sind auch ihre Handlungen und Begründugnen so verschieden, man kann nicht alle über einen Kamm scheeren...
Und mich ärgern so Pauschalsätze einfach.
Die sind so flux geschrieben und doch so hart im Urteil....und oft werden sie Niemandem gerecht, weder dem Opfer noch dem Täter.


Zuletzt von piece am Mo 28 Dez 2009 - 17:40 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 17:29

Piece, wir hatten von Mördern gesprochen, nicht von Totschlägern.
Mord im Affekt gibt es nicht, da Mord nach dt. Definition immer geplant ist. Totschlag im Affekt gibt es. Dafür würde ich sowieso niemals eine Todesstrafe verhängen, denn Niemand ist gefeit davor, dass mal die Sicherungen durchbrennen.

Was die Strafe für Kinderschänder und Vergewaltiger betrifft: Man könnte über Kastration nachdenken - zumindest im Wiederholungsfall. Uwe Bartsch (dürfte ca. 45 Jahre her sein) verlangte das selbst vom Gericht, nachdem er mehrere Kinder missbraucht und getötet hatte. Die OP wurde durchgeführt, doch "leider" verstarb der Patient während der OP.

Und an dieser Stelle möchte ich auch nicht gern was von den Rechten der Täter hören: die Opfer haben nämlich auch Rechte , und zwar auf körperl. Unversehrtheit und Leben.
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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 17:41

unsere Postings haben sich grade überschnitten Planesia, daher verweise ich auf meine obigen Antwort....


Okay dann heißt das halt " Totschlag im Affekt", ......das Ergebnis ist leider das Gleiche, denn das Opfer ist tot...und man muß es beweisen das man nicht mit "Hintergedanken" gehandelt hat.Für die Öffentlichkeit ist es leider pauschal oft schlicht ein Mord.

Selbstverständlich hat ein jeder Mensch das Recht auf körperliche Unversehrtheit....auch ein Straftäter übrigens zwinkern
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Aida



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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 17:53

Piece Rose

Ich bin grundsätzlich gegen die Todesstrafe. Wenn ein Mensch aber eine riesige Gefahr für viele andere darstellt und keine Reue zeigt, muss man meiner Meinung nach für die Sicherheit der anderen sorgen. Dass JVAs diese Sicherheit nicht immer bieten können, ist wohl unumstritten. Ich spreche jetzt nicht von Drogenhändlern, Psychopathen und Totschlägern sondern von Fanatikern. Und nein, ich werde hier auf keine Details eingehen.
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Compumouse
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BeitragThema: Re: Todesstrafe   Mo 28 Dez 2009 - 18:06

Hier geht es ja schon ganz schön zur Sache. Da hatte ich jetzt jede Menge Lesestoff.

Ich denke mal, dass ich in meinem Eingangsposting ganz klar zum Ausdruck gebracht habe, dass ich gegen die Todesstrafe bin, Piece, dennoch lese ich aus deinem ersten Posting auch eine gewisse Pauschalierung heraus.

Was mich jetzt in deinem ersten Posting ein bisschen gestört hat, Piece, ist, dass du eigentlich auf Aida reagiert hast und sie dennoch nur in der 3. Person bzw. als ‚man’ angesprochen hast. Ich habe Aida’s Reaktion übrigens so aufgefasst wie sie gemeint war. Das was Aida zu ‚psychischen Schäden’ geschrieben hat, habe ich auch anders aufgefasst. Aida, korrigiere mich, wenn ich es falsch verstanden habe.

Ich habe nicht an psychische Ausnahmesituationen während einer Tat gedacht, sondern, dass gerade bei jungen Straftätern oft nach Entschuldigungen in der Erziehung, im Elternhaus etc. gesucht wird, um die Strafe niedrig ausfallen zu lassen (vorwiegend natürlich von der Verteidigung).

Natürlich kann man nicht alle Straftaten über einen Kamm scheren. Aber sag mal, hättest du noch so viel Verständnis, wenn einem deiner Kinder – natürlich in einer psychischen Ausnahmesituation – etwas angetan würde?

Es ist verständlich, dass du durch deinen Beruf und dem Beruf deines Gatten eine andere Sichtweise zu Straftätern hast, aber ich denke nicht, dass die breite Masse Verständnis für alle Straftäter haben muss. Ich würde auch nicht davon sprechen, dass wir selbstgerechte Gut-Menschen sind – sondern eben einfach nur Menschen.

Ich glaube ich höre an dieser Stelle einfach mal auf, denn immer wenn ich unterm Schreiben wieder in den Thread klicke, ist ein neues Posting da smile .

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