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piece

 Anzahl der Beiträge: 5447 Alter: 48 Ort: NDS Anmeldedatum: 29.12.08
 | Thema: Interessante Frage... Mo 18 Jan 2010 - 5:53 | |
| Heute las ich in der Süddeutschen folgenden Artikel: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/495710Finde das eine sehr interessante Frage: Sollten wir im Leben immer besser, oder einfach zufriedener werden? Lebe ich genau so wie ich das immer wollte, oder nicht? Bin ich zufrieden mit meinem Leben? Oder vielleicht noch besser: Was würde ich heute anders machen, wenn ich nochmal bei 0 anfangen könnte? Andererseits sind das ja eher philosophische Betrachtungen, denn es macht wenig Sinn- aus meiner Sicht- über : "Hätte. Wäre, Wenn" zu grübeln. Was vorbei ist, ist vorbei...aber was lernt man draus? Hat man aus Fehlern wirklich gelernt oder aus möglichen Krisen? |
|  | | digame

 Anzahl der Beiträge: 3117 Anmeldedatum: 18.11.08
 | Thema: Re: Interessante Frage... Mo 18 Jan 2010 - 10:27 | |
| Ein guter Artikel, der beschreibt, worüber viele schonmal oder auch öfter nachgedacht haben ... und wer hat dabei nicht gedacht, wie schön es doch wäre, sein Leben noch einmal beginnen zu können ... mit den Erfahrungen und dem Wissen von heute ... vielleicht in oder nach der Pubertät.Der Verfasser hat allerdings nicht berücksichtigt, daß der Mensch nicht nur ein Leben lebt, nicht nur einem Beruf nachgeht, der möglicherweise nicht seiner Berufung entspricht, sondern noch viele andere kleine Leben zusätzlich hat ... Hobbys nachgeht, Aufgaben wahrnimmt, die ihm Freude machen, Phantasie hat ... immer neuen Menschen begegnet und sie kontaktiert oder konterkariert.Es ist wie bei der Krakauer. Früher war das eine gut gesalzene und gewürzte Wurst. Heute tendiert ihr Geschmack meist eher zu gar nichts - Einheitswurst sozusagen. Es ist an uns, ihr und allem anderen Würze zu geben und wieder Leben einzuhauchen. |
|  | | Compumouse Admin


 Anzahl der Beiträge: 20493 Alter: 55 Ort: Bayern Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Interessante Frage... Mo 18 Jan 2010 - 20:43 | |
| Ich muss gestehen, dass ich jetzt nicht den kompletten Artikel durchgelesen haben, da ich zu müde bin.
Aber deine Fragen möchte ich aus meiner Sicht beantworten, Piece .
Ich bin zufrieden mit dem Teil meines Lebens, das ich beeinflussen kann. Leider gibt es Dinge, die ich nicht beeinflussen kann und mit denen bin ich nicht zufrieden, kann sie aber leider auch nicht ändern.
Ich denke, ich habe aus Fehlern und Krisen gelernt, wobei ich nicht ausschließen möchte, dass ich die gleichen oder ähnliche Fehler noch mal machen werde. Wer kann das schon ausschließen.
Ich kann auch nicht sagen, ob ich was anders machen würde, wenn ich noch mal bei 0 anfangen könnte, denn ich bin mit meinem Leben recht zufrieden. Ich habe mich entwickelt und bin heute da wo ich immer sein wollte.
Ich bin zufrieden mit meinem Job und mit meinem Privatleben - wie gesagt - soweit ich es beeinflussen kann.
Fehler haben mich auch irgendwie geprägt und ohne sie wäre ich heute vermutlich nicht die die ich bin.
Wie sagte meine Mutter immer: "Nichts ist so schlecht, dass es nicht für was gut ist." _________________ Liebe Grüße Compumouse |
|  | | piece

 Anzahl der Beiträge: 5447 Alter: 48 Ort: NDS Anmeldedatum: 29.12.08
 | Thema: Re: Interessante Frage... Di 19 Jan 2010 - 5:50 | |
| Da geht es mir ähnlich wie Dir Mouse, wobei ich Diga wiedersprechen möchte, da ich mein Leben nicht als eine ungewürzte Krakauer empfinde. Oft is tmir mein Leben schon fast zu gewürzt *lach*... Umsonst muß ich mir ja nicht immer mal anhören. " Du mußt ruhiger werden" Den Satz kriege ich des öfteren von allen möglichen Leuten gesagt und habe ihn bis heute nie verstanden.. Um gleich lautes Gekicher zu unterbinden, es ist NICHT auf mein Gequassel bezogen
Weshalb sollte ich ruhiger werden? Vor allem wie soll ich das tun?
Was das lernen aus Krisen angeht, habe ich viel für mich erkannt und würde vieles davon heute anders machen.... Insofern entspricht der Klischeesatz der Sozialsocken der Wahrheit: " AUs Krisen lernen!"- zumindest für mich-
Es gibt auch viele unvernünftige Dinge die ich in meinem Leben schon gemacht habe die ich immer genauso wieder täte, auch wenn sie bar jedes guten Wissens und Gewissens waren....aber sie haben Spaß gemacht ....
Die These das wir im Leben immer besser werden sollen entspricht nicht wirklich so meinen Lebenzielen...
Besser werden….“
Das klingt so leistungsorientiert.
Für den Beruf mag das schon sein, das viele – zumal viele Karriere machen möchten und sich ausschließlich über den Beruf definieren- besser werden wollen.
Damit sie besser sind als andere…..
Besser werden will ich in meinem privaten Alltag selten.
Da will ich persönlich eigentlich immer eher so bleiben wie ich bin. Lach…
Natürlich will man sich entwickeln, aber nach eigenen Wünschen und Neigungen und nach seinen
Eigenen Fähigkeiten. Aber da sind oft finanzielle, familiäre und auch ab und an intellektuelle Grenzen vorgegeben.
Ich bin eigentlich zufrieden wenn man mich machen lässt und mir Akzeptanz entgegen schlägt.
Das heißt nicht da sich rücksichtslos alles platt mache nur um mein Ding durchzuziehen…
Akzeptanz entsteht auch nur gegenseitig, zumindest im ganz engen Sinn....
Das immer besser werden setzt einen auch oft unter Druck und unter Druck ist man da zufrieden und glücklich?
Zumindest gebe ich Euch recht das wir alle Individuen sind und da jeder für sich andere Wünsche und Ziele gesteckt hat und Strategien entwicklt diese zu erreichen- oder auch nicht.
Das Sprichwort: Jeder ist seines Glückes /Unglückes Schmied
was einem in diesem Zusammenhang spontan in den SInn kommt, halte ich nur für teilweise wahr, es gibt zu viele äußere Gegebenheiten und Einflüsse als das man das immer nur ausschließlich dem einzelnen Individuum zuordnen kann , aber grob kann es schon so gesagt werden, ein Körnchen Wahrheit ist ja in jedem Sprichwort…. |
|  | | Linda

 Anzahl der Beiträge: 816 Ort: Nordrhein-Westfalen Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Interessante Frage... Di 19 Jan 2010 - 7:09 | |
| Immer dann wenn man eine Entscheidung trifft, kann man sich in diesem Augenblick nur auf seine bisherigen Erfahrungen stützen und die Konsequenzen nur erahnen. Viele Jahre später glaubt man vielleicht, es wäre besser gewesen einen anderen Weg einzuschlagen, weil man unzufrieden ist, dort wo man angekommen ist. Aber wer weiß schon, wie sich eine andere Entscheidung tatsächlich ausgewirkt hätte. Das bleibt doch reine Spekulation.
Zufriedenheit erlangt man wohl nur, indem auch Grenzen akzeptiert und sich auf das besinnt, was einen an Gutem umgibt.
Vielleicht sind es gar nicht wiklich Fehlentscheidungen, wie wir Jahre später glauben. Vielleicht hat uns das Schicksal doch in die richtige Bahn gelenkt und so wie es ist, ist es für uns am besten gekommen . |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Interessante Frage... Di 19 Jan 2010 - 14:38 | |
| Interessanter Artikel .. und interessante Meinungen .. also die Beiträge hier ohne Digas :-D ..
Inhaltlich geht es dabei aber um viele Dinge, die mensch .. jedenfalls bär .. kaum auf einmal beantworten kann bzw. mag ..
1) Perfektionismus Das det jetzt am Anfang steht ist keine Wertung sondern es fiel mir einfach zuerst ein. Perfektionismus .. das Streben alles "so gut wie möglich" zu machen .. halte ich persönlich für schädlich .. und zwar sowohl für die Gesellschaft als auch für das eigene Ego.. "So gut wie nötig" ist mein Ding. Als ich vor hunderten von Jahren .. kann auch schon ein knappes Jahrtausend sein :-P .. mit meinem Studium begann, erklärte uns der Dekan: "Der beste Ingenieur ist derjenige, der in der Mindeststudiumzeit mit minimalem Aufwand, also Abschlussnote 4, abschliest!" Oki - er meinte dies nicht ganz ernst .. und ich hab weder das eine noch das andere wirklich beherzigt .. was er abba rüberbringen wollte .. und für mich auch rübergebracht hat: Die perfekte Lösung ist nicht die optimale Lösung! Perfektionismus erfordert - nein - überfordert Zeit, Ressourcen, Energie. Dadurch wird die Lösung a) für die Gesellschaft teurer als nötig und b) persönlich frustrierend, denn Perfektion ist ein nie erreichbares Wunschbild, das kaum Platz für persönliches Glücksgefühl lässt.
2) Sorgen der Altvorderen für ihren undankbaren Nachwuchs Ich glaube, jeder, der eine halbwegs glückliche Kindheit hatte, kennt die sorgenvolle Bevormundung durch seine Erzeuger bzw. Aufzugsbevollmächtigten. Es ist wohl ein biologisches Programm, das Besserwissen des Erlebthabens dem Nichtwissen des Nochnichterlebthabens voranzustellen. Ich persönlich hatte zwei heftige Diskussionsabschnitte mit meinen Erzeugern, bei denen ich mich dann letztendlich durchgesetzt habe a) Als jüngstes von einigen Kindern war ich der erste und einzige, der vor der natürlich katholischen Hochzeit zu Hause ausgezogen ist. Da meine Eltern dies von meinen Geschwistern nicht gewohnt waren, gab es hierzu im Vorfeld einige hitzige Diskussionen, für deren teilweisen Verlauf ich mich heute noch schäme :-S. An dieser Stelle muss ich dann die Souveränität meines Vaters loben, der trotz persönlicher Verletztheit absolut ergebnisoffen und konstruktiv reagiert hat. Ich zog aus .. und Jahere später meinte meine Mutter zu mir, wenn sie gewusst hätte, wie positiv sich alles entwickelt, hätte sie meine Geschwister schon Jahre vor mir aus dem Haus geworfen :-D .. Ergebnis positiv .. entschuldigt trotzdem nicht mein Verhalten. <schäm> b) Der eine oder die andere hier weis, dass die Bärin schwerbehindert ist. Sie war es schon zur Zeit unserer Hochzeit. Als ich jedenfalls meinen Erzeugern meinen Willen kundtat, mahnten diese mich, es mir genau zu überlegen. Nein - sie rieten mir nicht ab. Es war ihnen nur wichtig, dass ich genau darüber nachdachte, was es bedeutet. Die Bärin ist ihre Lieblingsschwiegertochter .. immer gewesen. Ich bin mir nicht sicher, ob meine Erzeuger jedes ihrer Kinder lieber haben als die Bärin. Andererseits nglaube ich auch nicht, dass sich meine Erzeuger über ein solches Ränking wirklich Gedanken machen. Aber wichtig war ihnen damals, dass ihr Sohn sich der Verantwortung bewusst ist, die er an dieser Stelle, an diesem Weg eingeht.
3) "Das Leben besteht aus verpassten Chancen!" Jede Entscheidung, die wir treffen, verhindert andere Wege, auf denen wir andere, vielleicht bessere Chancen nutzen hätten können. In einer der Darkover-Sammlungen von Marion Zimmer-Bradley ist der Protagonist in der Lage, an jedem Entscheidungsweg seines Lebens alle Zukünfte aller möglichen Entscheidungen voraus zu sehen. Und es ist sein Fluch. Völlig paralysiert kann es sich kaum noch bewegen, bis er lernt, die verpassten Chancen zu ignorieren. Weniger prosaisch .. ich amüsiere mich immer wieder, wenn menschen sich z.B. einen PC kaufen und die nächsten Wochen damit verbringen, zu beobachten, wie dessen Preis verfällt. Hilft das wirklich jemandem?
4) "Man müsste noch mal 18 sein" Auf gar keinen Fall!!! Achja .. 18 und mit meinem heutigen Verstand und Kenntnisstand .. nö - noch viel schlechter .. ein 18-Jähriger, der fühlt und sich benimmt wie ein alter Sack? No Way!!! Oki - mit 18 könnte MANN körperliche Leistungen stundenlang vollbringen, an die MANN sich heute kaum noch erinnern kann. Abba DAMALS wusste MANN nicht, was (und wie) damit anzufangen .. und vor allen Dingen kaum bei wem :-DDDD |
|  | | piece

 Anzahl der Beiträge: 5447 Alter: 48 Ort: NDS Anmeldedatum: 29.12.08
 | Thema: Re: Interessante Frage... Sa 23 Jan 2010 - 21:14 | |
| Den Satz mit den verpassten Chancen finde ich interessant. Das kann schon sein das man viele Chancen nicht wahrgenommen hat....manchmal weiß man ja auch erst später das da eine andere CHance gewesen wäre... Natürlich kann man seine möglichen Fehlentscheidungen auch nicht mehr rückgängig machen, aber der Gedanke ob und was man heute anders machen täte kommt mir schon hin und wieder mal... Allerdings gibt es wenig was ich wirklich bereue und da kann ich mich dem Satz von Mouse gut anschließen mit dem, das auch das Schlechte was Gutes hat. 18 möchte ich glaube ich auch nicht mehr sein, ich bin ansich ganz zufrieden und das Alter ist etwas, da kann man eh nix gegen machen. Sich wehren bringt so gut wie nix, es kütt wie et kütt  .... |
|  | | Planesia2
Anzahl der Beiträge: 1095 Anmeldedatum: 23.11.08
 | Thema: Re: Interessante Frage... Mo 25 Jan 2010 - 18:17 | |
| Ich habe mir den grössten Teil dessen, wovon ich schon in der Jigend geträumt habe, erfüllt. Von daher bin ich mit meinem Leben zufrieden. 18 möchte ich auf keinen Fall mehr sein, aber so 20 Jahre jünger wäre nicht schlecht.... |
|  | | piece

 Anzahl der Beiträge: 5447 Alter: 48 Ort: NDS Anmeldedatum: 29.12.08
 | Thema: Re: Interessante Frage... Mo 25 Jan 2010 - 19:50 | |
|  Da geht`s mir ein wenig wie dir Planesia. Ich stelle aber auch fest das die Träume sich im Laufe des Lebens immer mal geändert haben, Alte waren plötzlich gar nicht mehr so wichtig und Neue kamen dazu, weil sich auch die Möglichkeiten, das Umfeld usw. mitverändert haben. Ich finde den Spruch (ich weiß leider nicht genau von wem der ist) so schön: Mögen sich deine Träumer erfüllen, aber noch genügend übrig bleiben um weiter zu träumen---- Da ist was Wahres dran finde ich PC |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Interessante Frage... Do 18 Feb 2010 - 18:52 | |
| ..... Hmmmm - man KANN ja eben nicht noch MAL anfangen - ich finde diese frage immer etwas " blauäugig "....aber ist überhaupt irgend jemand GANZ zufrieden mit seinem leben?? ich habe auch einiges erlangt, durchgesetzt und mich weiter entwickelt. leider mußte ich dafür ein zauberhaft schönes zuhause in südafrika aufgeben, da mein ex-mann mich für immer barfuß und schwanger in der küche sehen wollte  - ok, geht ja auch nicht auf dauer.... heute bin ich mit meinem leben ganz zufrieden, die höhenflüge werden auch irgendwann zu anstrengend  ich arbeite noch, habe eine hübsche wohnung, meine reisen kann ich nach wie vor unternehmen, mein bekanntenkreis ist nett und unterhaltsam.....alles kann man halt nicht haben, ODER ??  |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Interessante Frage... Do 18 Feb 2010 - 18:57 | |
| ..... übrigens - was der Malte da in dem artikel alles erzählt, geht mir so ziemlich am allerwertesten vorbei. mit 24 jahren ist man doch erstmal am ANFANG??!!  jeder hat doch andere startmöglichkeiten.... |
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