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 Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti

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digame



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BeitragThema: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   Di 19 Jan 2010 - 7:23

das Eingangsposting lautete :

Als die USA, die Franzosen, ja, sogar die Russen, Chinesen, Taiwanesen, ... längst in Port au Prince auf Haiti waren und aktiv geholfen haben, waren die deutschen Hilfsorganisationen noch 4 Tage damit beschäftigt, ihre Ausrüstung zu überprüfen... ob sie auch ja nichts vergessen hätten und ob sie auf Haiti auch ausreichend vor Plünderen u.ä. geschützt werden könnten.

Russen konnten noch Lebende aus den Trümmern bergen. Als der erste deutsche Suchtrupp mit vier Hunden gestern endlich an zwei Schulen ankam, konnte er nur noch starken Verwesungsgeruch feststellen - das aber unter starker Bewachung.

Mir fiel dazu die wahnsinnige Trauerarbeit der Deutschen um den Selbstmord des Hannoveraner Torhüters Robert Enke ein, als sogar ein Spiel der Fußballnationalmannschaft abgesagt wurde ...

Haben die Deutschen vielleicht ein etwas schräges Weltbild?

... oder konzentrieren sie sich immer noch voll auf die Klimakatastrophe?
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piece



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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   Sa 23 Jan 2010 - 12:47

In unserer Zeitung und auch online (weiß jetzt nicht mehr genau wo) berichtete man auch von sogenannten Kidnerhändlerbanden, die jetzt ein Geschäft machen mit Erdbebenwaisen. Sie klauen elternlose Babys aus den Notunterkünften und Krankenhäusern um sie zu verkaufen..
Das finde ich wirklich richtig schrecklich....

Die Gewalt die um den Überlebenskampf rankt kann ich vielleicht noch im Ansatz nachvollziehen, da geht es ums nackte Überleben, da ist man vielleicht nicht mehr zwingend so sozial wie sonst, aber dann kommen ja noch die, die mit der Not und dem Elend Geschäfte machen....
Komischerweise sind solche Leute auch immer ganz schnell dabei und vor Ort tätig. gruselig oder?
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Mecky



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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   Sa 23 Jan 2010 - 13:39

Sunny schrieb:

Wenn du meinen Beitrag vielleicht nochmal lesen magst, dann findest du genau deinen
jetzigen Einwand vollinhaltlich bestätigt ja


Hast recht Sunny, sorry!
Hatte zu hastig überflogen weil ich in eile war und dann vorschnell geantwortet.

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Compumouse
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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   Sa 23 Jan 2010 - 20:26

digame schrieb:
Als die USA, die Franzosen, ja, sogar die Russen, Chinesen, Taiwanesen, ... längst in Port au Prince auf Haiti waren und aktiv geholfen haben, waren die deutschen Hilfsorganisationen noch 4 Tage damit beschäftigt, ihre Ausrüstung zu überprüfen... ob sie auch ja nichts vergessen hätten und ob sie auf Haiti auch ausreichend vor Plünderen u.ä. geschützt werden könnten.

Ich möchte noch einmal kurz auf das Eingangsposting zurück kommen. Welche deutschen Hilfsorganisationen? Alle??? Es gibt sehr viele, die in Haiti sind. Ich verfolge z. B. täglich im Radio die Berichte über humedica, da diese im Allgäu angesiedelt sind. Das erste humedica-Team war einen Tag nach dem Erdbeben auf dem Weg nach Haiti und so waren es noch viele andere kleinere Hilfsorganisationen - z. B. eine aus Sachsen (habe den Namen vergessen). Ansonsten schließe ich mich den anderen an, es völlig egal, wer als erster oder zweiter da war, wichtig ist, dass diese Menschen jetzt Hilfe bekommen. Erst mal medizinische und eine gesicherte Versorgung und später Hilfe beim Wiederaufbau. Ich glaube kaum, dass wir uns wirklich vorstellen können, was dort abgeht und was diese Menschen fühlen.

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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   So 21 Feb 2010 - 19:33

Ich denke dass digame einfach in seiner etwas sarkastischen art darauf hinweisen wollte, wie groß doch der regulier-, prüfungs-, alles schriftlich in 3-facher ausführungsdrang der deutschen obrigkeit ist und AUCH, dass um das selbstinzenierte ableben des torwart Emke eine größere " show " gemacht wurde als um die furchtbare haiti katastrophe.

wenn man jemanden unter den usern nun nicht gut verknusen kann, macht man daraus eben mal eine lütte " hör mal, das ist ja wohl die höhe kampagne " Pfeif
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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   Mo 22 Feb 2010 - 20:47

Panik durch Nachbeben in Haiti

Sechs Wochen nach dem großen Erdbeben von Haiti hat sich die geschätzte Opferzahl noch einmal drastisch erhöht.
Bis zu 300 000 Menschen sollen nach der Katastrophe vom 12. Januar in den Trümmern gestorben sein, sagte Haitis Präsident René Préval am Sonntag.





Ein Paar hat in einem Zeltlager in Port-au-Prince eine provisorische Bleibe gefunden.
Kurz danach erschütterte am frühen Montagmorgen erneut ein Nachbeben der Stärke 4,7 die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince. Vor allem im ohnehin verwüsteten Zentrum der Stadt seien die Menschen in Panik geraten, berichtete der Sender Radio Metropole.

Préval nahm am Sonntag an einem Treffen der Karibikstaaten bei Cancún in Mexiko teil. Er bat die internationale Gemeinschaft angesichts der verheerenden Zerstörung erneut um Hilfe. Haiti müsse nicht nur wiederaufgebaut, sondern ganz neu gegründet werden, sagte Préval. «Internationale Treffen müssen nun sehr rasch bestimmen, wie die Hilfe aussehen soll», forderte Préval. Das Ziel müsse sein, ein Land zu schaffen, das gerechter sei und das seine Mittel nicht nur in der Hauptstadt konzentriere, wo die wirtschaftlichen und politischen Eliten wohnten.

Nach der Katastrophe seien mehr als 200 000 Leichen geborgen worden. Unter den Trümmern befänden sich aber immer noch zahlreiche Tote, sagte Préval. Es sei deshalb möglich, dass bis zu 300 000 Menschen zu Tode gekommen sein könnten.

Bisher lautete die Sprachregelung der Regierung, dass 217 000 Tote geborgen und unter den Trümmern noch viele Leichen verschüttet seien. Experten sind der Meinung, dass sich die tatsächliche Zahl der Todesopfer nie ermitteln lassen wird.

Préval sprach zu Beginn des großen Gipfeltreffens von 32 Staaten Lateinamerikas und der Karibik bei Cancún an der mexikanischen Karibikküste.

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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   Mo 22 Feb 2010 - 21:00

Wie schrecklich Sunny !! die genaue zahl variiert doch stark, auch bei verschiedenen TV und radio sendern....ich habe eben nachrichten gesehen auf NDR und da wurde das gar nicht erwähnt...kommt sicher noch.... nein
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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   Di 23 Feb 2010 - 6:39

Eben wegen dieser Zahl die mich doch erschreckt hat erschien es mir wichtig
den Artikel zu posten.
Leider ist es der Lauf der Zeit das die Berichte über Haiti in den Medien
versiegen was den Eindruck vermitteln mag die Sache sei "erledigt". nein

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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   Di 23 Feb 2010 - 8:54

.....da ist sicher jahrelange arbeit nötig Sunny, um das wieder einigermaßen " lebensqualität " für die haitianer einzieht...man denke doch auch noch mal an New Orleans und wirbelsturm " katrina " - die meißten häuser der schwarzen bevölkerung sind auch noch nicht restauriert - aber in den touristen hochburgen glänzt alles wieder und es wird weitergefeiert.... Daumenrunter
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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   So 18 Apr 2010 - 10:47

An anderer Stelle schrieb ich ja schon, dass ich heute auf einer Benefizveranstaltung für Haiti bin. Ich finde es super, dass unsere Stadt so etwas auf die Beine stellt, gerade wo man den Eindruck gewonnen hat, dass Haiti in den Köpfen der Menschen schon wieder vergessen ist.

Wie ich ja auch erwähnt habe, gibt es von unserer Lieblingspizzeria eine Pizza mit 4,2 m Durchmesser, die in Stücken für die Haiti-Hilfe verkauft wird. So kann ich dann wenigstens sagen, dass ich für einen guten Zweck zugenommen habe zwinkern .

Ich bin gespannt, wie viel Geld für Haiti reinkommt. Ich werde es euch dann wissen lassen.




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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   So 18 Apr 2010 - 19:00

Wir hatten einen tollen Nachmittag bei der Benefiz-Veranstaltung. Wir haben viele Bekannte getroffen und uns sehr nett unterhalten. Bei der Tombola habe ich richtig abgesahnt. Ich habe 10 Lose genommen und hatte 4 Gewinne. Der größte Gewinn war ein Gutschein für eine silberne Clubkarte für unsere Königstherme. Damit bekomme ich 50 % Rabatt auf den Eintrittspreis. Dann habe ich einen schmiedeeisernen Kerzenständermit 4 Kerzen gewonnen, einen Gutschein von MC Donalds über ein Happy Meal und eine Rosenduft-Seife.

Die Pizza-Points habe ich mir verkniffen, da die Leute Schlange standen und ich keine Lust auf anstehen hatte. Aber über die Köpfe der Wartenden habe ich ein Foto mit meinem Handy gemacht. Dafür, dass ich nichts gesehen habe, ist es ganz gut gelungen – finde ich.



Die Live-Band machte richtig Stimmung. Krass fand ich allerdings, dass der Veranstalter dann von der Bühne aus mitteilte, dass unser Altbürgermeister 10 Euro gespendet hat. Ich hätte mich geschämt, wenn das noch offiziell erwähnt wird. Aber alles in allem war es ein sehr gelungener Nachmittag und ich bin sehr gespannt welche Summe für Haiti zusammen gekommen ist, da wirklich sehr viele Menschen dort waren.

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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   So 18 Apr 2010 - 19:12

Wow, das war ja wirklich eine Riesenpizza und das Foto ist doch gelungen. Daumenhoch
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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   So 18 Apr 2010 - 19:52

Von der Pizza könnte ich jetzt ein Stück vertragen, mein Magen knurrt.
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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   Mo 19 Apr 2010 - 18:50

Ein kleiner Auszug aus dem Zeitungsbericht zu der Veranstaltung:

Der Haitianische Botschafter Jean-Robert Saget erzählte, es sei in Haiti schlimmer, als es im Fernsehen aussehe. Angesichts der vielen Menschen auf dem Europaplatz, die Haiti unterstützen wollen, freute sich der Botschafter, „es ist toll, wie sich die Menschen hier engagieren, das macht mich stolz und dankbar.“

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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   Fr 23 Apr 2010 - 13:52

Der Spendenerlös lag bei über 4000 Euro, zusätzlich kommen noch zwei Trinkwasserfilter von Claudia und Herbert Amrhein, PWS AG, im Wert von 10000 Euro hinzu.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass viel mehr Besucher spenden wollten, jedoch zu wenig Spendenbüchsen unterwegs waren.

4000 Euro finde ich lächerlich wenig für diese Veranstaltung. Aber wenn sich alle an der Spende unseres Altbürgermeisters orientiert haben... konfus

Ich habe nicht einen mit einer Spendenbüchse gesehen. Da ist bei der Organisation wohl einiges daneben gelaufen.

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BeitragThema: Re: Die Jahrtausendkatastrophe auf Haiti   Do 28 Okt 2010 - 23:18

New York (dapd). Auch neun Monate nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti leben dort noch immer schätzungsweise 1,3 Millionen Menschen in einer Art Ausnahmezustand in behelfsmäßigen Lagern. Dort gebe es keine internationale Koordination, was die Gefahr von Hunger, Bandenkriminalität und sexuellen Übergriffen erhöhe, berichtete die in Washington ansässige Hilfsorganisation Refugees International am Donnerstag in New York. Betroffen seien rund 70 Prozent der nach dem Erdbeben vom 12. Januar errichteten Lager.
weiter:
http://de.news.yahoo.com/17/20101008/twl-viele-menschen-in-haiti-leben-immer-891be1d.html


Haiti droht neue Tragödie: Cholera

Port-au-Prince/Berlin (dpa) - Haiti droht rund neun Monate nach der Erdbebenkatastrophe eine Cholera-Epidemie. Etwa 140 Menschen sollen in dem Karibik-Land bereits an der Durchfallerkrankung gestorben sein, nachdem sie dreckiges Wasser getrunken haben.
weiter:
http://de.news.yahoo.com/26/20101022/twl-haiti-droht-neue-tragdie-cholera-0af634d.html


Haiti in den Zeiten der Cholera

Sauberes Wasser ist für die meisten Menschen in Haiti unerschwinglich. Die Erdbebenopfer in Zeltstädten sind noch am besten dran.
weiter:
http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/haiti-in-den-zeiten-der-cholera/

Haiti nach Ausbruch der Cholera-Epidemie: Die Lage ist nicht unter Kontrolle - zwei humedica-Teams im Einsatz

Kaufbeuren/Drouin, Haiti (ots) - In Deutschland vermeldeten die

ersten Sender bereits, dass der Kampf gegen die heimtückische

Cholera-Epidemie in Haiti gewonnen sei. Die Zahl der Infizierten

steige kaum noch, ebenso gebe es zurzeit keine weiteren Todesfälle.

Im Gespräch mit unserer Koordinatorin Caroline Klein, die gemeinsam

mit zwei Teams in Drouin behandelt, wird schnell klar, dass die

Cholera sich weiterhin unkontrolliert verbreitet. Diese Einschätzung

teilt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO).


Angriff auf Klinik aus Angst vor der Cholera
27. Oktober 2010, 19:17

Port-au-Prince - Die Furcht vor einer Ausbreitung der Cholera in Haiti hat sich am Dienstag in gewaltsamen Protesten gegen eine Klinik der Organisation Ärzte ohne Grenzen entladen. Etwa 300 Menschen griffen das Behandlungszentrum an, das in der Hafenstadt St. Marc eröffnet werden sollte. Augenzeugen zufolge schleuderten sie Steine und mindestens einen Molotow-Cocktail.
weiter:
http://derstandard.at/1288160112144/Haiti-Angriff-auf-Klinik-aus-Angst-vor-der-Cholera
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