Gast Gast
 | Thema: "Bürgerliche Mitte" offensichtlich strunzdoof ;-) Mo 25 Jan 2010 - 13:02 | |
| "Der SWR will sein Drittes Programm an der "Bürgerlichen Mitte" ausrichten und seinen Marktanteil in diesem "Milieu" um jährlich zehn Prozent steigern. Um das zu erreichen, sollen sich Nachrichten künftig "stärker an Gesprächs- und Nutzwert orientieren", heißt es in einem als "streng vertraulich" eingestuften Papier der Geschäftsleitung." "Die neue Hauptzielgruppe "mag keinen Information-Overload", sie werde "durch zu hohe Komplexität" abgeschreckt " "Der angestrebte Zuschauer sei "stark an Witz und Humor orientiert, weniger an intellektueller Satire" "Deshalb sollen "neue, witzige Humor-Formate" den Weg ins Programm finden: "sketchbasiert, bodenständig und lustig". " http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,673586,00.html |
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WhiteCat
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 | Thema: Re: "Bürgerliche Mitte" offensichtlich strunzdoof ;-) Mo 25 Jan 2010 - 14:20 | |
| Du hast einen interessanten Absatz vergessen: | Zitat: | | hatten den SWR-Leuten erklärt, dass die "Bürgerliche Mitte" nicht mehr nur politikverdrossen sei, sondern politikverachtend. Es sei eine "Herausforderung", räumt SWR-Chefredakteur Fritz Frey ein, "für diese Gruppe Angebote zu entwickeln." |
Anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wie man die "Bürgerliche Mitte" wieder dazu bekommt, sich wieder etwas mehr für die Politik zu interessieren soll sie nun verdummt werden. Auch ne Methode: Blos nicht darüber nachdenken, was die Politiker so tun.
Ich habe dazu aber mal eine Frage: Bekommt dieser Sender nicht auch Geld, das von der GEZ eingetrieben wird, oder bin ich da gerade auf dem Holzweg? |
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Sunny Co-Admin


 Anzahl der Beiträge: 7625 Alter: 51 Ort: Wesel Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: "Bürgerliche Mitte" offensichtlich strunzdoof ;-) Mo 25 Jan 2010 - 14:52 | |
| Der Betreff passt ja Ich gehe mal davon aus das die neue "bürgerliche Mitte" aufgrund ihrer Bildung und geistigen Möglichkeiten nicht in der Lage ist etwas anderes als das neue Programmkonzept zu erfassen und zu verarbeiten.  _________________  |
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Gast Gast
 | Thema: Re: "Bürgerliche Mitte" offensichtlich strunzdoof ;-) Do 11 Feb 2010 - 19:03 | |
| Geht hier zwar um die kollosale Blödheit von SChwesterwelle .. da er abba ja - angeblich - die bürgerliche Mitte im Auge hat .. :-D "Westerwelle vermutet also spätrömische Dekadenz in Deutschland und macht indirekt Hartz-IV-Empfänger dafür verantwortlich. Da darf man sich schon mal besorgt fragen: Welche apokalyptischen Szenen mag Westerwelle der Seher vor seinem inneren Auge erblickt haben? Enthemmte Hartz-IV-Horden, die sich für ihren Regelsatz von 359 Euro kistenweise Aldi-Schampus kaufen? Und die dann auf ihren Third-Hand-Sofas aus dem Caritas-Möbellager wilde Orgien feiern, bei denen ganz neue Almosenempfänger-Generationen gezeugt werden?
Man muss kein Populist sein, auch kein Anhänger der Linkspartei, ja man muss nicht einmal finden, dass die Hartz-IV-Sätze zu niedrig sind, um Westerwelles so warnende Worte als das zu sehen, was sie sind: Eine historisch unhaltbare, perfide, aus rein politischem Kalkül betriebene Beleidigung des schwächsten Teils der deutschen Bevölkerung.
Wenn Westerwelle über spätrömische Dekadenz in Deutschland reden will, sollte er über andere Menschen reden als Hartz-Empfänger - doch dann müsste er seine eigene Klientel beleidigen. Die Historiker sind notorisch zerstritten, wenn es um die Frage geht, wie das Römische Reich im Orkus der Geschichte verschwinden konnte. Die Invasion der Barbaren aus dem Norden und die ständige Bedrohung durch das Persische Reich im Osten stehen relativ weit oben auf der Liste, auch der Aufstieg des Christentums mag das römische Staats- und Gesellschaftswesen unterminiert haben.
Nur in einem sind sie sich ziemlich sicher: Wenn da etwas richtig faul war im Staate Rom, dann die intellektuell korrumpierte und luxussüchtige Elite. Also das eine Prozent der Bevölkerung, das alle Reichtümer Roms unter sich aufteilte - aber ganz sicher nicht die verarmte Unterschicht.
Guido der Seher hätte also von materieller Dekadenz in Deutschland sprechen können, über die Banker zum Beispiel, die nach einer Krise, an deren Folgen die ganze Welt leidet und die sie maßgeblich verantwortet haben, nun fette Boni einstreichen. Und er könnte - ohne dem Stammtisch das Wort zu reden - auch vom lebensfernen Dasein der Berliner Classe Politique berichten, von fahrbereitschaftlich zur Verfügung gestellten Luxuskarossen, von Empfängen und Anlässen, bei denen Büffets aufgetürmt sind, so reichlich bestückt, das noch jedem Hartz-IV-Empfänger der Magen übergehen würde.
Aber Westerwelle ist Chef einer Partei der Besserverdienenden, einer Elitenpartei. Und einer FDP, die - und hierin steckt womöglich der größte Affront - intellektuell so verkommen ist, dass sie den Liberalismus als Glaubensbekenntnis herunterbetet, nur um gleichzeitig ihrer Klientel großzügige Staatsgeschenke zu überreichen, die jeder liberalen Marktlogik widersprechen."Auszug aus http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,677225,00.html .. sind abba wohkl aalet üble Sozialisten, diese Spiegelleute .. :clown: |
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