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| Autor | Nachricht |
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Gast Gast
 | Thema: Zuviel Geld? Sa 6 Feb 2010 - 8:27 | |
| Gestern erzählte mir eine Bekannte, dass eine sehr reiche Frau im Alter von 73 Jahrenaus ihrer Nachbarschaft gestorben sei, sie hatte keine Kinder, nur zwei Geschwister
Wir sprachen dann darüber wer wohl in das Haus einziehen würde und was mit dem vielen Geld geschehen würde.
Meine Bekannte hatte sich mit dieser Frau immer gut verstanden, ihr auch des öfteren geholfen, sie ist arm wie eine Kirchenmaus. Ich meinte, es wäre schön gewesen wenn sie einen kleinen Teil der Erbschaft bekommen hätte.
Lieber nicht, dann hätte es nur Ärger mit den Erben gegeben, meinte meine Bekannte.
-Aber es ist doch mehr als genug da, sagte ich.
-Das ist egal, man kann nie genug Geld haben.
Ich frage mich warum es wichtig ist mehr Geld zu haben als man jemals ausgeben kann, viel schöner wäre es doch, anderen damit eine Freude zu machen. |
|  | | Compumouse Admin


 Anzahl der Beiträge: 20493 Alter: 55 Ort: Bayern Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Zuviel Geld? Sa 6 Feb 2010 - 9:35 | |
| Die Frage ist, wann hat man mehr Geld, als man jemals ausgeben kann? Ich glaube, wir Otto-Normal-Verbraucher werden nie dazu gehören. Wenn aber jemand wirklich so viel Geld hat, wo sollte er mir verteilen anfangen und wo aufhören?
Ich spinne einfach mal den Gedanken an einen großen Lottogewinn weiter... Ich würde mit Sicherheit meiner Familie unter die Arme greifen, vielleicht auch etwas spenden. Aber wenn ich mir vorstelle, ich sollte Bekannte, Freunde, Nachbarn unterstützen, dann wäre bald nichts mehr da von dem Geld. Ich denke, es gehört zum Sicherheitsdenken der Menschen, lieber etwas mehr als man braucht auf der Seite zu haben. _________________ Liebe Grüße Compumouse |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Zuviel Geld? Sa 6 Feb 2010 - 10:39 | |
| Ich würde einen Teil des Geldes so anlegen, dass mein monatliches Einkommen sichergestellt wäre.
Es kommt natürlich darauf an, wieviele Freunde man hat, wieviele Nachbarn die man gerne hat und auch über wieviel Geld diese verfügen. Wenn jemand einigermaßen sorgenfrei leben kann, braucht er natürlich nichts.
Spenden würde ich, glaube ich, nichts, mit wäre es wichtiger, dass eine Unterstützung den Leuten die ich kenne und die es brauchen, zukäme. |
|  | | Compumouse Admin


 Anzahl der Beiträge: 20493 Alter: 55 Ort: Bayern Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Zuviel Geld? Sa 6 Feb 2010 - 11:08 | |
| Woran willst du fest machen, wer das Geld wirklich braucht? Oft sieht man den Menschen nicht an, dass sie sehr knapp bei Kasse sind. Andersrum gibt es Leute, die wirken verarmt und haben ein dickes Bankkonto. Ich wäre nicht so 'edel' und würde Nachbarn und Freunde bedenken. Man hätte nämlich ganz schnell ganz viele Freunde. _________________ Liebe Grüße Compumouse |
|  | | Linda

 Anzahl der Beiträge: 816 Ort: Nordrhein-Westfalen Anmeldedatum: 16.11.08
 | Thema: Re: Zuviel Geld? Sa 6 Feb 2010 - 12:37 | |
| Als wir damals in diese Straße zogen, vor 15 Jahren, bekam ich schnell Kontakt zu einem 70-jährigen Ehepaar von der gegenüberliegenden Straßenseite, die anfangs immer freundlich grüßten und bald auch mal zu einem Schwätzchen stehenblieben. Wir kamen uns schnell näher und ich wurde zum Kaffeetrinken eingeladen mit meinen beiden kleinen Kindern. Das ging dann eine Weile hin und her, bis die Frau anfing, mir kleine Geschenke zu machen. Es war mir äußerst unangenehm. Die Kinder bekamen Geld in die Hand gedrückt und Süßigkeiten. Immer wieder habe ich versucht, das zu unterbinden. Aber die beiden alten Leutchen blieben stur und versichterten uns immer wieder, wieviel Freude sie an mir und den Kindern hätten. Sie hatten selbst keine Kinder, der einzige Sohn war im Alter von 27 Jahren verstorben. Nur eine Nichte war noch da, die ihnen auch einmal in der Woche die Wohnung putzte. Sie taten mir irgendwie leid, und ich glaubte sie wären ein bisschen einsam so im Alter und offensichtlich ohne Freunde .
Irgendwann bat mich diese Nachbarin, die schlecht zu Fuß war, sie mit unserem Auto zum Arzt zu fahren. Den Gefallen tat ich ihr gern. Daraus wurde aber eine Regelmäßigkeit, die ich am Ende nicht mehr leisten konnte. Mittwochs wollte sie nachmittags auch zu einem bestimmten Café gefahren werden, wo sie sich mit Freundinnen traf und freitags zum Friseur. Es kam soweit, dass mein Mann teilweise lange Wege mit dem Bus zur Arbeit fuhr, weil ich den Wagen für unsere Nachbarin brauchte. Als ich meiner Nachbarin dann klar zu machen suchte, dass wir das etwas reduzieren müssten, wurde sie ungehalten. Schließlich würde sie mir die Fahrten ja vergüten (durch ihre kleinen Aufmerksamkeiten und Einladungen ins Café). Aber darum ging es ja gar nicht. Sie verfügte über meine Zeit wie sie wollte und gab mir das Gefühl, mich gekauft zu haben. Und das ging einfach zu weit. Ich bot ihr daraufhin freundlich an, im Notfall immer gerne für sie da zu sein und sie auch gern gelegentlich zum Kaffeetrinken einzuladen, aber Familienanschluss wollte ich nicht .
Sie hat sich dann ganz zurückgezogen und nur noch knapp gegrüßt. Es tat mir leid, dass es so kommen musste. Ich hätte mich von Anfang an ganz anders verhalten sollen, aber damals fehlte mir wohl noch das nötige Selbstbewusstsein. Ich wollte ihr einfach nicht vor den Kopf stoßen.
Man muss vorsichtig sein, bei der Nachbarschaftshilfe. Auf keinen Fall sollte man sich für Gefälligkeiten "entlohnen" lassen, das führt nur zu schwierigen Verhältnissen und unguten Gefühlen. Es ist allerdings so, dass manche Menschen einfach keine Hilfe annehmen können, ohne zwanghaft eine Gegenleistung erbringen zu wollen - nur um nachher sagen zu können, sie ließen sich nichts schenken .. o.s.ä . Das macht das Helfen nicht immer leicht .
Mehr Geld würde ich im Allgemeinen sicher nicht ablehnen, aus einer akzeptablen Quelle wie z. B. einen Lottogewinn (ich bin ja auch nur ein Mensch ) . Nur ob es mich glücklicher machen würde, weiß ich wirklich nicht. Im Grunde habe ich alles, was der Mensch zum Glücklichsein wirklich braucht . |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Zuviel Geld? Sa 6 Feb 2010 - 17:25 | |
| | ayyan schrieb: | ... Ich frage mich warum es wichtig ist mehr Geld zu haben als man jemals ausgeben kann, viel schöner wäre es doch, anderen damit eine Freude zu machen. |
Jo .. das Thema passt völlig zum Thread "Was ist mir wichtig" .. schon dort nennt jeder 'normale Mensch' die Dinge als besonders wichtig, die er/sie/es NICHT hat. Wer (oder einer seiner/ihrer Nächsten) gesundheitlich angeschlagen, aber ohne existentielle Not, ohne Bedrohung ist, nennt Gesundheit, wer gesund und ohnr Bedrohung ist, nennt Geld, wer in einem Krisengebiet lebt, nennt Frieden .. .. um mit Beikircher zu sprechen .. völlig normaal ..
Und dann sind da die speziellen .. .. die wirklich ohne Bedrohung sind .. abba sich z.B. von unseren muslimischen Mitbürgern bedroht fühlen .. .. die wirklich gesund und schlank sind .. sich dann abba bulimistisch um ihre Gesundheit bringen .. .. die ein Supereinkommen haben, sich abba selber zu Tode sparen.
@Ayyan, du fragst nach den letzteren .. passt auch völlig ins Zeitgeschehen .. Stichpunkt "Schweizer Konten" .. .. Da leben Menschen in Deutschland, die haben Knete ohne Ende - sind abba nicht bereit, die rechtlich vereinbarten Steuern dafür zu zahlen. Und jetzt geht es nicht um .. sagen wir mal .. bei der Steuererklärung 3 Kilometer zuviel angegeben als Weg zum Arbeitsplatz .. hier geht es jetzt wirklich um mehr Geld, als jeder von uns mit normalem Lebenswandel ausgeben kann. Oki - ich akzeptiere, dass der eine oder die andere nicht zufrieden damit ist, wie unser Staat mit den Staatseinnahmen umgeht. Abba gerade die, die viel haben, profitieren am meisten vom sogenannten "sozialen Frieden". Natürlich zahlen sie .. nein -sie sollten -am meisten Steuern .. abba sie leben in Deutschland unbehelligt, unbedroht und akzeptiert frei und ohne Einschränkungen .. was würde es sie kosten, wenn sie sich .. aufgrund mangelhafter Sicherheitssituation die Kosten für ihre Sicherheit selber tragen müssten ..
@Ayyan, zurück zu deiner Frage .. .. ein befreudetes Pärchen .. gemeinsames Jahreseinkommen um die 200.000 Euronen .. benimmt sich stets, als wären sie Hartz4ler .. sie sparen am Sprit .. sie sparen am Heizöl .. beim Ausgehen sparen sie am Essen und am Trinken .. .. sie belustigen ihren gesamten Bekannten- und Freundeskreis .. abba so is das Leben ..  |
|  | | piece

 Anzahl der Beiträge: 5447 Alter: 48 Ort: NDS Anmeldedatum: 29.12.08
 | Thema: Re: Zuviel Geld? Sa 6 Feb 2010 - 17:55 | |
| Man kann auch ohne Geld vielen Menschen eine Freude machen , indem man ihnen einfach freie Zeit und offene Ohren spendet. Das wäre dann die Debatte um die ehrenamtliche Arbeit, die dringend benötigt wird, aber wo es so schwer ist bereite Menschen für zu gewinnen, ein Grund ist die unendgeldliche Tätigkeit.... Wenn es schon so schwer ist Leute zu gewinnen die ein bischen freie Zeit teilen, wie schwer ist es dann Leute zu finden die ihr Geld teilen wollen? @ WB..oh du kennst Herrn Beikircher, ich schätze den auch sehr  |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Zuviel Geld? Sa 6 Feb 2010 - 18:33 | |
| Ich würde wirklich einmal gerne die Gedankengänge der Menschen kennen die Geld wie Heu haben, die ihr Geld garnicht ausgeben können und immer noch betrügen, ich kann mich überhaupt nicht in sie hineindenken.
Kannst du sie dir vorstellen, Waldbär?
Was die Nachbarschaft angeht, Linda, so halte ich mich gerne zurück, aber wenn ich jemand kennen würde der wirklich unter dem Existenzminimum lebt würde ich ihm etwas schenken, aber ansonsten weiter Distanz halten.
Demnächst zieht eine Frau in unserem Haus aus die ein wunderschönes Bett hat, wie neu, ich sagte sie könne es doch mit Hilfe einer Zeitungsanzeige verschenken, für das was man verschenkt, muß man der Zeitung nichts zahlen. Sie möchte das aber nicht aus Angst wer ihr dann ins Haus käme, das kann ich ja verstehen, aber man könnte auch einen Nachbarn darum bitten in dieser Zeit anwesend zu sein, stattdessen kommt das neue Bett zum Sperrmüll- mir würde das wehtun. |
|  | | piece

 Anzahl der Beiträge: 5447 Alter: 48 Ort: NDS Anmeldedatum: 29.12.08
 | Thema: Re: Zuviel Geld? So 7 Feb 2010 - 6:41 | |
| Das kann ich gut verstehen ayyan, mir geht das auch immer so. Wenn ich Möbel die noch gut sind, oder Bekleidung die noch gut ist, mir aber nicht mehr gefällt, Bücher etc. "übrig" habe -sozusagen, gebe ich sie hier im Sozialkaufhaus ab, oder nehme die Sachen mit in meine Arbeit. Unsere kleine Bücherei freut sich immer riesig neue Bücher geschenkt zu bekommen. Das Sozialkaufhaus holt sogar Möbel ab, kostenfrei. Außerdem kann man sie auch selber - so man das ins Auto bekommt- zum Möbelkonbtor der Diakonie bringen, was es in fast jeder größeren Stadt gibt. Ja ja Sunny, kannst mich wieder heilig sprechen  , aber ich weiß., da ich die Gelder meiner Leute verwalte wie wenig da zum Leben da ist, die sind oft wirklich dankbar etwas geschenkt zu bekommen und mir bricht es keinen Zacken aus der Krone das mit zu nehmen. Aber es sind nicht nur Leute mit "Geld wie Heu" die so handeln. Ich denke es ist bei Vielen auch Bequemlichkeit. Es ist einfacher Dinge zu entsorgen als sich die Mühe zu machen Dinge die man los werden will noch dazu unendgeldlich irgendwo hin zu bringen. |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Zuviel Geld? So 7 Feb 2010 - 19:08 | |
| Ja, es ist oft die Bequemlichkeit, piece. Vor zwei Jahren habe ich bei meinen Büchern ausgemistet, es war ein ganzer Haufen und ich habe mich sehr gefreut als diese von jemand genommen wurden der eine Waldorf-Bibliothek einrichtet.
Aber ich gebe eigentlich nur Dinge her wenn ich die Leute kenne und gesehen habe, anonyme Spenden liegen mir nicht, ich will wissen wo es hinkommt. |
|  | | piece

 Anzahl der Beiträge: 5447 Alter: 48 Ort: NDS Anmeldedatum: 29.12.08
 | Thema: Re: Zuviel Geld? Mo 8 Feb 2010 - 5:00 | |
| Wenn ich meine Sachen mit zur Arbeit nehme sehe ich ja immer wo sie hinkommen, aber mir ist das ansich wurscht. Wenn ich gute Sachen habe und ich finde die sind zu schade zum wegschmeißen, gebe ich sie gern in neue Hände die sich brauchen können, welche das sind ist mir dann egal...Wenn die ins Sozialkaufhaus gehen, oder beispielsweise zur Arbeitsloseninnitative hier bei der Kirche, weiß ich es kommt in Hände die das benötigen, also bin ich da ganz entspannt.... |
|  | | Compumouse Admin


 Anzahl der Beiträge: 20493 Alter: 55 Ort: Bayern Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Zuviel Geld? Mo 8 Feb 2010 - 19:30 | |
| | ayyan schrieb: | Was die Nachbarschaft angeht, Linda, so halte ich mich gerne zurück, aber wenn ich jemand kennen würde der wirklich unter dem Existenzminimum lebt würde ich ihm etwas schenken, aber ansonsten weiter Distanz halten. |
ayyan , könntest du dir nicht vorstellen, dass es demjenigen peinlich sein könnte, Geld anzunehmen? Ich denke so etwas ist auch immer eine Gradwanderung.
Was 'ausrangierte' Dinge betrifft, so ist das wieder ein anderes Thema und hat weniger damit zu tun, was man machen würde, wenn man 'zuviel' Geld hätte._________________ Liebe Grüße Compumouse |
|  | | Gast Gast
 | Thema: Re: Zuviel Geld? Mo 8 Feb 2010 - 19:53 | |
| Ich glaube wenn jemand wirklich arm ist, nicht nur wenig Geld hat sondern wirklich arm, arm wie eine Kirchenmaus, wird er sich freuen. |
|  | | piece

 Anzahl der Beiträge: 5447 Alter: 48 Ort: NDS Anmeldedatum: 29.12.08
 | Thema: Re: Zuviel Geld? Mo 8 Feb 2010 - 19:54 | |
| ...aber dann wäre es auch egal ob ich den kennen täte oder nicht, dem würde ich einfach was abgeben.... |
|  | | Compumouse Admin


 Anzahl der Beiträge: 20493 Alter: 55 Ort: Bayern Anmeldedatum: 15.11.08
 | Thema: Re: Zuviel Geld? Mo 8 Feb 2010 - 19:56 | |
| Okay, dann meine Frage, kennst du jemanden, der arm wie ein Kirchenmaus ist? Ich meine jetzt persönlich kennen... nicht die die in der Fußgängerzone sitzen... Also ich kenn niemanden, der so arm ist, wie du es beschreibst. _________________ Liebe Grüße Compumouse |
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