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 Nockherberg-Eklat: Michael Lerchenberg tritt ab

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BeitragThema: Nockherberg-Eklat: Michael Lerchenberg tritt ab   Fr 5 März 2010 - 15:04

das Eingangsposting lautete :

Nach der öffentlichen Empörung über seinen KZ-Vergleich in der diesjährigen Nockherberg-Rede ist der Fastenprediger Michael Lerchenberg von seiner Rolle zurückgetreten. Das teilte die Paulaner-Brauerei als Veranstalter des traditionellen Politiker-"Derbleckens" am Freitag mit. Ein Paulaner-Sprecher sagte, man "respektiere diese Entscheidung" Lerchenbergs und habe auch "eine gewisse Achtung davor".

Lerchenberg hatte in seiner satirischen Rede am Mittwochabend fabuliert, FDP-Chef Guido Westerwelle wolle nun alle "Hartz-IV"-Empfänger in einem mit Stacheldraht umgebenen Lager in Ostdeutschland sammeln. Über dem Eingang, "steht in eisernen Lettern: Leistung muss sich wieder lohnen". Viele sehen darin eine Anspielung auf den menschenverachtenden Spruch "Arbeit macht frei" am Tor des Konzentrationslagers Auschwitz.

Westerwelle hatte sich am Donnerstag empört über die an ihm in der Rede geäußerten Kritik gezeigt. "Scharf kritisiert zu werden, gehört zu meinem Amt dazu. Mit einem KZ-Wächter verglichen zu werden, geht zu weit", schrieb Westerwelle in einem Brief an den Paulaner-Geschäftsführer Andreas Steinfatt. Der FDP-Chef und Außenminister forderte den Brauereichef auf, künftig "von Einladungen an meine Person abzusehen".

Scharfe Kritik kam zudem von der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP), Ministerpräsident Horst Seehofer und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (beide CSU). Am Donnerstag verteidigte der Kabarettist noch seine Rede und verglich Westerwelle mit dem 2008 gestorbenen österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider.

Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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Zuletzt von Compumouse am Fr 5 März 2010 - 23:27 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Nockherberg-Eklat: Michael Lerchenberg tritt ab   So 7 März 2010 - 16:21

Also ich pflichte Sunny da Sunny bei, hatte das ja oben schon geschrieben.
Satire hat auch ihre Grenzen.
Übrigens Henes sehe ich das auch bei den Karikaturen so.
Man darf nicht vergessen, auch mit Worten und Bildern kann man sehr provozieren und was diese Kariakturen angeht so war das eine klare ganz gezielte Provokation, die treffen mußte.
Das da so eine Reaktion kam war von vornerein klar....ob das immer alles so nötig ist?
Und ob das dann immer alles wirklich besser macht?
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BeitragThema: Re: Nockherberg-Eklat: Michael Lerchenberg tritt ab   So 7 März 2010 - 17:13

hm...denken wir an die hofnarren der früheren herrscher...sie konnten unverblümt denen die wahrheit ins gesicht sagen duch satire...die sogenannte narrenfreiheit...
is ok wenn sunny findet grenzen sind für ihn überschritten...für mich ned...
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BeitragThema: Re: Nockherberg-Eklat: Michael Lerchenberg tritt ab   So 7 März 2010 - 17:36

Also für mich hat Lechenberg
- kein Tabu gebrochen.
- niemanden beleidigt.
- niemanden verhönt.
- den Anstand nicht verlassen.
- keine Grenzen überschritten.
Sein Vortrag war Satire im besten Sinn .. ist in Deutschland abba zur Zeit eigentlich nicht erwünscht.

Zur Zeit? Satire war in Deutschland noch nie erwünscht.Und was in Deutschland dann als Satire mehrheitsfähig ist, ist eher peinlich.

Beispiel:
Spitting Image in England war genial. Wenn ich denn Insulanisch könnte - was ich ja nach Beweis der Zirkuszelttrulla Wasauchimmerwer -kein Wort weit kann - also die englische Fassung war genial. Ich erinnere mich gerne an zwei Sketche, die in auf der Insel gesehen habe:
die eine: Furgie bei der Morgentoilette, wo sie sich die Sommersprossen mit einer Sprühdose durch ein Küchensieb ins Gesicht klatscht
die andere: Charlie trommelnd "Ich will König sein!" .. sein Vater: "Abba was soll denn dann deine Mutter sein:" .. Charlie hoffnungsfroh: "Tod?"
Das ist gute alte Satire Anbeten Anbeten Anbeten
Der deutsche Abklatsch von Spitting Image was so etwas von müde .. peinlich ..
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BeitragThema: Re: Nockherberg-Eklat: Michael Lerchenberg tritt ab   Mo 8 März 2010 - 4:27

Hier noch ein paar Pressestimmen zum Thema:

Zitat:
Der Münchner SPD-Vorsitzende Hans-Ulrich Pfaffmann nannte es am Wochenende eine «Schande», dass Lerchenberg gehen musste. Nach Ansicht des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesjustizministerium, Max Stadler (FDP), ist der Schauspieler dagegen bei seiner Rede am Mittwoch «zu weit» gegangen.

Lerchenberg hatte gesagt, FDP-Chef Guido Westerwelle wolle nun alle «Hartz IV»-Empfänger «in den leeren, verblühten Landschaften zwischen Usedom und dem Riesengebirge» sammeln. Er fügte hinzu: «Drumrum ein Stacheldraht - haben wir schon mal gehabt. Zweimal am Tag gibt's a Wassersuppn und einen Kanten Brot. Statt Heizkostenzuschuss gibt's zwei Pullover von Sarrazins Winterhilfswerk, und überm Eingang, bewacht von jungliberalen Ichlingen im Gelbhemd, steht in eisernen Lettern: 'Leistung muss sich wieder lohnen'.»

Allgemein wurde darin eine Anspielung auf den menschenverachtenden Spruch «Arbeit macht frei» am Tor des Konzentrationslagers Auschwitz gesehen. Die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, und Westerwelle reagierten empört. Lerchenberg teilte am Freitag mit, «der politische und öffentliche Druck» sei so groß geworden, dass ihm eine Rückkehr in die Nockherberg-Kanzel unmöglich erscheine.

Zitat:
Pfaffmann sagte am Samstag, Vergleiche mit den Verbrechen der Nazis seien zwar «ein Tabubruch». Der «wahre Skandal» seien aber «Westerwelle und seine Beschimpfungen» in der «Hartz IV»-Debatte. Der SPD-Politiker fügte hinzu, Lerchenberg habe über Jahre hervorragende Arbeit abgeliefert: «Jetzt geht er, und warum? Weil ein zündelnder Politiker wie Westerwelle sich beschwert. Das ist eine Schande.»

Die Grünen-Landtagsfraktion kritisierte derweil, das Bayerische Fernsehen habe bei der Wiederholung des Starkbieranstichs am Freitag die Rede von Lerchenberg nicht in vollem Umfang ausgestrahlt, sondern umstrittene Passagen einfach ohne weiteren Hinweis für die Zuschauer herausgeschnitten. Dies sei «eine Form politischer Zensur, die in einem öffentlich-rechtlichen Fernsehen einfach nicht stattfinden darf», mahnten Fraktionschefin Margarete Bause und das Rundfunkratssmitglied Ludwig Hartmann.

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BeitragThema: Re: Nockherberg-Eklat: Michael Lerchenberg tritt ab   Mo 8 März 2010 - 5:40

Sehe das ähnlich wie Sunny und nur weil in diesem Land sich die meisten eh danebenbenehmen finde ich nicht das man es dulden muß und das dann okay finden muß.
Wobei wir Deutschen da wirklich auch sehr empfindlich sind....mit unserer Vergangenheitsbewältigung tun wir uns ja sehr schwer und reagieren schnell empört.
Wenn ich den von Mouse soeben geschriebenen Bericht lese muß ich das auch wieder etwas relativieren, dort hat er ja selber nicht den Vergleich mit Auschwitz genannt, sondern der wurde dort hineininterpretiert...wobei das auch nicht schwer war. ....
Wenn man so in der Öffentlichkeit steht sollte man halt wirklich ganz genau überlegen wie man was formuliert.

Davon ab das ich Westerwelle auch für ganz unmöglich halte, ein für mich untragbarer, peinlicher Mensch, den ich niemals wählen würde.
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Mecky



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BeitragThema: Re: Nockherberg-Eklat: Michael Lerchenberg tritt ab   Mo 8 März 2010 - 8:54

Ich- ich persönlich- tu mich überhaupt nicht schwer mit der Vergangenheitsbewältigung.
Ich bin in Deutschlang hineingeboren, ein Land in dem Teile aus frühere Generationen
Verbrechen an der Menschheit begangen haben. Damit habe ich nichts zu tun.

Zu dieser auf wir- und uns- bezogene Nazivergangenheit zähle ich mich nicht zu.


Zuletzt von Mecky am Mo 8 März 2010 - 9:13 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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Henes



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BeitragThema: Re: Nockherberg-Eklat: Michael Lerchenberg tritt ab   Mo 8 März 2010 - 9:02

Na ja irgendwie stimmt das
Doch Arbeit macht frei
von Hartz IV
und das sie sich wider lohne müssen
wir die Regierung und Banker in die Wüste schicken
sie wollen doch immer schaden vom Volke nehmen
denke eher es sind Volksschädlinge
Banken gerettet Geld zurück versprochen und nichtgehalten
Bevor der Gido ein Euro bekommt soll er mal Leistung zeigen
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Nockherberg-Eklat: Michael Lerchenberg tritt ab

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