Viel Lärm um nichts?
So wie ich das sehe ändert sich z.B. bei der SCHUFA gar nichts. Lediglich
die Gebühr von 7.60 € bei einmaligem Gebrauch a Jahr entfällt. Das
Procedere, Art und Umfang der Auskunft dürfte gleich bleiben.
Auch die teilweise recht hoch gekochte Geschichte um die "AOK-Medikamente"
ist nicht mehr als ein Sturm im Wasserglas. So war z.B. meine Ärztin stets
bemüht für ALLE Patienten das preiswerteste Medikament, bei gleichen
Inhaltsstoffen, zu verschreiben. Purer Selbstzweck, denn hohe Preise fressen
ihr Verschreibungskontingent schneller auf (so hat sie mir mal erklärt).
Stufe 2 der Kostenkontrolle ist die Apotheke. Wer oft Medikamente braucht
wird den Spruch kennen: Darf es auch Mittel XY sein? Das ist nur ein anderer
Hersteller, die Wirkstoffe sind die Gleichen.
Hartz IV Empfänger haben höhere Freibeträge um fürs Alter zu sparen. Klingt
gut, dennoch habe ich mir die Augen gerieben. Die Gelder, die vom Sinn und
ihrer Finanzierbarkeit für die Allgemeinheit grad mal die elementarste
Grundsicherung darstellen sollen geben noch Raum zum sparen? Und zwar
soviel zu sparen das die Sätze erhöht werden müssen? Haben uns Kerner & Co.
nicht immer wieder in Wort und Bild verdeutlicht das ein Hartz IV Empfänger
mit dem bisschen Geld eigentlich gar nicht überleben kann? Wer verarscht denn
nun wen?
Wie sich die Sache bei den Dachdeckern auswirkt weiss ich nicht. Aber die
Einführung der Mindestlöhne bei den Gebäudereinigern war ja ein ganz ein doller
Plan. Grad in einem Bereich wo Leute ohne Berufs- oder sonstige Bildung noch die
Chance hatten für gesicherte Euros einen Job zu machen zieht man den Firmen
den Teppich weg. Ergebnis: Zumindest im hiesigen Raum gehen die Reinigungsfirmen
pleite, die Leute stehen auf der Straße. Naja, damit haben sie vielleicht die Chance
für ihr Altenteil zu sparen.